Freitag, 10. Februar 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank:Zwischenstand

Mit meinem Zwischenstand hinke ich ein wenig hinterher, aber ich wollte erst berichten, wenn ich auch etwas vorzuweisen habe.

Zur Erinnerung:Ausgesucht hatte ich mir dieses Ensemble.

Das Oberteil des Sets war unproblematisch.
Wie schon bei meinem Karoshirt habe ich als Grundschnitt 113 aus der Burdastyle 3/2014 verwendet und die Länge, den gerundeten Saum und die Halsausschnittverarbeitung  mit Hilfe des Shirtschnittes aus Burdastyle 8/2015-120 angepasst.
Die 3/4 Ärmel habe ich verlängert, auf die Brusttasche, sowie die Ellbogenpatches habe ich verzichtet, da das Shirt, dem Vorbild entsprechend, ganz schlicht sein soll.
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Die Hose war wegen der besonderen Falten schwieriger.
Wie beim Shirt habe ich auch hier mit einem Schnittmix gearbeitet.
Als Grundschnitt habe ich mir den Odeeh-Hosenschnitt aus der Burdastyle 5/2015-127 ausgesucht, eine Schlupfhose aus Webstoff mit seitlichen Eingriffstaschen.
Ich dachte mir, dass ein Designerschnitt eine passende Ausgangsgrundlage ist, wenn man vorhat, einen Designerhosenschnitt nachzunähen, : ).
Die Bundhöhe dieses Schnittes kam mir sehr hoch vor und da sie im Heft nicht angegeben war, habe ich den Grundschnitt mit einer meiner genähten Hosen abgeglichen und dann um 3cm reduziert.
Ich mag es nicht, wenn man sich den Bund quasi bis unter die Achseln ziehen kann.

Die Faltenkonstruktion habe ich vom Hosenschnitt 106 aus der Burdastyle 11/2016 teilweise, dh mit einer seitlichen Falte weniger und ohne die Tütentaschen, übernommen und auf meinen Grundschnitt angepasst.
Beim rechten Vorderhosenteil musste ich die vorhandene Falte des Grundschnittes nur ein Stück nach vorn versetzen und um einige cm verbreitern.
Hierzu habe ich das Schnittmuster aufgeschnitten und um die entsprechenden fehlenden cm aufgespreizt und neu gezeichnet.
Beim linken Hosenvorderteil musste ich komplett anhand der Vorlage neu zeichnen.
Zur Überprüfung meiner Schnittverbindung habe ich eine Probehose aus alter Bettwäsche genäht, die zufriedenstellend ausfiel, so dass ich meinen Hosenstoff anschneiden und vernähen konnte.



Mein verwendeter Hosenstoff, ein Schurwoll Gabardine Mischgewebe ohne Stretch, ist zwar recht dünn und war für die Umsetzung des Schnittes ok, aber optimaler wäre sicher ein besser fließender, weicherer Stoff, wie etwa ein Krepp gewesen.
Allerdings hatte ich meinen Gabardine schon bestellt, bevor ich mir Gedanken über den Hosenschnitt und den hierfür geeigneten Stoff gemacht hatte. Neu bestellen und den vorhandenen Gabardine unvernäht liegenlassen wollte ich nicht; ich habe zwar kein riesiges Stofflager, aber da ich den Stoff projektbezogen für das Set gekauft hatte, wollte ich ihn auch dafür verwenden. Außerdem sind Hosen- und Shirtstoff, wie gewünscht, farblich Ton in Ton.

Ein paar kleine, Änderungen zur Inspirationsvorlage hat mein Ensemble, rein nach meinen persönlichen Vorlieben.
Als da wären:
-Shirt mit abgerundetem Saum, vorn kürzer, hinten länger; Ausschnittblende
-Hose auf Normallänge verlängert, da ich prinzipiell kein Freund von 7/8 Hosen bin
-Ensemblefarbe bei mir "Camel", statt "Curry" wie im Original. Ich finde den Curryton der Vorlage total schön, aber ich habe leider keinen Stoff in entsprechender Farbe finden können

Beim Shirt fehlen noch die Ärmelsäume und auch die Hose muss noch gesäumt werden, aber dann bin ich fertig.

Meinen Zwischenstand schicke ich hinüber zu Yvonne, die die Beiträge sammelt.
Ich freue mich schon auf die Abschlußpräsentation aller Teilnehmer.

LG an die Gastbegeberinnen und anderen Teilnehmerinnen
von Susanne






Donnerstag, 26. Januar 2017

12 Colours Of Handmade Fashion:Grün im Januar

Was habe ich mich gefreut, als ich Selmins Vorgabe für ihre neue Aktion, 12 colours of handmade fashion, gelesen hatte; Grün für den Januar.
Ich liebe Grün und die Farbe ist schon länger fester Bestandteil meiner Garderobe.

Allerdings nicht jeder Grünton.
Die Farbe Greenery, die Pantone für die erste Jahreshälfte 2017 zu einer der 10 Trendfarben gekürt hat, ist nicht mein Fall.
Dafür kommt aber die zweite Nuance, die sich Kale nennt, meinen Vorlieben entgegen.
Ich mag eher die dunklen und/oder gedeckten Grüntöne für meine Kleidungsstücke.

Zum Beispiel meine khakifarbene Chino .
Der dezente Khakiton ist für mich eine ideale Kombifarbe; geht sowohl mit vielen dunklen, als auch hellen Farben gut zusammen.
Diese Hose ist eine Neuauflage einer abgenutzten Version.

khakifarbene Chino, genäht im April2016

Ich habe über die Jahre auch  Jäckchen in grünen Farbtönen gestrickt.

khakifarbenes Alpakajäckchen, gestrickt im Sommr 2016, kombiniert mit selbstgenähter Bermuda aus dunkelgrünem Leinen

grünes Frühlingsjäckchen aus 2014


dunkelgrüne Zopfmusterstrickjacke, schon älter
Für den Auftakt von Selmins Aktion habe ich aber auch etwas Neues genäht, eine frische Hose in  Armeegrün. So war der Farbton im Stoffladen eben bezeichnet, wie auch immer,  diese Nuance entspricht jedenfalls meinen Grünvorlieben.

Genäht habe ich eine Hose nach dem Kaufschnitt 6658-V von Burda.
Der Schnitt bringt mit, was mir bei einer Hose gefällt; schmal, hüftiger Sitz, ein Formbund, der guten Sitz garantiert und obendrein noch interessant geschwungene Teilungsnähte.
Ich musste nichts ändern, bis auf die Kleinigkeit, dass ich statt des Knopfverschlusses einen Hosenreißverschluß eingesetzt habe: geknöpfte Hosen sind nicht so mein Fall.

Da zur Umsetzung des Schnittes unelastische Webstoffe empfohlen werden, mein Stoff, den ich verwenden wollte, ein Baumwollstretchköper, aber 3% Lycra enthält, habe ich eine Nummer kleiner zugeschnitten, als ich das normalerweise tun würde. Passt.

Die Teilungsnähte, die Innenbeinnähte und den Bund habe ich mit doppelt eingefädeltem, normalem Nähgarn in Khaki abgesteppt; so ist das Topstitching gut sichtbar, bleibt aber dezent.



Zur Hose konnte ich gleich mein neues Stricktuch kombinieren, mit dem ich endlich meine zahlreichen Wollreste sinnvoll verwerten konnte und das auch einen Fitzel Grün enthält.
Es ist sehr schön groß und dank der vielen Alpacawollreste auch viel weicher, als das erste Stricktuch.



Trotz eisigem Windchen bin ich in den Schnee gestapft; draußen ist das Licht immer noch etwas besser, als im Haus. Aber wir haben uns mit den Fotos auch beeilt, : ).







Mein Outfit schicke ich hinüber zu Selmin, die heute dazu einlädt, handgefertigte Projekte in Grün auf ihrem Blog zu präsentieren.

LG an die Gastgeberin und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Bilder vom Ehemann

Tweedjacket:Esprit
Affenbluse:selbstgenäht, Schnitt aus Ottobre Woman 2012
Stiefelletten:Bellissima

Samstag, 21. Januar 2017

Oversize-Strickjacke am "Kind"

Endlich kann ich ein paar Tragebilder von der zu Weihnachten geschenkten Strickjacke nachreichen.

Viel gibt es gar nicht zu sagen; das Geschenk kam sehrsehr gut an und die Jacke wird seit Weihnachten "dauergetragen".






LG und ein schönes Wochende
 von Susanne


Bilder von mir

Oversize-Strickjacke :selbstgenäht, Schnitt:Coatigan Silvia von Schnittchen
Shiftkleid:selbstgenäht, Schnitt Burda 9/15-108
Stiefeletten:Vagabond

Sonntag, 15. Januar 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank:erster Termin

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank heißt eine Aktion, die Yvonne von yvonet und Monika von wollixundstoffix gemeinsam ersonnen haben.

Jeder, der bei der Aktion mitmachen möchte, entscheidet selbst, aus welcher Kollektion von welchem Designer er was nachnähen möchte.

Beim ersten Termin heute geht es um die Planung.

Ich habe mir dieses

Quelle:Elle-Germany, Berlin Fashion Week 2016-Holy Ghost


Ensemble ausgesucht.

Ich möchte mich nicht streng an die Vorgabe halten, sondern das Modell frei interpretieren.

Einen Stoff habe ich schon.
Mein Stoff ist kein currygelber Webstoff, wie vermutlich bei der Vorlage, sondern ein camelfarbener Sweat, den ich online hier bestellt habe.

Für das Oberteil werde ich wohl denselben Schnitt, wie für mein Karoshirt nehmen, eventuell eine Nummer größer, damit es noch etwas lässiger fällt und die Ärmel verlängern.

Einen passenden Hosenschnitt muss ich mir noch suchen; ich weiß aber schon jetzt, dass ich mir keine 7/8 Hose nähen werde, sondern eine Hose in Normallänge, die ich bei Bedarf krempeln kann.
Und eigentlich bin ich auch noch unschlüssig, ob ich die Hose wirklich aus Sweatstoff nähen soll, oder mir doch lieber einen Webstoff dafür suche.

Nun ja, das kann ich mir bis zum nächsten Termin noch überlegen.

Heute sammelt Yvonne die Beiträge.

Vielen Dank an Yvonne und Monika für die tolle Idee
und lG von Susanne


Dienstag, 10. Januar 2017

Motto-Me-Made-Mittwoch: Lieblingstück 2016

Der erste Me-Made-Mittwoch im neuen Jahr beginnt mit dem handgefertigten Lieblingsstück aus 2016.

Die Frage, welches meiner Kleidungsstücke aus 2016 mein Liebling ist, kann ich gar nicht eindeutig beantworten.
Ich habe im letzten Jahr für mich kein besonderes Stück genäht oder gestrickt, wie etwa einen Mantel oder ein Festkleid, an dem mein Herz besonders hängt, sondern ausschließlich Alltagskleidung.

Ich mag meine Alltagsstücke aus 2016 alle gern und eine Vorliebe für ein bestimmtes Stück ergibt sich eher saisonbedingt.

Von den Oberteilen liebe ich gerade sehr das Karoshirt, das ich  erst im Dezember vergangenen Jahres genäht habe.
Das wärmende Material, ein fester Jersey, in Verbindung mit dem Muster aus dunklen Farben ergeben ein perfektes Wintershirt, das durch den legeren Schnitt schön bequem ist und mit einem Uniunterteil ergänzt, einfach zu kombinieren ist.

Bei den genähten Hosen habe ich keine spezielle Lieblingshose; ich trage sie alle gern und viel. Welche ich gerade anziehe, hängt davon ab, mit was ich sie kombinieren will.
So auch heute; die graue Zigarettenhose, genäht im Rahmen des Zeitschriften-Sew-Alongs im vergangenen April bei Buxen, ist, wegen des eher dicken Stoffs, einem Stretchtwill, eine gute Hose für kalte Tage.
Ich ziehe ungern Strumpfhosen unter Hosen und bei diesem Hosenstoff ist das zum Glück unnötig.

Als Überraschungserfolg erwies sich mein gestricktes Tuch, welches ich für den Summer-Shawl-Knit -Along bei Monika im Februar gestrickt habe.
Es ist wirklich oft im Einsatz. Einen zusätzlichen Wärmespender kann man derzeit gut gebrauchen und meine schmalen Strickjäckchen passen nicht über ein legeres Shirt. Aber auch über den Mantel lässt es sich schön drapieren.
Da das Tuch so oft im Einsatz ist und -ihr ahnt es schon, : )- auch gern von der Tochter ausgeliehen wird, stricke ich gerade an einem zweiten.
Von meinen Strickjäckchen ist eine erkleckliche Anzahl an Wollresten übrig, welche ein buntes und hoffentlich hübsches Tuch ergeben werden.








Jetzt bin ich gespannt, welche Lieblingsstücke aus 2016 die anderen Teilnehmerinnen heute auf dem MMM-Blog präsentieren.
Eröffnet wird der Tag diesmal im Team; ein schöner Auftakt mit den verschiedensten Lieblingsstücken.

Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr und lG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne


Fotos vom Ehemann


Donnerstag, 29. Dezember 2016

Blick zurück auf die Näh- und Strickergebnisse in 2016

In 2016 habe ich größtenteils Oberteile genäht.

Den Anfang machte eine Karobluse für die Tochter,
Tochterbluse im Januar
im März gab es nach demselben Schnitt auch eine für mich.


Und eine Affenbluse, eigentlich für mich, in deren Muster die Tochter aber sehr verliebt ist und die sie sich daher schon mehrfach ausgeliehen hat.

Affenbluse im Juli

 Erstmals im vergangenen Jahr gab es auch zwei Herrenhemden für den Gatten.

Herrenhemden im September

Neben den klassischen Blusen/Hemden nähte ich mir überdies drei Schlupfblusen

pinke Schlupfbluse aus geschenktem Stoff

Vogelbluse im Juni

Leobluse im November






Außerdem noch zwei Poloshirts für mich

schwarzes Poloshirt im April
bordeauxfarbenes Poloshirt im August
und auch eines für den Gatten

Polo für den Ehemann im Juni


Weiter ein rosa Shirt und ein Ringelshirt nach selbem Schnitt

rosa Shirt im April
Ringelshirt als ein Teil meiner Streifenkombi im Juni; der Streifenrock war der einzige Rock in diesem Jahr

Auch zwei Sweater gab es für mich

roter Raglansweater im Oktober, an dem ich mittlerweile das Halsausschnittbündchen nochmal verbessert habe, : )


Karoshirt im Dezember

An Unterteilen habe ich natürlich auch in 2016 wieder Hosen für mich genäht.

Jeans im Februar
graue Zigarettenhose im April
eine Neuauflage meiner khakifarbenen Chino
endlich auch eine schwarze Hose im September



einen neuen Hosenschnitt ausprobiert und für gut befunden im Oktober
last, but not least eine Bermuda im August

Kleider gab es in 2016 nur zwei

ein Hängerchen im Februar für mich...
...und das Hochzeitsgastkleid für die Tochter im September

Auch einen Mantel und eine Jacke habe ich genäht; beide für die Tochter

Oversizestrickjacke zu Weihnahten; kam sehr gut an

Kunstlederjacke im Juli

Daneben habe ich 2016 einiges gestrickt

gelbes Jäckchen im Januar
rosa Pulli imApril
ein Sommerstrickjäckchen für die Tochter im Mai...
....un eines nach demselben Schnitt für mich im September
ein Musterjäckchen im Rahmen des Herbstjacken-Knit-Alongs
eine Longjacke im Dzember
der Überraschungserfolg, das Tuch im Rahmen des Sommer-Shawl-Knit-Alongs

Sowohl die gestrickten, als auch die genähten Sachen fügten sich gut in die vorhandene Garderobe ein und werden gern und fleißig getragen.
Gerade hinsichtlich der Strickjäckchen bin ich froh, dass ich mittlerweile eine Reihe von Jäckchen in verschiedenen Farben habe und eines davon immer als wärmendes Obendrüber passt.

Nach wie vor mische ich meine handgefertigten Teile munter mit Kaufkleidung, wobei ich für mich dieses Jahr, außer Unterwäsche und Strümpfen, kein einziges Teil geshoppt habe. Ich hatte mir gar nicht vorgenommen, keine Kaufkleidung für mich zu erwerben; das hat sich einfach so ergeben.
Mittlerweile ergeben sich auch immer mehr koplette Me-Made-Outfits.

So kann es in 2017 gerne weitergehen; ich freue mich darauf.

Rutscht gut ins neue Jahr,
 lG von Susanne