Dienstag, 4. Mai 2021

MMM im Mai:Ich mach mal halblang....

.....mit wadenlangem Hosenrock und Pullunder im Streifendesign

Bisher war ich der Ansicht, dass ein Hosenrock, oder wie es schicker heißt, eine Culottes nichts für mich ist. Denn als ich vor zwei Jahren eine für die Tochter genäht hatte und diese zur Kontrolle selbst anprobierte, wusste ich nicht so recht, was ich von meinem Anblick halten sollte. Nicht, dass die Culottes nicht gepasst hätte, aber irgendwie gefiel sie mir nicht an mir, was ja nicht weiter schlimm war, denn sie sollte ja für die Tochter sein.

Aber in der warmen Jahreszeit trage ich gerne verkürzte Hosen oder Bermudas, da sie schön luftig sind und außerdem finde ich sie einfach praktischer, als einen Rock.

Daher wollte ich es noch einmal mit einem Hosenrock für mich versuchen.

Ausgesucht habe ich mir diesen Schnitt:


Quelle:Burda Style 12/2011#127

Da der Schnitt taillenhoch geschnitten ist, musste ich die Leibhöhe um 2,5 cm kürzen, sowie die Abnäher hinten und die Bundfalten vorn entsprechend anpassen, damit der Schnitt bei mir auch tatsächlich in der Taille sitzt.

Genäht habe ich die Culottes aus einem 10 OZ schweren, hellen Jeansstoff ohne Elasthan.

Ein schöner Jeansstoff kann mich immer begeistern; ich liebe das robuste Material einfach und bei diesem Stoff finde ich den Farbton, ein gedämpftes Hellblau, der sich worn blue nennt, sehr gelungen.

Die vorgesehenen Bügelfalten habe ich mit Hilfe des Reißverschlußfüßchens eingesteppt.

Die Hosenaufschläge sind von Hand mit einigen Stichen fixiert.

Das war nötig, denn unbefestigt schlackerten die weiten Hosenbeine beim Gehen gegeneinander und die Aufschläge rutschten herunter.

Auf der Rückseite habe ich aufgesetzte Taschen hinzugefügt und statt des vorgesehenen geraden Bundstreifens, einen Formbund erstellt, sowie Gürtelschlaufen ergänzt.






Der Bund, der bei der Anprobe schön fest saß, hat nach zwei Tagen Tragens leider noch nachgegeben, obwohl ich ihn natürlich mit Einlage verstärkt hatte und sitzt jetzt zu locker. 

Da muss ich wohl noch einmal nachbessern, aber einstweilen behelfe ich mir mit einem Gürtel.

Wobei,..., vielleicht lass ich es auch einfach so. Ich mag es gar nicht, wenn ich das Gefühl habe, meine Körpermitte ist eingeschnürt, weil der Bund mich beengt, was im Verlauf des Tages, etwa nach einer üppigen Mahlzeit oder beim abendlichen Lümmeln auf dem Sofa schnell der Fall ist. Dann ist es einfacher, den Gürtel ein Loch weiter zu schnallen, als den Bund öffnen zu müssen


Zum Hosenrock trage ich einen Strickpullunder im Streifenmuster, denn der Frühling ist dieses Jahr zwar wunderbar sonnig, gleichzeitig aber noch eisig kalt, so dass ein ärmelloser Leibwärmer gerade recht kommt.

Für den Pullunder konnte ich einige meiner angehäuften Wollreste verwerten.

Nach einem Strickprojekt habe ich immer ein angefangenes oder zumindest noch ein halbes Wollknäuel übrig, so dass sich über die Zeit einige Reste angesammelt haben.

Ich stellte mir ein paar Knäuel mit ungefähr gleicher Maschenprobe in verschiedenen Farben zusammen und machte mir eine Skizze für das Streifenmuster.

Ein passendes Modell war schnell gefunden, da hier und dort viele neue Anleitungen für Pullunder bzw. Slipover erschienen sind.

Ausgesucht habe ich mir "Audrey Vest" von Drops-Design, ein klassisches, einfach glatt-rechts gestricktes Modell mit V-Ausschnitt und Blenden im Rippenmuster, das zu meiner Maschenprobe passte.


Quelle Audrey Vest von Drops-Design über Garnstudio


Vorder- und Rückenteil werden einzeln gearbeitet, von unten nach oben.

Das habe ich abgeändert; ich habe beide Teile bis zu den Armausschnitten in Runden gestrickt.

Das hatte den Vorteil, dass es keine Seitennähte gibt und außerdem konnte ich das entstehende Muster und den Farbverlauf meiner begrenzten Wollmenge besser kontrollieren.

Die Blenden für die Armausschnitte und den V-Ausschnitt hätte ich gerne weiß gehalten, aber dafür war die vorhandene Wolle zu dick und ergab kein schönes, gleichmäßiges Maschenbild. Daher bin ich auf Grau ausgewichen, konnte die Blenden aber, da der Vorrat zur Neige ging, nicht ganz so breit stricken, wie in der Anleitung angegeben.










Mein Frühlingsoutfit zeige ich heute auf dem MMM-Blog, auf dem an jedem ersten Mittwoch des Monats selbstgefertigte Kleidung gezeigt werden kann.

Gastgeberin im Mai ist Elke, von elma.de, die sich mit ihrem wunderbaren Frühlingskleid trotz der frostigen Temperaturen heldenhaft nach Draußen gewagt hat, um es zu präsentieren. 


LG an dasMMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinen 

von Susanne


Bilder vom Ehemann


Stoff:Jeansstoff worn blue von Mind the Maker über Lotti Klein


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnitt und Material habe ich selbst erstanden




Sonntag, 2. Mai 2021

Longjacke zum Finale der Herzen

Sandra (Frau Sonnenburg) begrüßt heute alle Teilnehmerinnen des 

Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs,

die für die Fertigstellung ihrer Werke noch etwas Zeit benötigt haben, 

zum Finale der Herzen 

auf dem 

MMM-Blog.

Auch ich bin dabei, mit meiner zweiten Strickjacke, der Longjacke im Halbpatent.


Quelle:Modell 24 aus Filati Classici No 12


Fertig war die Jacke schon länger, aber wegen des verwendeten Garns, einer Mischung aus Viskose, Baumwolle und Leinen, ist sie nur für wärmere Tage geeignet.

Und da die Temperaturen bisher noch frostig waren, hing sie ungenutzt an der Puppe.


Am Ergebnis habe ich nichts auszusetzen;

der Khaki-Ton ist einer meiner Lieblingsfarben, die schmale Passform finde ich gut, die Ärmel sind schön lang und mir gefällt auch die Gesamtlänge der Jacke, so dass ich das gute Stück in den kommenden warmen Monaten sicher oft tragen werde.






 





Jetzt bin ich gespannt, wer noch den allerletzten Termin wahrnimmt.

Einen schönen Sonntag und liebe Grüße an Sandra und Monika, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Bilder vom Ehemann


Material für die Longjacke:Linarte von Lana Grossa über Filati

Printshirt:M.Kors
Skinnyjeans:one green elephant, uralt, von der Tochter übernommen


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Material, Anleitung sowie die übrige Kleidung habe ich selbst gekauft