Dienstag, 6. November 2018

MMM:Lückenfüller oder Übergangsmantel

Mir ist aufgefallen, dass ich gar keinen Herbstmantel besitze.

Ich meine jetzt nicht eine Funktionsjacke für nasskaltes Herbstwetter, sondern  einen Mantel für eher trockene und vielleicht noch sonnige Tage, der nett aussieht und warmhält bei den zuweilen schon empfindlich kühlen Temparaturen.

Bisher habe ich dann gerne meinen Andy Coat getragen, aber den musste ich jetzt leider aussortieren; der Oberstoff sah nicht mehr schön aus und zog Fäden.

Die Lücke sollte also gefüllt werden.

Erst schwebte mir ein  Karostoff für einen neuen Mantel vor, aber dann entdeckte ich beim Sichten der neuen Stoffe für den Saisonwechsel in diversen Onlineshops einen Tweedstoff mit farbigen Einsprengseln; auch ein typischer Herbststoff, aber dezenter, als ein Karomuster.

Der Schnitt stand schnell fest.
Es sollte der Mantel aus der Burda-Easy Herbst/Winter 2015 sein.

Quelle:Burda Easy HW 2015

Der schlichte Schnitt mit Rundhalsausschnitt ist ganz mein Geschmack und die gerade, lockere Form gibt die Möglichkeit, je nach Wetterlage, mehr oder weniger drunterzuziehen.

In Nähbloggerkreisen ist der Schnitt bereits vielfach umgesetzt worden und ich habe den Mantel auch schon für meine Tochter, hier, genäht.

Einiges habe ich wieder am Schnitt geändert:

-Statt der vorgesehenen, aufgesetzten Taschen habe ich Eingriffstaschen mit einer runden Klappe gearbeitet.




Insgesamt sind mir die Klappen ein wenig groß geraten, aber eigentlich finde ich sie so ganz witzig.

-Da der Mantelschnitt verschlußlos ist, habe ich an den vorderen Kanten 3cm hinzugegeben, um meinen Mantel mit Druckknöpfen schließen zu können.
Dies wird im Heft als Extratipp vorgeschlagen.

-Der Schnitt kommt ohne Futter aus, aber obwohl mein Tweedstoff eine schwarze Strickabseite hat,





habe ich mich für meinen Mantel für ein Futter entschieden.
Ich finde zum einen, dass die Strickabseite nicht gut über die Unterkleidung rutscht und zum anderen gefällt mir der harte Kontrast von Abseite und Stoff nicht.
Das Futter habe ich mit der Nähmaschine eingenäht, aber den unteren Mantel- und Futtersaum von Hand gearbeitet.






Für das milde Herbstwetter in dieser Woche ist der Mantel die perfekte Hülle.















Mit meinem Mantel gehe ich hinüber auf den MMM-Blog dort kann heute handgefertigte Kleidung an der Frau gezeigt werden und ich freue mich auf eine interessante Runde.

Gastgeberin im November ist Nina von Kleidermanie, die einen kompletten von Kopf-bis-Fuß-Herbstlook präsentiert; wow!

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen von
Susanne


Bilder: Der Sohn

Manteltweed von Stoffe-Creativ
Strickjacke:selbstgestrickt
Jeans:selbstgenäht nach Burda 6798V

Hinweis in Sachen Werbung:Die Nennung der Stoff- und Schnittquellen ist rein informativ; es besteht keine kooperation und sowoh Stoff, als auch Schnitte habe ich selbst gekauft.










Dienstag, 30. Oktober 2018

Oversized Sweater

Der Pulloverschnitt 111 aus der Novemberburda 2018 hat das Merkmal oversized wirklich verdient, denn er fällt, wie ich finde, wirklich übergroß aus.


Quelle:Burdastyle 11/2018-111


Man erahnt es schon, wenn man das Model im Heft anschaut, dem ein Gürtel um die Taille geschlungen wurde, der die Weite des Pullis bändigt.

Daher habe ich auch ohne zu zögern die kleinste Größe, die 36, abgenommen, aber nach der ersten Anprobe musste ich sowohl die Weite an den Seiten noch um je 1cm reduzieren, als auch die Länge um 8cm kürzen.
Denn ich wollte zwar einen lässigen Sweater nähen, aber auch nicht das Gefühl haben, im Stoff zu versinken.

Vielleicht lag es aber auch am Stoff selbst.
Verwendet habe ich einen Bio-Sweat aus 100% Biobaumwolle,  auf der rechten Seite mit kleiner Struktur,  der zwar nur leicht dehnbar ist, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass er beim Nähen "wächst".




Zu nähen war der Schnitt mit den überschnittenen Schultern schnell und einfach.
Lediglich die Versäuberung des  V-Ausschnittes erforderte ein wenig Sorgfalt.

Ich habe meinen Sweater ganz einfach gehalten und die Säume nur umgenäht.
Der Schnitt bietet aber sicher nette Variationsmöglichkeiten, wie farbige Bündchen oder etwa die Verwendung von andersfarbigem Stoff für die Ärmel.










Nachdem ich dann den Pulli ein paar Stunden eingetragen hatte und mir auch die Fotos angesehen habe, fand ich den durch die Weite verursachten abstehenden Saum doch unansehnlich.

Kurzerhand habe ich den Saum abgeschnitten und durch ein neu zugeschnittenes und sehr gedehnt angenähtes Bündchen aus Stoff ersetzt.
Ich bin froh, dass ich das noch geändert habe, denn dadurch liegt der Saum des Sweaters viel besser an.

Hier noch ein Foto mit neuem  Saumabschluß an der Puppe:




LG von Susanne


Bilder vom Ehemann

Bio-Sweat von Lebenskleidung

Hinweis in Sachen Werbung:
Die Nennung der Stoff- und Schnittquelle ist rein informativ; es besteht keine Kooperation und sowohl Schnitt, als auch Stoff habe ich selbst gekauft

Sonntag, 14. Oktober 2018

Schlichte Fleecejacke

Für meine morgendliche Hunderunde und auch für die Fahrten zum Sport brauchte ich dringend eine  neue Fleecejacke, nachdem ich eine alte Kaufjacke ausmustern musste.

Auf der Suche nach passendem Stoff bin ich im Netz über Merino-Fleece gestolpert.
Die Qualität, 80% Merino-Schurwolle und 20% COkbA, hörte sich toll an, der Preis war entsprechend happig.

Nach etwas Bedenkzeit bestellte ich 1,5m in hundehaarfreundlichem Hellgrau.
Eigentlich bevorzuge ich dunkle Fleecejacken, aber darauf fallen nun mal die blonden Haare von Hugo besonders unangenehm auf.

Für eine Jacke sind 1,5m nicht gerade reichlich, aber da der Stoff teuer ist und ich nicht wußte, was mich erwartet, konnte ich mich zu mehr nicht durchringen.

Bei der Schnittsuche fielen wegen der knappen Stoffmenge schon mal Jacken mit Kapuze heraus, aber dann erinnerte ich mich an einen simplen Jackenschnitt aus der Ottobre 4/2003, Nr.42, den ich schon einmal verwendet hatte.
Hier habe ich die Jacke auch gezeigt.

Ich war sehr gespannt, als ich das Stoffpäckchen öffnete und wurde nicht enttäuscht; der Fleece ist ein Traum, sehr voluminös (420g/m ) und flauschig weich.
Allerdings roch nach der Vorwäsche im Wollwaschgang der Maschine die ganze Waschküche intensiv nach nassem Schaf; in getrocknetem Zustand ist davon aber nichts mehr zu riechen.

Zum Zusammennähen der Jacke musste ich den Obertransportfuß an die Nähmaschine montieren, sonst hätte ich die Stofffülle nicht bewältigen können.
Aus diesem Grund habe ich auch auf den im Schnitt vorgesehenen Kragen verzichtet und den Halsausschnitt mit einem Beleg aus dünnerem Stoff versäubert.






Im Schnitt sind keine Taschen vorgesehen und ich habe überlegt, welche aufzusetzen, letztlich aber wegen der Dicke des Stoffes davon abgesehen.
Außerdem habe ich mir aus dem Hollandurlaub eine schicke Gürteltasche mitgebracht, die groß genug für Schlüssel, Taschentuch und Hundeleckerlis ist, so dass ich auch gut darauf verzichten kann.
Ein Rest für Taschen wäre aber noch übrig, falls ich es mir noch anders überlege.

Die Jacke habe ich bewußt ganz schlicht gehalten, lediglich das Reißverschlußband innen habe ich mit einem roten Stoffstreifen versäubert.






Den unteren Saum habe ich nicht eingeschlagen, sondern nur rundherum mit der Ovi versäubert, was ich mir von meiner alten Kaufjacke abgeschaut habe; mir gefällt das so.

Der Schnitt fällt groß aus; ich habe die Größe 38 genäht und die Jacke sitzt an mir locker figurumspielend.
Das ist mir auch sehr recht, denn so kann ich problemlos noch einen dickeren Pulli unterziehen.










Die Tochter hat die Jacke, als sie auf der Puppe hing, entdeckt und anprobiert und schon begeistert Bedarf angemeldet, : ).
Ich hätte durchaus Lust, noch eine zu nähen; ein paar Veränderungen am Schnitt kommen mir da gleich in den Sinn...

LG von Susanne


Bilder von mir bzw dem Ehemann

Jackenschnitt aus der Ottobre-Kids 4/2003-42
Merino-Fleece von Stoffversand4u
Teilbarer Reißverschluß(60cm) von der rote Faden
Streifenshirt:selbstgenäht,
Jeans:selbstgenäht 
Tuch:selbstgestrickt

Hinweis in Sachen Werbung:
Die Nennung der Schnitt- und Stoffquelle ist rein informativ; es besteht keinerlei Kooperation und sowohl den Schnitt, als auch den Stoff  habe ich selbst gekauft



Samstag, 6. Oktober 2018

Nachschlag, oder zweite Samthose...

..in schwarz.

Wie schon erwähnt, auf Wunsch der Tochter verlängert.
Zugegeben habe ich 8 cm und dabei die Beinweite noch ein wenig verschmälert, aber es hätte durchaus noch etwas mehr sein dürfen; ist aber so okay; der Saumumschlag ist halt sehr schmal ausgefallen.

Wie auch bei der dunkelgrünen Variante- Details :siehe vorheriger Post-habe ich wieder Hüftpasentaschen hinzugefügt und ansonsten passt und sitzt der Schnitt ohne Änderung.











Ein schönes, sonniges Wochenende und lG
von Susanne

Fotos von mir

Strickjacke:selbstgestrickt
                   Natürlich wieder meine und nicht ihre.
                   Die Tochter reist zum Wochenendbesuch gerne mit leichtem Gepäck an, denn :"Ich weiß
                   ja, dass du genug Sachen im Schrank hast, die mir passen, Mama."

Stretch-Samt:Der rote Faden

Hinweis in Sachen Werbung:
Die Nennung der Stoff- und Schnittquelle ist rein informativ; es besteht keine Kooperation und sowohl Stoff-, als auch Schnitt habe ich selbst gekauft.

Montag, 1. Oktober 2018

Trackpants aus Samt

Die Tochter ist gerne bequem, aber trotzdem nett angezogen unterwegs.

Daher kam ihr die locker geschnittene Samthose aus der Septemberburda 2018 gerade recht;


Quelle:Burda Style 9/2018-103

ein gemütlicher Jogginghosenschnitt, aber aus weichem, schick glänzendem Material.
Bei den sinkenden Temperaturen im beginnenden Herbst hat man ja gerne ein flauschiges Stöffchen am Bein.

Der Schnitt ist von Burda als super easy eingestuft; es handelt sich nur um ein Vorder- und Hinterhosenteil, an den ein Bund mit eingezogenem Gummi angesetzt wird.

Da der Schnitt keine Taschen enthält, die Tochter aber gerne welche haben wollte-man will ja gerade in der beginnenden kalten Jahreszeit zumindest gerne mal ein Taschentuch in die Hose stecken können-habe ich dem Schnitt Hüftpassentaschen hinzugefügt.



Auch mit den zusätzlich eingefügten Taschen war der Schnitt blitzschnell zusammengesetzt, genäht und versäubert; ich habe dafür genau zwei Stunden gebraucht und währenddessen auch noch ein schönes Tässchen Kaffee getrunken, : ).

Der Stoff ist ein Samt-Strech, der, ähnlich wie Nickystoff, ein gewisses Volumen mitbringt, aber dennoch weich fällt und etwas glänzt und sich problemlos verarbeiten ließ.
Da die Tochter sich nicht für eine Farbe entscheiden konnte, haben wir den Samt in dunkelgrün und schwarz geordert.

Die dunkelgrüne Samtpants, die die Tochter auf den Bildern trägt, habe ich beim Zuschnitt in Originallänge, also einer 7/8 Länge, belassen.
Die noch anstehende schwarze Hose werde ich auf Wunsch der Tochter verlängern, damit ein kleiner Unterschied zwischen den Samthosen entsteht.

Genäht habe ich die Größe 36, die ohne Anpassungen passt.









Einen guten Wochenbeginn und lG von
Susanne


Bilder von mir

Samt-Stretch vom roten Faden

Hinweis in Sachen "Werbung":Die Nennung des Schnittes und der Stoffquelle soll rein informativ sein; es besteht keinerlei Kooperation und sowohl Stoff, als auch Schnitt habe ich selbst gekauft.

Dienstag, 4. September 2018

MMM im September

Heute trage ich wahrscheinlich mein letztes Sommeroutfit in diesem Jahr, denn obwohl es tagsüber noch ordentlich warm und sonnig ist, hängt doch schon ein Hauch von Herbst in der Luft.
Und spätestens gegen Abend brauche ich ein wärmendes Jäckchen und Socken für die bloßen Füße.

Den Sommer habe ich in diesem Jahr sehr genossen, war viel im Freien und habe nur ein paar Shirts und Tops für die Tochter und mich genäht.
So auch das  Blusentop aus Viskose mit Libellenprint, das ich heute anhabe.

Den Stoff dafür hatte ich schon letztes oder vorletztes Jahr gekauft, so genau weiß ich das nicht mehr.
Der Schnitt ist wieder aus der diesjährigen Februarburda, wie schon dieses hier.

Diesmal ist mir der Ausschnitt mit Beleg gelungen, ohne zusätzlich ein Gummiband zum Einhalten des Ausschnitts einziehen zu müssen.




Die Ärmellänge habe ich bei diesem Top um ein gutes Stück gekürzt; je weniger Stoff, desto angenehmer war mir bei der sommerlichen Hitze ein Kleidungsstück.




In diesem Sommer habe ich auch sehr häufig zu meiner Leinenbermuda gegriffen, so dass ich mir  noch ein zweites Exemplar genäht habe.
Diese robustere Variante ist aus Nadelstreifenjeans, mit Fake-Taschenklappen, Gürtelschlaufen und eingenähter Bügelfalte; wobei ich mir die Bügelfalte auch hätte sparen können, da sie im Stoffmuster untergeht.
Für den Hosensaum habe ich den Fransenstreifen der Webkante genutzt; mir gefiel der Kontrast zum Nadelstreifendruck.










Mein Outfit schicke ich hinüber auf den MMM-Blog, wo heute wieder selbstgefertigte Kleidung an der Frau präsentiert werden kann.

Ich bin gespannt, ob auch schon erste Herbstkleidung zu sehen sein wird; Inspiration für den Saisonwechsel kann man ja immer gut gebrauchen.

Gastgeberin ist diesmal Dodo von Dodosbeads, die zeigt, dass beim Selbernähen  nicht nur "Tops" entstehen, sondern eben auch mal ein "Flop" herauskommt; passiert uns allen mal.


LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Bilder vom Ehemann

Blusentop:selbstgenäht, Schnitt:Burda Style 2/2018-108; Viskoseprint von Stoff&Stil
Bermuda:selbstgenäht, Schnitt :Burda Style 8/2012-138; Nadelstreifenjeans von Alfatex

Hinweis in Sachen "Werbung":
Die Nennung der Schnittmuster und Stoffquellen ist rein informativ; es besteht keinerlei Kooperation und sowohl Stoffe, als auch Schnittmuster habe ich selbst gekauft

Sonntag, 15. Juli 2018

Kurzer Jumpsuit im Dschungelprint

Neben dem Sommerkleid von neulich wünschte sich die Tochter auch noch einen kurzen Overall.

Ihre Wahl fiel auf den Schnitt aus der Maiburda von 2016.


Quelle:Burda Style 5/2016-118A

Dieser Schnitt ist, anders als der Jumpsuit, den ich ihr letztes Jahr genäht hatte, auf Sweat- oder Jerseystoffe ausgelegt.
Ich arbeite ja gern mit Jerseystoffen und fand einen hübschen Jersey mit Blättermuster, den ich nach dem okay der Tochter orderte.

Laut Anleitung werden die Kanten von Hals- und Armausschnitt nach links gebügelt und abgesteppt.

Da mein Printjersey mit einer Mischung aus 80% Viskose, 15%Leinen und 5%Elastan aber sehr weich ist, habe ich auf alle Kanten Formband gebügelt, um ein Ausdehnen zu verhindern.

In der Anleitung wird davon nichts erwähnt, was mich wundert; bei festeren Sweatstoffen mag die vorgeschlagene Verarbeitung funktionieren, aber das Modell wird im Heft auch aus Seidenjersey gezeigt und ich kann mir nicht vorstellen, dass feine, leichte Jerseystoffe ohne eine Stabilisierung in Form bleiben.

Das Oberteil ist ein wenig länger geschnitten und fällt so schön leger über den Tunnelzug in der Taille.
Zusätzlich zum Gummiband habe ich in den Taillentunnel eine selbstgedrehte Kordel aus den Resten der Wolle des Männerpullovers für den Freund eingezogen.



Besonders ist bei diesem Modell die Rückansicht; hier wird der Träger des Jumpers mit dem Rückenteil verschlungen, was einen hübschen Effekt ergibt.




Und in der Hose sind Nahttaschen eingearbeitet.
Genäht habe ich die Größe 36, die der Tochter sehr gut passt.









Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und LG
von Susanne


Bilder von mir

Printjersey von Alfatex

Hinweis in Sachen "Werbung":
Die Benennung der Stoffquelle und des Schnittmusters soll rein informativ sein.
Es besteht keinerlei Kooperation und sowohl Schnittmuster, als auch Stoff habe ich selbst gekauft