Dienstag, 5. Mai 2020

MMM im Mai mit leichtem Parka

Seit etwa zwei Jahren verwahre ich  das Material für den Parka, den ich heute zeige, in einer Kiste in meinem Nähzimmer.

Beim Durchschauen meiner Burda-Sammlung, auf der Suche nach einem Hosenschnitt, stieß ich damals auf den Parka und wollte ihn ganz dringend nähen.

Quelle:Burda 1/2009#123


Meine Stoffauswahl fiel wesentlich nüchterner aus, als das glamouröse Beispiel im Magazin, das mir richtig gut gefällt und einen schönen Kontrast zum sportlichen Schnitt bildet.
Aber ich  konnte damals bei einem Besuch im Stoffladen genau einen geeigneten Jackenpopeline-ich weiß noch, dass so die Bezeichnung auf dem Ballen lautete-, finden und kaufte außerdem noch passendes Nähgarn, Futterstoff und Druckknöpfe.
Mittlerweile hat sich die Stoffauswahl für Jacken deutlich verbessert und man kann auch online Oilskins in den schönsten Farben finden.
Dennoch gefällt mir meine Stoffwahl von vor zwei Jahren auch heute noch, was ja nicht immer der Fall ist, wenn nach dem Kauf einige Zeit verstrichen ist.

Das Material lag also bereit, aber ich verschob das Projekt ein ums andere mal.
Nun, in der Corona-Krise hatte ich plötzlich Zeit und Lust, den Parka zu nähen.

Vor dem Nähen kommt aber als erste Hürde die Schnittabnahme und die ist bei den eng bedruckten Bögen bei Burda nicht gerade ein Vergnügen.
Aber ich wurde positiv überrascht, denn der Parkaschnitt stammt aus einem "älteren" Magazin und in dieser Zeit gab es Schnittmusterbögen von A-H, das heißt doppelt so viele, wie in den heutigen Ausgaben.
Ich war richtig erstaunt, wie leicht die einzelnen Schnittteile zu finden waren; ein himmelweiter Unterschied zu dem Schnittwirrwar der neueren Ausgaben, die sich auf lediglich vier Bögen verteilen.
Ich sollte künftig mehr aus meinen älteren Burdas nähen.

Genäht habe ich die Jacke in Größe 38, fast ohne Änderung.
Lediglich den Taillentunnel für den Gürtel habe ich durch Gürtelschlaufen ersetzen müssen.
Nicht, dass mir der Durchzugtunnel nicht gefallen hätte, zumal er ein parkatypisches Element ist, aber ich hatte dafür einfach keinen Stoff mehr übrig. Möglicherweise habe ich damals eine zu knappe Stoffmenge gekauft, ich weiß es nicht mehr.

Das Zusammennähen der Jacke war selbsterklärend, so dass ich nach dem Zuschnitt nicht mehr in die Anleitung geschaut habe.
Und da erst ganz zum Schluß die vorderen Verschlußblenden angefügt werden, ging auch das Einfüttern leicht von der Hand.






















Ich mag meinen neuen Parka sehr.
Bei meinen Waldspaziergängen mit dem Hund trage ich ihn derzeit täglich.
Praktischerweise lassen sich in den Klappentaschen notwendige Utensilien, wie Schlüssel und Hundeleckerlis prima unterbringen.
Auch einem leichten Regenschauer hält die Jacke stand, aber wirklich wasserfest ist der Stoff dann doch nicht, was ich aber auch nicht erwartet habe.




Mit meiner Jacke nehme ich heute am Me-Made-Mittwoch auf dem MMM-Blog teil, an dem selbstgefertigte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann.

LG an die Gastgeberin Ina von Fitzladen, die sich mit ihrem Outfit an eine neue Hosenform und Farbe gewagt hat und die anderen Teilnehmerinnen

und bleibt gesund und munter

Susanne



Bilder von der Tochter, aufgenommen mit ihrem Handy



Poloshirt:schon älter und selbstgenäht
7/8 Boyfriend-Jeans:Armed Angels
Boots:Aigle


Hinweis in Sachen Werbung: Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation, Schnitt, Material, sowie Kaufkleidung habe ich selbst erstanden

Freitag, 1. Mai 2020

Saraste-Shirt

Die Tochter wünschte sich das Saraste-Shirt in kombinierfreundlichem Weiß.

Das Saraste-Shirt ist eine Variante des gleichnamigen Kleides aus dem Named-Clothing-Buch
"Breaking the Pattern".

Das Kleid hatte ich der Tochter schon letztes Jahr genäht und hier gezeigt.

Named`s  Interpretation des klassischen Blusenschnittes punktet durch die Details.
Der Schnitt ist figurnah konzipiert, mit extra langen Ärmelschlitzen, die in hemdentypische, doppelt geknöpfte Manschetten übergehen und auch an den Schultern sind Schlitze, die ein bißchen Haut blitzen lassen.
Ich mag solche kleinen, feinen Details, die hier der mitunter etwas bieder wirkenden "Normalobluse" einen Hauch Raffinesse verleihen.

Als Material für die Bluse habe ich einen gängigen Hemdenstoff, Popeline mit ein wenig Stretch, in Off-White verwendet; der leichte Stretchanteil sorgt bei der schmal geschnittene Bluse für Bequemlichkeit.

Schnitt und Anleitung sind, wie bei Named gewohnt, sorgfältig erstellt und die Schnittteile lassen sich anhand der bebilderten Schritt-für-Schritt Anleitung im Buch problemlos zusammenfügen.

Ein kleines Manko hat der Schnitt aber dieses Mal-die Ärmel fallen ein wenig zu kurz aus; zwei, drei Zentimeter mehr an Länge wären besser gewesen.
Ich habe dann mal im Netz geschaut und tatsächlich hatten auch andere Nähende dieses Schnittes die fehlende Ärmellänge bemängelt.

Na ja, der Tochter gefällt die Bluse dennoch, zumal sie die Ärmel auch ganz gerne hochkrempelt.
Und sollte ich den Schnitt noch einmal nähen wollen, werde ich die Ärmel entsprechend verlängern.












Einen schönen Feiertag und LG
von Susanne


Bilder von mir



Hinweis in Sachen Werbung:
Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnitt und Material habe ich selbst gekauft