Während ich die
Märzburda nur beim Zeitschriftenhändler durchgeblättert und wieder zurückgelegt habe, haben mir in der neuen
Aprilburda gleich mehrere Schnitte gefallen, so dass ich diese Ausgabe gekauft habe.
Zu Hause, beim gemütlichen Durchblättern auf dem Sofa, war ich dann besonders angetan von dem großgemusterten Tunikakleid.
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| Quelle:Burda Style 4/2017 |
Vielleicht lag es daran, dass draußen wunderbar sonniges Frühlingswetter war, oder weil ich in letzter Zeit vorwiegend Hosen genäht hatte, jedenfalls bekam ich richtig Lust, mir dieses Kleid zu nähen.
Nach ein bißchen Herumwühlen in meinem Stoffschrank stellte ich fest, dass ich sogar den passenden Stoff, eine leichte Viskose mit Blumenmuster, sowie dunkelgrünes Futter im Vorrat hatte.
Während der Stoff von der Maschine vorgewaschen wurde, habe ich das Schnittmuster abgenommen.
Da das Tunikakleid scheinbar ein recht lockeres Modell sein soll und meiner Erfahrung nach die Weite der locker fallenden Burdaschnitte seitens der Designer recht großzügig bemessen wird, habe ich eine Größe kleiner, als üblicherweise, abgepaust.
Zur Kontrolle habe ich am Schnittmuster die Oberweite ausgemessen und die Schnittteile um die Schneiderpuppe gepinnt; die Größenwahl schien richtig.
Kopfzerbrechen hat mir der spitze V-Einsatz des Kleides bereitet, da er zum einen nicht ganz einfach zu nähen sein würde und ich zum anderen nicht wußte, wie genau ich die Ausschnittblende zuschneiden sollte, damit das florale Muster meines Stoffes nach dem Nähen wieder zusammenpasst.
Kurz habe ich überlegt, den Einsatz einfach anzuschneiden, aber da ich mir nicht sicher war, ob sich in der Ausschnittblende Brustabnäher verstecken, habe ich mich dagegen entschieden.
Auch das Stoffmusterproblem hat sich mit einem weiteren intensiven Blick in meinen Stoffschrank erledigt; ich fand einen schwarzen Baumwollsatin, aus dem ich den Einsatz zugeschnitten habe.
Bis auf den V-Einsatz, den ich nur zweimal getrennt habe, bis er so wollte, wie ich, ließ sich das Kleid problemlos nähen.
Das Modell kommt ohne Reißverschluß aus und wird einfach über den Kopf gestreift; klappte bei meiner kopflosen Puppe wunderbar, funktioniert aber auch bei mir.
Das Futter ist mit dem Kleid am Hals und an den Armausschnitten verbunden, die leicht ausgestellten Ärmel sind ungefüttert.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, weil ich das bei den Burdamodellen mittlerweile standardmäßig ändere; die Schulterbreite habe ich schon am Schnitt um 1cm reduziert.
Außerdem habe ich das Kleid ein paar cm verlängert, da ich es nicht ganz so kurz haben möchte, wie das Model in der Zeitschrift.
Es fehlen noch die Säume an Kleid und Futter, da mir das Garn ausgegangen ist.
Aber da das Wetter sowieso wieder umgeschlagen ist zu Kälte und Regen, eilt die Fertigstellung gerade nicht.
LG von
Susanne
Stoffe und Futter von
Alfatex