Montag, 17. Juli 2017

Shirt aus Webware

Da es dieses Jahr schon oft sehr heiß war und der Sommer gerade erst begonnen hat, habe ich einen erhöhten Bedarf an lufigen Oberteilen.
Bei Hitze besonders angenehm zu tragen finde ich gerade lockere Shirts aus leichter Webware und außerdem wirken sie ein wenig feiner, als Shirts aus Jersey.

Getestet habe ich Burdastyle 7/2013-112, eigentlich ein Kleiderschnitt, den ich zum Shirt gekürzt habe.
Gut gefielen mir die weiten, kurzen Ärmel, welche uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und genügend Luftzufuhr versprechen.
Geändert habe ich den Ausschnitt, von einem V zu einem Rundhals und den Saum habe ich ein wenig gerundet.

Genäht habe ich das Shirt aus dünner, leicht durchscheinender Viskose mit kleinem Papageienprint.
Da die Viskose leicht transparent ist, habe ich Vorder- und Rückenteil gedoppelt. Ich mag es einfach nicht, wenn der BH durchscheint und bei Hitze mag ich auch kein Unterziehshirt anziehen müssen; damit wäre der luftige Effekt ja wieder aufgehoben.
Ich habe überlegt, ob ich für die Doppelung des Shirts einfarbigen Stoff besorgen soll, da der kleine Print in doppelter Lage durchscheint, mich aber dagegenentschieden.
Zum einen hatte ich ausreichend Stoff für eine Doppelung bestellt und zum anderen finde ich die durchscheinenden Vögelchen ganz charmant.



Die Säume von Halsausschnitt und Ärmeln habe ich mit einem roten Besatzstreifen aus Jersey versäubert, der auf der rechten Seite ein klein wenig hervorlugt.



Der Schnitt kommt ohne jegliche Abnäher daher und ist lediglich minimal tailliert.
Auf Brustabnäher kann ich bei meiner kleinen Oberweite aber problemlos verzichten.

Genäht habe ich die Größe 38, da es mir bei einem lockeren Shirt auf einen cm mehr oder weniger nicht ankam und ich finde sie auch, was die Weite betrifft, ok; für ein Kleid würde ich aber wohl noch eine Größe heruntergehen; das dürfte auch ausreichend sein.







Genießt den Sommer,
lG von Susanne
 
Fotos:Der Ehemann

Jeans:selbstgenäht, Burda 6798 V
Flip-Flops:Deichmann


Mittwoch, 5. Juli 2017

Stand der Dinge

Äußerlich passiert auf meinem Blog gerade,.... äh...,  nichts.

Hinter den Kulissen nähe ich aber, ganz selbstlos, für die Tochter.

Na ja, so ganz selbstlos nicht.
Ich nähe gerne für die Tochter, weil es mir ermöglicht, Schnitte auszuprobieren und /oder Stoffe zu verwenden, die ich hübsch und interessant finde, aber für mich selbst nicht in Frage kommen. Beim Nähen für die Tochter habe ich den Nähspass und kann mich am Ergebnis an der Tochter erfreuen. Und außerdem macht Schenken ebenfalls Spass.

Entstanden ist daher einmal das Sommerkleid 117 aus der Burdastyle 6/2017, das schon von einigen Näherinnen ausprobiert worden ist. Bei den letzten beiden.  MMM-Treffen habe ich zB sehr schöne Versionen entdeckt.
Genäht habe ich das Kleid in Größe 36 und es passt der Tochter auch in dieser Größe, allerdings finde ich, dass es für einen lockeren Schnitt burdauntypisch eher knapp ausfällt.
Zum Glück habe ich einen leichten Hemdenpopeline mit Stretchanteil vernäht, mit ganz feinen blau-weißen Streifen.
Das Kleid ist im Vorder- und Rückenteil gedoppelt, was auch nötig war, da der Stoff etwas durchscheinend ist.
Bestellt hatte ich zwei Meter Stoff und mich gefreut, dass ich genug hatte, um daraus Kleid plus Futter zuschneiden zu können.
Als ich allerdings den unteren Volant annähen wollte, um das Kleid fertigzustellen, ist mir aufgegangen, dass ich den Abschlußvolant, warum auch immer, nur einmal zugeschnitten hatte.
Mäh, der Stoff war verbraucht. Ich musste nachbestellen.
Ansonsten habe ich wieder die Schulterbreite um 1cm reduziert, meine Standardschnittänderung bei den Burdamodellen und außerdem den Schnitt vor Ansetzen des Saumvolants um 2cm gekürzt, da die Tochter lieber Mini trägt.





Um in der Wartezeitzeit nicht untätig bleiben zu müssen, habe ich ein weiteres Modell für die Tochter zugeschnitten und genäht, den Jumpsuit 102 aus der Juliburda; ein Stück für die wirklich heißen Sommertage.
Den Stoff hierfür hatte ich im Schrank; eine Gerry-Weber-Viskose, die ich im April in netter Begleitung auf dem Stoffschrottplatz in Münster erstanden hatte.

Der kleine Anzug hat einige Details, die ansprechend sind, allerdings bei der Herstellung ihre Zeit benötigen, aber netterweise gibt es für dieses Modell eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung im Heft.
Das ärmelose Oberteil mit V-Ausschnitt vorn, wie hinten, wird mit Besatzstreifen versäubert.
Beim Vorderteil habe ich mir diese Arbeit erspart, indem ich es einfach gedoppelt habe.
Gerne hätte ich das Rückteil genauso gearbeitet, aber da ich eine sparsame Stoffkäuferin bin, hat dafür der Stoff nicht ausgereicht und ich bin nach Anleitung vorgegangen.
Die Schulternähte werden nicht geschlossen, sondern jeweils mit Tunnelzügen gearbeitet und mittels eines Bandes verbunden und gerafft.
Auch die Taille wird mit einem, sogar dreigeteilten, Tunnelzug gerabeitet und gerafft; in den oberen und unteren Taillentunnel wird Gummiband eingezogen, in den mittleren Taillentunnel werden zwei Knopflöcher gearbeitet, wodurch ein Band gezogen wird.
Die kurze Hose hat Nahttaschen und, weil ja zur Zeit nichts ohne Rüschen oder Volats geht, haben die Hosenbeine eine Saumrüsche.
Auch hier habe ich die Größe 36 genäht.




Diese Woche bin ich allein mit dem Hund zu Hause und habe viel Zeit für mich.
Der Sohn hat sein Abi in der Tasche und erholt sich mit Freunden in Holland, die Tochter muss für die anstehenden Klausuren im Studium lernen und der Gatte arbeitet andernorts.

Ich überlege dann mal, was ich als nächstes nähen könnte...

LG von Susanne


Stoff für das Sommerkleid: Stretchpopeline von stoff-handel
Stoff für den Jumpsuit:Stoffschrottplatz Münster