Freitag, 2. Dezember 2016

Eine Oversize-Strickjacke....

.... wünschte sich die Tochter, schon lange, eigentlich schon seit letztem Jahr.

Nähwünsche der Tochter erfülle ich, meinen Möglichkeiten entsprechend,  ja immer gern.

Bei der Jacke scheiterte es bisher am Stoff; ich hatte da bestimmte Vorstellungen hinsichtlich der Qualität.
Aber wer sucht, der findet irgendwann den passenden Stoff; mir lief er online bei stoffe-creativ über den Weg; ein wunderbar dicker, grauer Strickboucle,  aus 80% Schurwolle und 20% Acryl.

Die Qualität hatte ihren Preis, in diesem Fall 30 Euro der Meter.

Ich schluckte kurz, für mein Nähvorhaben benötigte ich 2m Stoff, und bestellte.

Der Stoff traf ein und war genau so, wie ich ihn mir erhofft hatte; schwer und kuschelig weich.

Als Schnitt für die Jacke hatte ich mir den Coatigan Silvia von Schnittchen ausgesucht, der genau den Vorstellungen der Tochter für eine geräumige Wohlfühljacke entsprach und angenehmerweise nur wenige Schnittteile beinhaltet.




Zugeschnitten habe ich die Größe 38 und sofort danach alle Teile rundherum mit der Overlock versäubert.
Das war zum einen absolut nötig, um ein Ausfransen des Stoffes zu verhindern und zum anderen brauchte ich saubere Schnittkanten, da die Jacke ungefüttert bleiben sollte.
Während des Versäuberns war ich sehr froh, dass ich mir Anfang letzten Jahres eine Overlock zugelegt hatte, mit der ich diese Arbeit vernünftig erledigen konnte.

Schulternähte, Belege und den Saum habe ich mit Einlage bebügelt; das Zusammennähen der wenigen Schnittteile ging nach der Vorabeit wie von selbst. Obwohl der Stoff sehr volumig ist, brauchte ich den Oberfußtransporteur nicht.

Ein wenig habe ich es bedauert, den teuren Stoff nicht abzufüttern, aber gewünscht war nun einmal eine Indoorstrickjacke .
Die Säume habe ich von Hand anstaffiert, gemütlich auf dem Sofa, und bei der Gelegenheit habe ich auch die Belege unsichtbar angenäht; so kann nichts verutschen.
Zum Schluß bekam die Jacke noch zwei Druckknöpfe.





Die Jacke habe ich heimlich genäht und zur Kontrolle an mir anprobiert; damit dürfte sie auch der Tochter passen.
Jetzt werde ich sie schön einpacken und der Tochter unter den Weihnachtsbaum legen, : ).





LG von Susanne

Fotos von mir




Dienstag, 29. November 2016

MMM mit Leobluse

Heute trage ich meine Schlupfbluse im Leoprint, die ich mir im Spätsommer, als das Wetter noch einmal so schön warm und sonnig wurde, genäht habe und schon oft getragen, aber noch nicht gezeigt habe.


Der Stoff ist eine leichte, kühle Viskose von Stoff&Stil; der Schnitt ist aus der Septemberburda diesen Jahres, die Nr.102.

Mir gefiel, dass die Bluse verschlußlos ist und wie ein Shirt einfach über den Kopf gestreift werden kann.
Und ich mochte die eingesteppten XL-Falten im Vorderteil, die man, zugegebenermaßen, auf den Bildern wegen des Prints mehr erahnen, als erkennen kann.
Als weitere Verzierung hat der Schnitt ein in Falten gelegtes Ripsband am Ausschnitt. Auch dieses Detail habe ich übernommen, dafür aber meinen Musterstoff genutzt.

Die langen, leicht ausgestellten Ärmel habe ich auf 3/4 Länge gekürzt und in den Saum ein Gummiband eingezogen. Diesen Ärmelabschluß sieht man zur Zeit viel und ich finde ihn recht praktisch; hält die Weite schön ein und bleibt da wo man ihn hinschiebt.


Durch die lockere Weite des Schnittes ist die Bluse im Sommer angenehm luftig, was natürlich jetzt, bei kühlem Herbstwetter nicht die Eigenschaft ist, die man sich von seiner Kleidung wünscht.
Aber um in luftigen Blüschen nicht zu frösteln, gibt es ja Strickjacken zum Überziehen und schwupps ist die Sommerbluse herbsttauglich.

Dazu habe ich meine khakifarbene Chino kombiniert, die farblich gut zum Printstoff der Bluse passt. Ich bleibe bei meinen Outfits gerne Ton in Ton und trage ungern viele verschiedene Farben.







Welche selbstgenähten Tagesoutfits die anderen Teilnehmerinnen ausgewählt haben, schaue ich mir jetzt auf dem MMM-Blog an.
Gastgeberin ist diesmal Katharina von Sewing addicted in einem sehr schönen Kleid und wunderbar stimmungsvollen Bildern.

LG an das MMM-Team und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos:Der Ehemann

Gelbe Strickjacke: selbstgestrickt
Chino: selbstgenäht, Schnitt Burda V 7250, out of print
Stiefeletten:Deichmann

Sonntag, 20. November 2016

Herbst-Jacken-Knit-Along:Finale der Herzen....,

....für diejenigen, die zum Finaltermin nicht fertig geworden sind.

So, wie ich, : ).

Aber jetzt; ich habe es geschafft und ich war ehrlich gesagt sehr froh, als ich die letzte Masche für mein Strickjäckchen abgekettet hatte.
Ich glaube, so lange, wie für diese Jacke,  habe ich noch nie für ein Strickstück gebraucht.
Gut, das ist jetzt kein Wunder bei dem Muster, aber am Schluß zieht es sich schon sehr, jedenfalls gefühlt.

Nach dem letzten Zwischenstand mußten noch die Ärmel gestrickt werden.
Kurz war ich versucht, den Musterrapport an den Ärmeln nur einmal zu stricken und die Ärmel dann einfabig zu beenden, aber als ich soweit war, dachte ich, jetzt kann ich es auch durchziehen.
Die Ärmel habe ich nicht nach der Anleitung- ( zur Erinnerung:Ich habe den Glen Cardigan aus dem Rowan Magazin Herbst/Winter 2016/17 gestrickt)- gearbeitet, sondern nach meinem Standardstrickjäckchenschnitt, da ich Sorge hatte, dass mir die Ärmel sonst zu eng werden.
Am Model im Heft sitzen sie meiner Meinung nach ganz schön eng.

Der Halsausschnitt ist gedoppelt.
Außerdem habe ich, anders als in der Anleitung, Knopflöcher in die Blende eingearbeitet, denn ich möchte mein Jäckchen nach Bedarf ordentlich schließen können.
Bündchen, Halsausschnitt und Blende habe ich im Perlmuster gearbeitet, da mir der kraus-rechts gestrickte Rand der Vorlage nicht gefiel.




Zwischendurch brauchte ich auch mal eine Strickpause und habe stattdessen genäht.
Eine Kombinationshose.
Ausprobiert habe ich den Schnitt 6658-V von Burda, eine hüftig geschnittene, schmale Hose mit interessanten Teilungsnähten und Knopfverschluß.
Genäht habe ich die Hose aus dunkelblauem Twill von Stoff und Stil und die Nähte mit doppeltem Garn abgesteppt.
Den Knopfverschluß habe ich durch einen Hosenreißverschluß ersetzt; ich mag geknöpfte Hosen für mich nicht so gern.
Der Schnitt funktioniert gut bei mir und ich kann mir vorstellen, dass noch die ein oder andere Version folgen wird.

Nochmal zurück zum Jäckchen.
Die Passform ist so ausgefallen, wie ich mir das erhofft hatte; das Jäckchen ist gerade geschnitten, sitzt aber dennoch figurnah.
Die Wollqualität, das Alpacagarn von Drops, ist ja mein Lieblingsgarn, das ich schon mehrfach verstrickt habe, insofern gab es da keine Überraschungen. Ich finde auch, dass das Muster gut herauskommt.
Ich bin also rundum zufrieden mit dem guten Stück.



Jetzt werde ich mir bei Luise die Jäckchen der anderen Nachzüglerinnen anschauen.
Vielen Dank nochmal an Sylvia und Luise für die gute Betreuung während des Knit-Alongs; gemeinsam strickt es sich einfach netter.

LG und einen schönen Sonntag wünscht
Susanne


Hose:selbstgenäht, Schnitt:Burda 6658-V
Shirt:selbstgenäht, Schnitt auf Grundlage von Ottobre-kids-fashion
Stiefelletten:Deichmann

Fotos:Der Ehemann


Dienstag, 8. November 2016

MMM im Herbstkleid

Heute trage ich ein Kleid, das für mich, aufgrund der dunklen Farbe, in diesem Fall dunkelblau und  dem warmen Stoff, einem Romanitjersey, ein typisches Herbstkleid ist.

Genäht habe ich das Kleid schon im letzten Jahr, im September.
Das Oberteil ist nach dem Schnitt  "Lora" aus der La Maison Viktor genäht, das Rockteil nach einem Burdarockschnitt.
Der Schnittmix entstand unfreiwillig, da mir das Rockteil des Lora-Kleides nicht passte. Dafür hat das Zusammensetzten der beiden Schnitte prima funktioniert. Insofern bin ich wieder versöhnt mit der La Maison Viktor, zumal das Oberteil bei mir sehr gut sitzt.
Wenn ich so darüber nachdenke, könnte ich diesen Oberteilschnitt gut nochmal mit einem anderen Rockschnitt kombinieren....

Eine kleine Änderung habe ich an dem Kleid aber noch vorgenommen.
Ich habe das Rockteil noch ein Stück gekürzt.
Zwar sind Midikleider und -röcke wieder schwer im Trend, aber irgendwie mag ich meine Herbstkleider und -röcke mit bestrumpften Beinen lieber ein wenig kürzer an mir.
Und beim Selbernähen kann ich mich ja zum Glück  nach meiner eigenen Vorliebe richten und muss nicht die Länge tragen, die die jeweilige Mode vorgibt.

 



Für das Kleid allein ist es mir heute zu kalt und usselig, wir hatten sogar schon den ersten Schneefall des Jahres, örgs, daher kommt schnell noch ein Jäckchen drüber.




Ich bin immer wieder angenehm überrascht, wie schön wärmend selbst so ein dünnes, mit Nadelstärke 3 gestricktes Jäckchen, wie mein Alpakajäckchen doch ist.
Auch das Jäckchen habe ich nicht neu, sondern bereits im Herbst 2014 gestrickt.

Jetzt mache ich mir noch schnell einen Cappuccino und dann schaue ich mir auf dem MMM-Blog die selbstgefertigten Outfits der anderen Teilnehmerinnen an.

Gastgeberin ist heute Sybille vom "bürofürschönedinge", die sich nach draußen in den Schnee gewagt hat, damit man ihr in dunklen Farben gehaltenes und wie gewohnt wunderbares Outfit bewundern kann.

LG an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Kleid:selbstgenäht, Oberteil nach Lora aus La Maison Viktor, September/Oktober 2015, Rockteil nach Burda 3/2014-117
Jäckchen:selbstgestrickt
Strümpfe: nur die
Stiefeletten:Bellissima

Fotos:die Tochter

Sonntag, 30. Oktober 2016

Herbstjacken-Knit-Along:Finale

Leider noch nicht bei mir.

Rücken- und Vorderteile sind zwar fertig, aber es fehlen noch die Ärmel und Blenden.








Ich hoffe aber, zum Finale der Herzen im November eine vollständige Jacke präsentieren zu können.

Die Ergebnisse der anderen Teilnehmerinnen, die pünktlich fertig geworden sind, schaue ich mir schon mal bei Luise an, die die Finalbeiträge heute sammelt.
Das motiviert mich bestimmt.

LG an die Organisatorinnen des Knit-Alongs und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Bilder von mir

Samstag, 22. Oktober 2016

12-Letters-Of-Handmade-Fashion im Oktober:Roter Raglansweater

Eigentlich sollte der Sweater ein schnelles Projekt werden.

Aber schnelle Projekte dauern ja manchmal länger, als man denkt.

Am Schnitt lag es nicht; der Schnitt für einen Raglansweater aus der Oktoberburda war absolut unkompliziert.
Auch der Stoff, den ich vorgesehen hatte, war bestens für den Schnitt geeignet; ein  weich angerauhter Sweatstoff in Rot, gekauft im nahe gelegenen Stoffladen.
Es war nur leider zu wenig Stoff für den Schnitt.

Es sollte aber unbedingt dieser Schnitt sein, also beschloß ich, für den unteren Teil der Ärmel  einen anderen Stoff zu nutzen.

Das einzige geeignete Reststück, das ich in meinem Stoffschrank hierfür fand, war ein hellgrauer Sweatstoff.

Der Sweater war schnell genäht ...... und dann hing er auf der Puppe, ....tagelang, denn ich war unzufrieden.
Irgendwie gefielen mir die hellgrauen Ärmelabschlüße nicht; es sah so fad und trist aus.
Ich überlegte, ob ich die hellgrauen Abschlüße noch verzieren sollte, eventuell mit einer Stickerei.
Aber eigentlich war mir das zu zeitaufwändig, zumal ich gerade auch noch ein kompliziertes Musterstrickjäckchen in Arbeit habe.

Und dann sah ich neulich bei der Durchsicht meiner bevorzugten Onlinestoffshops einen Ethnojacquardjersey; perfekt als Kombistoff für meinen Raglansweater, der immer noch ungetragen auf der Puppe hing und deutlich attraktiver, als die langweiligen, hellgrauen Ärmelabschlüße.


Und seit die Ärmelabschlüße ausgetauscht sind, mag ich den Sweater auch tragen.







Meinen roten Raglansweater schicke ich hinüber zu Lisa von Stoffreise, die im Oktober den Buchstaben R für die Aktion 12 Letters Of Handmade Fashion gezogen hat und die Beiträge sammelt.
Ich feue mich schon auf die Bildergalerie am Monatsende.

LG an die Gastgeberin und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos:Die Tochter

Raglansweater:Schnitt aus der Burda Style 10/2016-114
Jacquardjersey:Autfizz-Stoffe
Jeans: selbstgenäht, Schnitt:Burda 6798V
Stiefelletten:Deichmann

Sonntag, 16. Oktober 2016

Herbst-Jacken-Knit-Along:Drittes Treffen

Heute gibt es vor dem finalen Termin erneut die Gelegenheit den Stand der Dinge zu präsentieren.

Da ich mein Jäckchen aufgeribbelt und nochmal neu begonnen habe, kann ich zwar etwas zeigen, bin aber leider noch nicht so weit, wie ich gerne wäre.
Was daran liegt, dass ich quasi nur im Schneckentempo vorankomme, da das Muster keine Regelmäßigkeit aufweist.
Folglich hänge ich die ganze Zeit über dem Musterrapport, stricke ein paar Maschen und muss wieder nachsehen, wie es weitergeht.
Das Muster verzeiht auch kein Verstricken; ein Fehler fällt sofort ins Auge. Und ein paarmal musste ich auch wieder zurückstricken.
Für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Aber gut, ich habe mir den Schnitt ja selbst ausgesucht und stricke jetzt also geduldig Reihe für Reihe.

Zumindest ist die Anleitung bisher fehlerfrei und das größte Musterteil, das Rückenteil des Jäckchens, ist fertig.



Und so sieht das Ganze rückseitig aus

Ich stricke die Größe S mit Nadelstärke 3, auch unüblich für mich, recht locker, damit der zweite Faden, der ständig mitläuft, genug Spiel behält.
Während des Strickens habe ich mehrmals die Breite nachgemessen; nicht, dass mir das Jäckchen zu weit oder zu eng wird, aber das Rückenteil ist so ausgefallen, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Ein bißchen musste ich auch wieder abändern; mir hat der kraus-rechts gestrickte Bund nicht gefallen, so dass ich stattdessen ein Bündchen im Perlmuster gearbeitet habe.

So weit, so gut.

Das linke Vorderteil ist in Arbeit.
Blende und Halsausschnitt werde ich zum Schluß anstricken, um mir offen zu halten, wie breit ich diese Teile haben möchte.


So, wie es aussieht, wird es mir unmöglich sein, rechtzeitig zum Finale in zwei Wochen ein fertiges Jäckchen zu präsentieren.
So schlimm ist das aber nicht.

Sylvia wirft heute die Frage in die Runde, wie man sein fertiges Jäckchen zusammennäht.

Mein Jäckchen werde ich, so, wie ich es seit einigen Jahren mit allen meinen Strickjacken mache, wieder mit der Nähmaschine zusammennähen.
Für mich hat sich diese Methode bewährt; es geht schnell, sieht sauber aus und hält bombenfest.
Ich nehme zum Zusammennähen immer einen Faden in Jackenfarbe und nutze einen kleinen, schmalen Zick-Zack-Stich, um die Naht etwas elastisch zu halten. Ein weiteres Versäubern entfällt, da ja nichts fransen kann.
Eventuell werde ich diesmal Sylvias Methode ausprobieren, die Jackenärmel mit einer Häkelnaht zusammenzufügen; interessiert mich sehr, ob mir das so gut gelingt, wie ihr und es sieht bei ihr auch sehr schön sauber aus.

Jetzt mache ich erst mal ein Strickpäuschen und schaue mich bei meinen Jäckchenmitstrickerinnen um, wie weit sie mit ihren Projekten gekommen sind.
Sylvia sammelt wieder die Beiträge.


LG an die Organisatorinnen und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos von mir