Dienstag, 2. März 2021

MMM im März mit Basic-Outfit

 Für mein heutiges Outfit habe ich zwei Basics kombiniert, Sweater und Jeans.


Für den Sweater habe ich den Kapuzenpullover Ada von Schnittchen genutzt.

Der Schnitt bietet verschiedene Optionen; er kann mit Halsbündchen oder Kapuze genäht werden, in kurzer oder langer Version, schlicht einfarbig oder im Colourblocking-Design.

Auch eine Kängurutasche kann aufgesetzt werden.

Bei meinem Sweater habe ich mich, getreu dem Motto "keep it simple",  für eine kurze, unifarbene Variante entschieden und als Stoff einen anthrazitfarbenen Scuba-Modalsweat verwendet.

Der Stoff ist sehr schön weich, glatt und mattglänzend mit etwas Volumen.

Da ich keinen farblich passenden Bündchenstoff gefunden habe, habe ich den Sweatstoff auch für das Halsbündchen, sowie die Ärmelabschlüße und den Saumbund genutzt. 

Das ging problemlos, da der Stoff nicht zu dick und sehr schön dehnbar ist.

Ursprünglich hatte ich keine Kapuze für meinen Sweater geplant, aber da nach dem Auflegen der Schnittteile auf den Stoff ein großes Stück übrig blieb,  konnte ich den Reststoff mit dem Zuschnitt einer Kapuze wenigstens komplett verbrauchen.

Bis auf eine Ziernaht am Saumabschlußbündchen und am Kapuzenrand habe ich den Sweater schlicht belassen.




Ich mag den Schnitt sehr; 

eine Nahtzugabe von 1 cm ist enthalten und die Schnittteile passten einwandfrei zusammen. Die Bündchenteile hatten genau die richtige Länge, um faltenfrei auf Zug angenäht werden zu können und die Passform an mir ist schön locker, aber nicht oversized.


Zum Kapuzensweater habe ich eine Boyfriend-Jeans kombiniert, die mir, als ich sie nach der Fertigstellung angezogen habe, überhaupt nicht gefallen hat. 

Am Schnitt lag es nicht, denn den hatte ich schon öfter genäht und er hat sich bisher immer bewährt.




Auch an der Stoffqualität, einem 10 Oz schweren Baumwolldenim, hatte ich nichts zu bemängeln.

Es war die hellblaue Stofffarbe, die die fertige Hose irgendwie, ich kann es gar nicht richtig benennen, seltsam aussehen ließ. 

Ich fühlte mich in der neuen Jeans nicht wohl und sie verschwand ganz hinten im Schrank.


Und dann las ich neulich bei Stefanie, wie sie ihrer neu genähten Jeans einen "Used Look" verpasst hat, merci für den Tipp,  und wusste plötzlich, was meiner in den Schrank verbannten Jeans fehlt.

Ich bin genau so vorgegangen, wie Stefanie es in ihrem Post beschrieben hat; ich habe die Hose nass gemacht, kräftig mit einem Bimstein abgeschrubbt und dann in der Maschine durchgewaschen. 






Als der Mann mich in meinem heutigen Outfit sah und fragte: "Was ist das denn für eine Hose? Trägst du eine alte Jeans von unserem Sohn auf?" , war ich hocherfreut.

Das war genau der Effekt, den ich mit der Aktion erreichen wollte.

















Mein Outfit schicke ich hinüber auf den MMM-Blog, an dem am ersten Mittwoch des Monats selbstgenähte Kleidung gezeigt werden kann.
Gastgeberin ist diesmal Carola von Nähkatze in einer Rock-Strickpulli-Kombination, die ihr ausgesprochen gut steht.


LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne


Bilder vom Sohn


Baumwolldenim über Juni-Design

Scuba Modalsweat von 1000stoff


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Stoffe und Schnittmuster habe ich selbst gekauft

Sonntag, 21. Februar 2021

FJKA:2.Treffen

Heute begrüßt uns Monika im Rahmen des 

                                        Frülingsjäckchen-Knit-Alongs  

auf dem MMM-Blog zur zweiten Runde.

Das Treffen steht unter dem Motto:

Ich habe angestrickt und es läuft/ich habe mich umentschieden/meine Wolle ist noch unterwegs


Ich habe das Raglanjäckchen im Halbpatent angestrickt, 


Quelle:Raglankurzjacke 35 aus Filati No 49


denn ich brauche ein kurzes Frühlingsjäckchen, das sowohl gut über meine Sommerkleider passt, als auch zu Shirt-Hosen-Kombinationen funktioniert.


Eigentlich war das Perlmusterjäckchen mein Favorit, aber ich konnte mich mit den zur Verfügung stehenden Farben der Farbkarte nicht anfreunden und hatte keine Lust, mich nach einem Alternativgarn umzusehen.


Das Raglanjäckchen wird dreifädig gestrickt, mit einem Faden Linarte, einer Mischung aus Viskose, Baumwolle und Leinen, sowie zwei Fäden Silkhair, einem Mohair-Seidengarn.

Bei Linarte habe ich mich für die Farbe Camel entschieden 




und bei Silkhair für Goldbraun.




Zusammen verstrickt ergibt diese Mischung einen schönen, leicht schimmernden Caramelton.




Gestrickt wird die Jacke in Einzelteilen, von unten nach oben, mit Nadelstärke 7 für das Bündchen und Nadelstärke 9 für das Patentmuster, daher hat man wenig Maschen auf den Nadeln und kommt in der Höhe entsprechend flott voran.

Trotz dreier Fäden und den dicken Nadeln entsteht ein weiches, leichtes Strickstück, so, wie ich es mir für ein Frühlingsjäckchen vorstelle.


Es läuft also gut bei mir und jetzt bin ich gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen der Strickrunde angestrickt haben.


LG an unsere Gastgeberin Monika,  die wegen der Qual der Wahl einfach zwei ihrer Ideen gleichzeitig angestrickt hat, : ), sowie die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne


Bilder von mir

Garn:Linarte und Silkhair von Lana Grossa über Filati


Hinweis in Sachen Werbung: Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Material und Modellanleitung habe ich selbst gekauft


Samstag, 13. Februar 2021

Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2021:Ideensammlung

 Heute bin ich Gastbloggerin auf dem MMM-Blog ;

der Vollständikeit halber gibt es den Post auch hier:



Hallo und guten Morgen,


ich bin Susanne (sujuti ) und begrüße euch am Valentinssonntag,

auch im Namen von Monika (monimonikate ) und Sandra ( Frau Sonnenburg ),

ganz herzlich zum Auftakt des diesjährigen, traditionellen 


                            Frühlingsjäckchen-Knit-Along.


Die MMM-Crew hat uns drei eingeladen, in diesem Jahr den Knit-Along als Team zu hosten und wir freuen uns sehr,  eure Gastgeberinnen sein zu dürfen.


Heute starten wir mit den Ideen für unser Strickprojekt.

Ich habe einen Plan/ich habe viel zu viele Ideen und kann mich nicht entscheiden/ich habe noch keine Ahnung, was ich stricken will und schaue mich erst mal bei den anderen um


Neben Strickjacken könnt ihr auch gerne Capes oder Pullover, Shirts und Tops stricken.

Auch große Tücher würden wir gerne sehen, 

nur Accessoires, wie etwa Mützen, Hüte, Socken, Stulpen, Handschuhe sind ausgeschlossen.

Solltet ihr schon ein Strickprojekt angefangen oder ein altes UFO gefunden haben, das ihr endlich fertigstellen wollt, könnt ihr auch das gerne im Rahmen des Knit-Alongs erledigen.

Und natürlich darf auch gehäkelt werden;

Hauptsache, ihr habt etwas auf den Nadeln.


Ich habe viel zu viele Ideen und schwanke zwischen Lust und Vernunft.

Große Lust hätte ich, diesen Ringelpulli aus dünnem Baumwollgarn zu stricken.


Quelle:Lionfish by Lisa Richardson aus Rowan Summerlite Horizons



Ganz entzückend finde ich auch dieses kleine Shirt mit Ajourmuster


Quelle:Rosetti by Martin Storey aus Rowan Summerlite DK



Vernünftigerweise sollte ich mir aber eine Jacke stricken, denn Strickjacken trage ich in der warmen Jahreszeit viel häufiger, als Strickpullis oder Tops.

Gut wäre ein Jackenmodell mit etwas Ärmelweite, das sich reibungslos über Kleider und Shirts mit lockerer Passform ziehen lässt.

Diese kurze Jacke im Perlmuster gefällt mir sehr


Quelle:Jäckchen 04 aus Filati Classici, Ausgabe 18


oder diese ebenfalls kurze Jacke im Halbpatentmuster


Quelle:Raglankurzjacke 35 aus Filati No.49



Sehr hübsch finde ich auch diese Jacke im Kimonostil


Quelle:Cardigan 20 aus Filati Classici Ausgabe 18



Und auch dieses zeitlos-klassische Modell käme in Frage


Quelle:Jacke 24 aus Filati Classici No 12


Ihr seht, ich brauche noch ein wenig Bedenkzeit, bevor ich mich entscheiden kann.

Jetzt bin ich aber erst mal gespannt auf eure Pläne


Bevor ich mich verabschiede, gebe ich euch noch den weiteren Terminplan an die Hand:

-21.2.:2.Termin mit Monika:

ich habe angestrickt und es läuft/ich habe mich umentschieden/meine Wolle ist noch unterwegs


-7.3.:1.Zwischenstand (3.Termin) mit Sandra:

ich komme gut voran/Hilfe, ich verstehe die Anleitung nicht/ich steige noch ein


-21.3.:2.Zwischenstand (4.Termin) mit Susanne:

ich habe endlich angefangen/bei mir läufts/ich stricke schon das 2.Jäckchen/ich brauche Hilfe bei den Details bezüglich Ärmellänge, Bündchen, Knopfwahl....


-4.4.:Finale (5.Termin) mit Monika

Juhu-ich bin fertig und rundum zufrieden/ ich bin fertig, aber...


-5.2.:Finale der Herzen (6.Termin) mit Sandra

geschafft und glücklich


Bitte denkt daran, dass wir bei der finalen Präsentation bzw beim Finale der Herzen ein Tragebild erwarten, damit wir euch in eurem Werk sehen und bewundern können.

Bilder an der Puppe oder am Bügel sind nicht ausreichend


Ich freue mich auf eine kreative Strickrunde mit regem Austausch und wünsche euch einen schönen Sonntag

LG von Susanne


Bilder von mir


Hinweis in Sachen Werbung:Unbezahlte Werbung durch Markennennnung; es besteht keine Kooperation; die Modellanleitungen habe ich selbst gekauft





Mittwoch, 3. Februar 2021

MMM im Februar:Outfitkrise

Der Januar war bei uns sehr winterlich; richtig kalt mit viel Schnee, so dass mein tägliches Outfit stets aus Hose mit Shirt oder Bluse und Strickpullover drüber bestand.


Versteht mich nicht falsch; ich mag dieses Styling und ich habe genügend ( selbstgenähte und-gestrickte) Hosen und Pullover für unterschiedliche Kombinationen zur Auswahl.

Trotzdem war mir nach etlichen Hosen-Pullover-Wochen nach Abwechslung.


Ich hatte das dringende Verlangen nach einem Kleid.

Blöd nur, dass ich kein Winterkleid im Schrank hatte, ......., jedenfalls kein alltagstaugliches.

Also musste ich mir wohl eines nähen.


Allerdings war die Schnittauswahl schwierig, denn alltagstauglich heißt für mich zur Zeit vor allem, dass meine Kleidung gut unter meine Outdoormontur passen muss.

Ich gehe zweimal am Tag mit dem Hund eine große Runde und bei der derzeitigen Wetterlage komme ich nicht drumherum, eine Regenhose und eine Winterjacke über meine Kleidung zu ziehen.

Der Hund und ich gehen querfeldein und ohne Schutzkleidung würde ich mich genauso einferkeln, wie es der Hund zwangsläufig macht.


Mir fiel nur ein Kleiderschnitt ein, der diese Anforderung erfüllen konnte-das Helmi-Tunic-Dress von Named Clothing; im Prinzip ein Hemd in Kleidlänge, das sich sicher unbeschadet unter meine Schutzkleidung ziehen ließe.

Genäht hatte ich Helmi schon einmal für die Tochter -(hier)-und im Zuge dessen hatte ich das Kleid auch selbst anprobiert, so dass ich wusste, dass der Schnitt mir passt.


Für den Schnitt habe ich mir einen Karostoff  in blau-grau-Tönen mit etwas Ocker aus je 50% Baumwolle und recycelter Mikrofaser ausgesucht, das heißt, natürlich online bestellt.

Das mache ich sowieso meistens, aber im derzeitigen Lockdown geht es ja auch gar nicht anders.

Der Beschreibung nach hat der Stoff  "eine feine Wolloptik " , worunter ich mir nichts vorstellen konnte und ich war gespannt.

Ich finde den Stoff sehr schön; er ist glatt, aber nicht so kühl, wie Baumwolle und fühlt sich tatsächlich ein wenig wollig an, aber nicht so rauh, wie Flanell und er fällt schön.


Die Musterpassgenauigkeit ist mir beim Kleid nicht einwandfrei gelungen, an einigen Stellen passt es haargenau, an anderen nicht so gut.

Natürlich habe ich versucht, die Schnittteile so auf dem Stoff zu arrangieren, dass beim Zusammennähen das Muster aufeinandertrifft, war aber wohl doch nicht penibel genug. Möglicherweise passt aber auch einfach das Karomuster nicht mit den Schnittdetails zusammen. Wie auch immer, ich bin deswegen jetzt nicht unglücklich.

(  Bei MalePatternBoldness, einem Blog, den ich sehr gerne lese, gibt es übrigens einen Post-Mismatched Plaid-Yea or Nay?- über bewußte Karopassungenauigkeit mit interessantem Bildmaterial )

 

Bei meinem Helmi-Dress habe ich, statt dem kleinen Stehkragen, den Kragen der Blusenoption, die im Schnitt enthalten ist, hinzugefügt.

Da ich einen langen Hals habe, kann ich Krägen gut tragen und außerdem bilde ich mir ein, dass es mit Kragen gleich ein bisschen wärmer ist; zumindest, wenn der Kragen hochgeschlossen ist.

Und ich kann den Kragen bei meinem Kleid ganz schließen. Meine Nähmaschine hat sich doch tatsächlich dazu überreden lassen, ein Knopfloch in den Kragensteg zu nähen.

Ansonsten habe ich am Schnitt nichts ändern müssen; die Passform ist locker, aber nicht zu weit und die Länge stimmt auch.

Unterm Kleid trage ich ein (gekauftes) Unterkleid.

 





Und glücklicherweise fand sich im Schrank auch noch ein passendes Kombi-Strickjäckchen.





Mein Outfit zeige ich heute auf dem MMM-Blog, auf dem am ersten Mittwoch des Monats selbstgefertigte Kleiung gezeigt werden kann.

Gastgeberin ist diesmal Elke vom Blog grueneblume in einem komplett selbstgenähten und gestrickten Hose-Bluse-Pullunder-Outfit, das ganz meinen Geschmack trifft.


LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen,

von Susanne




Bilder vom Mann


Karostoff von stoffe-autfizz

Rehbraune Raglanstrickjacke:selbstgestrickt


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnitt und Material habe ich selbst gekauft

Montag, 11. Januar 2021

Weihnachtskleid oder Slip-Dress in Midilänge

 Für mich selbst habe ich für das Weihnachtsfest kein Kleid genäht, denn wir haben, ganz regelkonform, im allerengsten Familienkreis gefeiert; nur wir Eltern und unsere zwei Kinder.

Zwar haben wir uns an den Weihnachtstagen schick gemacht, aber dafür brauchte ich nicht extra ein neues Kleidungsstück; ich konnte mich bequem aus meinem Bestand bedienen.


Dafür hatte die Tochter einen Kleiderwunsch.

Anfang November zeigte sie mir via Whats App ein schlichtes, camelfarbenens Slipdress in Midilänge aus feinem Wollstoff von Prada, das sie auf Instagram entdeckt und in das sie sich sofort verliebt hatte und fragte mich, ob ich ihr so ein Kleid nähen könnte.


Passenderweise gab es gerade im Online-Shop von Juni-Design einen Merino-Jersey in verschiedenen Farben und ich bestellte für die Tochter, da ein Camelton im Sortiment nicht vorhanden war, 1,5 m in Off-White.

Die Qualität des Jerseys ist sehr schön; ganz fein und leicht, aber deswegen auch durchscheinend.

Also bestellte ich noch Stretchfutter in Natur nach.


Bei der Schnittsuche verließen wir und auf die Burdas in meinem Bestand; ich wußte, dass wir dort eine Vorlage für ein Slipdress finden würden.

Wir entschieden uns als Grundlage für den Schnitt aus 11/2016 #113 und ich nahm am Schnitt einige Änderungen vor, um ihn an den Wunschkleidschnitt anzugleichen.


Den Oberstoff schnitt ich ohne Teilungsnaht an der Büste zu.

Der Burdaschnitt ist für Webware gedacht, aber ich wollte Jersey verwenden, so dass diese Änderung problemlos ging; wegen des dehnbaren Stoffes waren die versteckten Brustabnäher in den separaten Büstenteilen gut verzichtbar.

Für den Futterschnitt habe ich die Teilungsnähte in Vorder- und Rückteil jedoch beibehalten, da der Stoff weniger dehnbar ist, als der Jersey.

Den Volant im Rückteil habe ich weggelassen und den Schnitt um 15 cm verlängert.

Beim fertigen Kleid liegt die rechte Seite des Futterkleides auf der linken Seite des Jerseys, um zu vermeiden, dass die Versäuberungsnaht durch den zarten Oberstoff durchscheint.

Noch besser wäre es gewesen, Oberstoff und Futter als eine Lage zu verarbeiten, aber das war mir wegen der unterschiedlichen Dehnbarkeit der Stoffe zu riskant. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass die ganze Pracht sich beim Zusammennähen verzieht.

Juni-Design gab bei der Stoffbeschreibung die Empfehlung, bei der Verarbeitung des Stoffes ein Nahtband mitlaufen zu lassen, um ein Verziehen und Wellen des feinen Stoffes zu vermeiden.

Diese Empfehlung habe ich beherzigt und es nicht bereut.


Genäht habe ich die Größe 36 und das war richtig gewählt; das Kleid sitzt zwar figurnah, aber trotzdem noch so locker, dass der Stoff die Figur schön umfließt.


Fertig war das Kleid schon im November und die Tochter meinte nach der Anprobe, dass das Dress perfekt für Weihnachten wäre.

Und obwohl sie es Weihnachten getragen hat, ergänzt mit langer Strickjacke, haben wir es verpasst, Bilder zu machen.

Wir waren an den Weihnachtstagen einfach zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt; haben aufwändig gekocht, lange gegessen, uns viel unterhalten, haben ein Exit-Game gespielt, gestrickt und neue Strickprojekte geplant, haben sogar ein wenig gemalt und lange Spaziergänge mit unserem Labi gemacht.


Dafür reiche ich die Bilder jetzt im Januar nach.

Die Tochter liebt das Kleid und stylen lässt es sich sowohl variabel, als auch winterwarm, etwa mit Strickjacke drüber oder Shirt drunter.














Ich wünsche euch eine schöne Woche und bleibt gesund und munter,

lG von Susanne


Bilder von mir


Merino Jersey über Juni-Design


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnittmuster und Stoff habe ich selbst gekauft


Mittwoch, 6. Januar 2021

Erster MMM im Neuen Jahr mit gestricktem Longtop

Zuerst einmal wünsche ich allen ein gesundes und hoffentlich im Verlauf besseres Neues Jahr:

ich hoffe, ihr seid gut hineingerutscht.

Mein Jahreswechsel war ruhig, aber trotzdem nett; der Gatte und ich hatten ein Candle-Light-Dinner nur für uns Zwei, mit Käsefondue, Salaten und reichlich Wein.

Kurz vor 12 sind wir zusammen mit unserem Labi in den verschneiten Garten hinausgegangen, haben Wunderkerzen angezündet und mit einem Gläschen Sekt zuversichtlich aufs Neue Jahr angestoßen.


Pünktlich zum Jahreswechsel ist auch mein neues Oversize-Stricktop fertig geworden, welches ich heute trage.

Entdeckt habe ich das Modell in der Zeitschrift About Berlin von Lana Grossa.


Quelle:About Berlin, Ausgabe 8 von Lana Grossa, Top 33 Left &Right 


Irgendwie hat mich das Top angesprochen und ich dachte mir, so ein simples Shirt mit überschnittenen Schultern werde ich schnell fertig haben. Nun-so einfach war es dann doch nicht.

Der Schnitt ist unkompliziert;

Rück- und Vorderteil werden identisch von unten nach oben gearbeitet und durch regelmäßige Zunahmen und hernach schräge Schulterabnahmen entstehen überschnittene Schultern und ein U-Boot-Ausschnitt.

Gestrickt wird durchgängig zweifädig, wobei für die Hinreihen eine 12er Nadel verwendet und für die Rückreihen zu einer 6er Nadel gewechselt wird.

Aufgehalten hat mich, dass in den Hinreihen die Maschen nicht glatt-rechts, sondern rechts verschränkt und entsprechend in den Rückreihen links verschränkt abgestrickt werden.

Durch die Verschränkungen und auch durch die verschiedenen Nadelstärken war ich gezwungen, ständig auf das Strickstück zu schauen und kam gefühlt nur im Schneckentempo voran.

Ich war richtig erleichtert, dass keine separaten Ärmel gestrickt werden mussten.


Nach der Fertigstellung mussten nur die Schulternähte geschlossen werden, wobei die unteren 8 cm der Seitennähte für Schlitze offengelassen werden.

Zusätzlich habe ich meinen Ausschnitt mit einer Reihe fester Maschen umhäkelt, da er für meinen Geschmack zu weit war.


Für das Top habe ich nicht die Originalwolle verwendet, da mich die Farben im Sortiment nicht begeistert haben, sondern habe mich stattdessen für Brushed Alpaka Silk im Farbton Rosa Sand entschieden

Nebenbei bemerkt war das Drops-Design Garn auch günstiger, als die Originalwolle.


So ganz überzeugt bin ich vom Gesamtergebnis nicht; 

ich finde, dass die Länge zusammen mit der Breite des Shirts die Figur insgesamt staucht, was nicht gerade der Effekt ist, den ich mir wünsche.

Ich überlege, es eventuell ein Stück zu kürzen. Mal schauen....


Da mir in der Zeitschrift das Stylingbeispiel sehr gefallen hat,


Quelle:About Berlin von Lana Grossa


habe ich mich bei meiner heutigen Zusammenstellung davon inspirieren lassen.

Unterm Stricktop trage ich ein langes Poloshirt mit Kapuze, das ich bereits 2014 genäht und hier vorgestellt hatte, 

sowie meine dunkelgraue Wollhose mit weitem Bein, die ebenfalls schon etwas länger in meinem Bestand ist und die ich hier gezeigt hatte.












Nun bin ich gespannt, welche selbstgefertigten Kleidungsstücke beim monatlichen MMM-Treffen im Januar gezeigt werden.

Gastgeberin Sylvia zeigt ihre wunderbare selbstdesignte und -gestrickte Lieblingsjacke, denn das Januartreffen steht unter dem Motto "Lieblinge des vergangenen Jahres"

Das habe ich völlig vergessen, wobei es mir sowieso immer schwerfällt, ein Lieblingsstück aus der vergangenen Nähsaison zu bestimmen.

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne


Fotos vom Mann


Longtop:selbstgestrickt nach Top 33 aus About Berlin, Ausgabe 8 von Lana Grossa; 

              verwendete Wolle:Brushed Alpaka Silk in Rosa Sand von Drops-Design

Poloshirt:selbstgenäht nach BurdaStyle 1/2009#120 aus Viskosejersey

Wollhose:selbstgenäht nach BurdaStyle 12/2013#103 aus Woll-Gabardine


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Dienstag, 1. Dezember 2020

MMM im Dezember mit Winteroutfit in hellen Tönen

Normalerweise passe ich mich im Winter der grauer und dunkler werdenden Umgebung farblich an und greife bei meiner Kleidung zu dunklen Tönen.

So habe ich auch bei dem Pullover, den ich heute trage, als ich ihn Anfang November stricken wollte, automatisch die dunklen Töne der Wollfarbkarte in Betracht gezogen.

Aber dabei ist mir aufgefallen, dass ich schon genug Pullover in dunklen Farben besitze und da ich meine Garderobe gerne klein und übersichtlich halte, gab es keinen Grund, noch einen weiteren hinzuzufügen.

Nachdem ich mich mit den bunten Farben, die zur Verfügung standen, nicht anfreunden konnte, habe ich mich letztlich für die hellste Variante der Auswahl entschieden, ein Natur-meliert.

Warum sollte ich auch nicht einmal ein Winteroutfit in hellen Tönen tragen?

Mein neuer Pullover ist eigentlich ein ganz schlichtes Modell.
Vorder- und Rückenteil sind kastig geschnitten und werden einfach glatt-rechts gearbeitet.
Die Ärmel dagegen werden im simplen Rippenmuster gestrickt und sind leicht überschnitten.

Besonders wird der Pullover, und deswegen wollte ich ihn auch unbedingt stricken, durch die raffinierte, überlappende Saumverarbeitung,  die absolut leicht zu bewältigen ist.


Quelle:Modell 18 aus Filati Classici Nr.17


Gestrickt habe ich den Pullover in der Doppelgröße 36/38 mit Nadelstärke 4,5 für das Rippenmuster an den Säumen und Ärmeln, sowie 5 für die  glatt-rechts gestrickten Teile.

Verwendet habe ich die Originalwolle Mary`s Tweed von Lana Grossa.
Die Qualität, eine Mischung aus Baby Alpaka, Merino Schurwolle, etwas Seide und Polyamid, ließ sich gut verstricken und fühlt sich angenehm weich auf der Haut an.

Angepasst habe ich an meinem Modell lediglich die Länge; beim Vorder- und Rückteil habe ich 3 cm zugegeben.

Das Halsbündchen ist gedoppelt, wodurch es mehr Stand hat und auf der Ansatznaht unsichtbar festgenäht.
Auch die Ärmelsäume hätten so gearbeitet werden sollen, aber ich habe meine glatt rechts-gestrickten Ärmelabschlüsse unversäumt gelassen; so können sich die Kanten nach oben aufrollen.

Zum neuen Pullover habe ich meine camelfarbene Chino  aus Wollgabardine kombiniert, die ich schon im November 2017 genäht und hier vorgestellt habe.
Ich war erstaunt, als ich nachgelesen habe, dass die Hose schon drei Jahre alt ist, denn der Stoff sieht noch aus wie neu, obwohl ich die Hose regelmäßig trage und natürlich auch wasche.
Ich finde es immer erfreulich, wenn sich herausstellt, dass ein Stoff seine Qualität auf Dauer gleichbleibend gut erhält.

















Mein Winteroutfit stelle ich heute beim monatlichen virtuellen Treffen für selbstgefertigte Kleidung auf dem MMM-Blog vor.

Kaum zu glauben, dass heute schon der letzte Termin des Jahres stattfindet, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht traurig bin, wenn sich dieses, durch die Pandemie so beschränkte, seltsame Jahr dem Ende zuneigt.

Aber heute werde ich mich an den selbstgefertigten Kreationen der anderen Teilnehmerinnen erfreuen.
Gastgeberin ist diesmal Ina, von Fitzladen in einem hübschen und bequemen Colourblocking-Kleid.

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmer,
 bleibt gesund, munter und zuversichtlich,
Susanne


Bilder vom Ehemann

Wolle für den Strickpullover:Mary`s Tweed in Natur meliert von Lana Grossa über Filati
Modellanleitung aus Filati Classici, Ausgabe Nr.17

Chino:selbstgenäht nach Burda-Kaufschnitt 7250 aus Stretchwollgabardine von stoffladen-online


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation, Schnitt, Anleitung und Material habe ich selbst gekauft