Montag, 11. April 2016

Zeitschriften Sew Along// # 2/2016// Termin 3

Schon der dritte Termin im Rahmen des ZSSA bei Buxsen und ich hatte bisher noch nichts vorzuweisen.
Allerdings möchte ich auch nur ein Teil aus den zur Wahl gestellten Zeitschriften nähen und der Zeitrahmen ist recht großzügig.
Aber ich habe jetzt immerhin zugeschnitten.

Vor dem Zuschnitt habe ich mir das Modell meiner Wahl, die Zigarettenhose aus der aktuellen Aprilburda  noch einmal genau angesehen.
Burda zeigt vom selben Schnitt im Heft zwei Modelle aus unterschiedlichen Stoffen.

Quelle:Burda Style 4/2016-Zigarettenhose
Quelle:Burda Style 4/2016-Zigarettenhose























Auffällig ist dabei, dass das schwarze Modell recht locker zu sitzen scheint, während die orangefarbene Hose wesentlich schmaler sitzt.

Wie kommt es, dass dasselbe Modell so unterschiedlich ausfällt? Hat Burda den Schnitt in unterschiedlichen Größen genäht und/oder haben die Models unterschiedliche Kleidergrößen oder liegt es an der Stoffwahl?

Burda empfiehlt für die Zigarettenhose elastische Hosenstoffe.
Stoffempfehlungen für einen Schnitt finde ich sehr sinnvoll, da sich jeder Stoff anders verhält und die Stoffqualität entscheidenden Einfluß auf die Passform eines Kleidungsstückes hat.
Gerade bei einem Hosenschnitt halte ich mich daher gerne an die Empfehlung.

Im Zeitschriftentext zur schwarzen Hose steht, dass für das Modell Köper mit 3% Elastan verwendet worden ist, während für die orangene Hose Baumwollstoff mit 2% Elastan vernäht wurde.
Aha, der jeweilige Elastananteil der beiden Stoffe scheint hier die unterschiedliche Passform auszumachen.

Ich hatte für die Hose vorab einen Twill aus 97% Baumwolle mit 3% Elastan besorgt.
Würde ich also wert auf eine schmal sitzende Hose legen, müßte ich jetzt aussteigen und mir einen anderen Schnitt suchen oder enger nähen oder eine kleinere Größe, als meine übliche wählen.
Ich mag aber auch locker sitzende Hosen gern und bin daher bereit, auszuprobieren, wie der Schnitt an mir ausfallen wird.

Gut finde ich, dass der Schnitt einen Formbund enthält; damit sitzen Hosen gleich viel besser.

Zugeschnitten habe ich die Größe 36, meine übliche Burdagröße für Hosen.

Der Schnitt sieht eine 7/8 Länge vor und für die Beinabschlüße sollen vordere und rückwärtige Saumblenden nach Maaß zugeschnitten und dann gedoppelt verarbeitet werden, wie etwa das Saumbündchen eines Shirts.
An sich eine gute Idee; durch die doppelte Stofflage sieht es sauber aus, wenn die Beine gekrempelt werden, verbraucht aber dafür mehr Stoff und die doppelte Lage ist dann eben auch entsprechend dick.
Ich mag meine Hosen lieber in Normallänge und krempel bei Bedarf auf, so dass ich vor dem Zuschnitt die Beine entsprechend verlängert habe, wobei ich mich an Schnitt 127, aus der Burda 10/2013 orientiert habe, den ich hier schon einmal genäht habe und dessen Schnittteile ich zur Kontrolle herangezogen habe.
Auf die gedoppelten Saumabschlüße verzichte ich bei meiner Hose.

Auf der rückwärtigen Hose sollen Paspeltaschen mit Klappen genäht werden.
Ich mag solche Details, da sie den Look einer Hose wesentlich mitbestimmen. Allerdings werde ich nur die Klappen nähen, da ich funktionierende Taschen auf der Hinterhose für mich nicht brauche. Ich stecke nie etwas in die Hintertaschen meiner Hosen.

Zusätzlich werde ich an der Hose noch Gürtelschlaufen anbringen, die der Schnitt nicht vorsieht; ich trage meine Hosen immer mit Gürtel und möchte auch bei dieser Hose nicht darauf verzichten.

zugeschnittene Zigarettenhose aus Stretchtwill

Ich gehe dann mal nähen, aber vorher schaue ich mal, wie der Zwischenstand bei den anderen Teilnehmerinnen aussieht.

LG an die Gastgeberin, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Fotos von mir

Kommentare:

  1. Es würde mich auch mal interessieren, wie Burda näht. :)
    Ich denke, dass Köper einfach lockerer fällt als Baumwolle, der Elasthan-Anteil ist hier vielleicht nicht allzu ausschlaggebend. Aber ich weiß es nicht. Möglich, dass auch die Passform bei der Dame mit der orangfarbenen Hose komplett anders ausfällt. Schließlich trägt sie ein Top in Lang-Größe.
    Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt, wie die Hose bei Dir sitzt.
    LG, Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, welche Größe Burda näht und wie die Hosen im Heft von hinten aussehen wäre schon interessant, : ).
      Mein Twill mit 3% ist jedenfalls sehr stretchig; ich bin auch gespannt.
      LG von Susanne

      Löschen
  2. Es sieht fast so aus, als ob die schwarze Hose tatsächlich größer wäre, da sie auch mehr auf der Hüfte sitzt. Allerdings hat das Model in der orangen Hose die Hände in den Taschen, was die Hose nochmal enger wirken lässt. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dieses 1% Unterschied im Elasthananteil so viel ausmachen kann. Auf alle Fälle finde ich es irritierend, ohne Kommentar so unterschiedliche Fotos zu zeigen. Bin mal gespannt, wie deine Hose wird, ds Schnittmuster sieht eigentlich ganz gut aus.
    LG
    Susanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Im Heft gibt es bei der Nähanleitung den Hinweis, dass die Hose im Bund weiter geschnitten ist, so dass sie beim Tragen herunterrutscht; soll ein gewünschtes Detail sein, was man auch ändern könnte. Das sieht man bei der schwarzen Hose sehr gut.
      Mein Stoff lässt sich durch ziehen sehr dehnen, wobei der Stretchanteil ja erst beim Tragen und nach einiger Zeit seine volle Wirkung entfaltet. Ich lass mich mal überraschen.
      LG von Susanne
      LG von Susanne

      Löschen
  3. Mir gefällt die orange Hose an dem Modell deutlich besser, hätte ich nur die schwarze Hose gesehen, wäre ich auf den Schnitt nicht aufmerksam geworden... Mal sehen, was bei Dir heraus kommt... Liebe Grüße Michaela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, siehst du? Da man nicht genau weiß, warum die Modelle so unterschiedlich ausfallen und ich nur vermuten kann, dass es am unterschiedlichen Strtchanteil liegt, denn einen anderen Hinweis gibt Burda nicht, hätte ich mir, wenn ich unbedingt eine schmale Hose wollte einen anderen Schnitt gesucht. Ich finde die legere Form aber auch nicht schlecht, deshalb versuche ich es mal.
      LG von Susanne

      Löschen
  4. Auf die Idee, die verschiedenen Modelle miteinander zu vergleichen, bin ich ja noch gar nicht gekommen. Das liest sich bei dir wie Sherlock Holmes :D ... Ich habe gerade auch ein Burda Modell im Auge und werde mich gleich mal im Heft umschauen. LG, Zuzsa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. : ); Burda macht das ja oft so, also dasselbe Modell in unterschiedlichen Stoffen zeigen. Bei den Hosen ist die unterschiedliche Passform diesmal ganz gut sichtbar, da beide Models stehen und von vorn zu sehen sind. Hätte eines der beiden herumgesessen, hätte man einen Unterschied wohl nicht bemerken können.
      In erster Linie schaue ich mir die technische Zeichnung an, wenn mir ein Schnitt gefällt, aber dann schaue ich mir auch sehr genau den genähten Schnitt am Model an; da kann man das ein oder andere Problemchen des Schnittes manchmal auch gut erkennen, je nachdem natürlich, wie das Model drapiert wurde.
      LG von Susanne

      Löschen
  5. Also ich würde die Modelle auch nicht in der Passform vergleichen. Wäre ich nie darauf gekommen. Aber es ist ja auch nicht das gleicht Modell. Wenn die in der schwarzen Hose noch schlanker ist, dann wäre das ja die Antwort auf deine Frage. Ich denke, man kann das so nicht vergleichen.
    Sonst dünnerer Stoff, dickerer Stoff.
    Auf alle Fälle bin ich gespannt auf deine Hose.

    lg monika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, man weiß es nicht...; ich werde mal schauen, was herauskommt.
      LG von Susanne

      Löschen
  6. Das Modell in der schwarzen Hose durfte drei Wochen nichts essen und das Modell in der orangen Hose nur zwei Wochen.:)
    Ich denke schon die indivduelle Form der Oberschenkel ändert den Sitz einer Hose enorm, wenn Modells überhaupt Oberschenkel haben. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Hose, gerade die Taschen mit den Klappen finde ich sehr schön.
    Liebe Grüße
    Sylvia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. : ); ja, ich lass mich mal überraschen.
      LG von Susanne

      Löschen
  7. Na, das ist echt verrückt, die beiden Hosen sehen sich echt nicht so ähnlich! Ich bin gespannt ob es tatsächlich an dem Elasthananteil liegt und wie die Hose wird! Viel Spaß beim Nähen und liebe Grüße
    Katharina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auf den ersten Blick habe ich auch gedacht, es wären zwei verschiedene Schnitte.
      LG von Susanne

      Löschen
  8. Nachdem ich den aktuellen Boden-Katalog gewälzt habe, ist die Zigarettenhose ein stückweit höher in der Prioritätenliste gerutscht. Ich folge gespannt.
    Liebe Grüße,
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es gibt schon erste Ergebnisse bei Nina (Kleidermanie) und Sandra (Zufall wenns klappt), so dass ich jetzt motiviert bin, meine Hose zusammenzunähen.
      LG von Susanne

      Löschen
  9. Wie auch immer deine Hose ausfallen wird, es ist so eine wie ich sie unbedingt brauche, gute wahl!
    LG Sybille

    AntwortenLöschen
  10. Wie spannend! Ja bei so einer Hose kommen schon eingie TEile zusammen. ich denke Dir geht das Nähen schnell von der Hand, mit Deinen Chinos bist Du ja bestens geübt. Bing espannt wie die Hose an Dir ausfällt. LG Kuestensocke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mal sehen, wie gut die Details gehen, wobei ich mir die Paspeltaschen schon mal erspare.
      LG von Susanne

      Löschen
  11. Das liest sich ja interessant. Und Du hast Recht - die beiden Hosen haben eigentlich nix miteinander zu tun wenn man die Fotos sieht. Auch ich bin sehr gespannt, was bei Dir heraus kommt. Bitte lass uns teilhaben, auch wenn Du vielleicht am Ende noch ändern oder korrigieren musst. Liebe Grüße von Ina

    AntwortenLöschen
  12. "Unterschätze nie die Macht des Elasthan!" Rate mal, woher ich das weiß.
    Ich probierte das fertige Modell eines Burda-Chinoschnitts, das meine Nählehrerin genäht hatte. Wir haben in etwa die gleiche Größe und tauschen die Schnitte aus. Die Chino war mir ein Stück zu weit und so nähte ich sie aus 100 % Baumwolle. Fakt war: Die Hose war knatsch eng und ich musste die Nahtzugabe herauslassen, damit ich sie überhaupt schließen konnte. Der Schnitt hatte Elasthan vorgegeben und, obwohl mir das Probe-Modell (natürlich mit Elasthan) zu weit war, war sie mir am Ende zu eng.
    LG Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich habe auch für Hosen schon einige Stoffe mit unterschiedlichem Elastananteil ausprobiert, so nach dem Motto, ein bißchen Stretch kann nicht schaden; mein Fazit ist, wenn man eine bestimmte Passform erhalten möchte, sollte man den vorgegebenen Stretchanteil nicht unter- oder überschreiten, sonst muß man anpassen. Daher achte ich so penibel auf Stoffvorgaben.
      LG von Susanne

      Löschen
  13. oh ja, das ist in der Tat spannend: so oder so gefällt mir dieses Modell Hose unheimlich gut und wird dir sicherlich in beiden Passformen sehr gut stehen - wenn ich etwas mutiger wäre, würde ich mich auch ranwagen, aber jetzt bleibe ich erst mal bei meinen Oberteilen - da bin ich mit den rutschigen Stoffen genügend herausgefordert :-)...lG, Miriam "Mecki macht"

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, rutschige Stoffe sind allerdings nicht einfach zu verarbeiten; ich wünsche dir gutes Gelingen und lG von Susanne

      Löschen
  14. Oh Susanne da hast du ja beide Modelle nochmal genau unter die Lupe genommen. Schön. Ich kann mir aber nicht vorstellen das 1% Elasten so viel ausmachen. Ich finde ja schon das dünnere oder dickere Stoffe (bei gleicher Zusammensetzung) viel zur Passform und Fall eines Kleidungsstückes beitragen. Am Ende laufen viele Faktoren (Hüftbreite, Stoff, persönliche Proportionen...) zusammen, die über eine gute oder schlechte Passform entscheiden. Ich bin gespannt wie deine Hose wird, Nina scheint nicht so glücklich zu sein, Sandra dagegen sehr.
    Liebe Grüße Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, neben der Stoffwahl beeinflussen die von dir genannten Faktoren natürlich auch die Passform. Aber gerade Hosen können bei falscher Stoffwahl durchs Tragen noch fürchterlich nachgeben, daher bin ich bei Hosenstoffen vorsichtig geworden.
      Ich habe genäht und finde die Passform sehr gut; wenn der Stoff durchs Tragen nicht mehr allzuviel nachgibt, bin ich zufrieden.
      LG von Susanne

      Löschen
  15. Puh... Ich findes es wahnsinnig toll, wenn man sich Hosen nähten kann. Ich habe mich noch nicht rangetraut! Ich hoffe, dass dein Burda-Modell schön wird, aber deine Kleidungstücke sind noch alle toll geworden! Ich freue mich schon auf das Finale! LG Stefi

    AntwortenLöschen
  16. Toll, wie ausführlich du dich dem Schnitt gewidmet hast. Davon kann ich in meiner finalen Phase ja nur profitieren. Ich stehe ja etwas unter Druck * huuust*
    Gutes Gelingen und bis zum Finale! Ich freue mich!
    LG, Jenny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, du hast ja noch Zeit.
      Ich trage meine Hose heute schon mal Probe und zum Finale zeige ich sie dann frisch gewaschen.
      Merci und lG von Susanne

      Löschen
  17. Hallo, ich hab damals bei der ersten Burdavorschau gedacht, daß die Hose einmal in einer 7/8 Variante und in einer langen variante daherkommt und war auch erstaunt, daß es der gleiche Schnitt ist. Ich mag aber beide Varianten. Einmal ist sie richtig klassich und dann locker auf Hüfte getragen. Ich bin wirklich sehr gespannt auf dein Ergebnis.
    lg Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau, die blaue Hose sitzt baggy und die orangefarbene Hose sitzt in der Taille.
      LG von Susanne

      Löschen
  18. Toll, wie detailliert du die Schitte verglichen hast, habe meine Hose auch geschnitten da liegen. Werde mich am Wochenende ganz in Ruhe darum kümmern, habe selber einen 5% Elstananteil im Stoff. Bin schon gespannt auf dein Ergebnis.
    LG Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, schön, dass du den Schnitt auch nähst. Dein Stoff hat ja ordentlich Stretch; bin gespannt, wie du die Passform findest; ich habe meine Hose noch ein wenig enger genäht.
      LG von Susanne

      Löschen