Sonntag, 15. Juli 2018

Kurzer Jumpsuit im Dschungelprint

Neben dem Sommerkleid von neulich wünschte sich die Tochter auch noch einen kurzen Overall.

Ihre Wahl fiel auf den Schnitt aus der Maiburda von 2016.


Quelle:Burda Style 5/2016-118A

Dieser Schnitt ist, anders als der Jumpsuit, den ich ihr letztes Jahr genäht hatte, auf Sweat- oder Jerseystoffe ausgelegt.
Ich arbeite ja gern mit Jerseystoffen und fand einen hübschen Jersey mit Blättermuster, den ich nach dem okay der Tochter orderte.

Laut Anleitung werden die Kanten von Hals- und Armausschnitt nach links gebügelt und abgesteppt.

Da mein Printjersey mit einer Mischung aus 80% Viskose, 15%Leinen und 5%Elastan aber sehr weich ist, habe ich auf alle Kanten Formband gebügelt, um ein Ausdehnen zu verhindern.

In der Anleitung wird davon nichts erwähnt, was mich wundert; bei festeren Sweatstoffen mag die vorgeschlagene Verarbeitung funktionieren, aber das Modell wird im Heft auch aus Seidenjersey gezeigt und ich kann mir nicht vorstellen, dass feine, leichte Jerseystoffe ohne eine Stabilisierung in Form bleiben.

Das Oberteil ist ein wenig länger geschnitten und fällt so schön leger über den Tunnelzug in der Taille.
Zusätzlich zum Gummiband habe ich in den Taillentunnel eine selbstgedrehte Kordel aus den Resten der Wolle des Männerpullovers für den Freund eingezogen.



Besonders ist bei diesem Modell die Rückansicht; hier wird der Träger des Jumpers mit dem Rückenteil verschlungen, was einen hübschen Effekt ergibt.




Und in der Hose sind Nahttaschen eingearbeitet.
Genäht habe ich die Größe 36, die der Tochter sehr gut passt.









Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und LG
von Susanne


Bilder von mir

Printjersey von Alfatex

Hinweis in Sachen "Werbung":
Die Benennung der Stoffquelle und des Schnittmusters soll rein informativ sein.
Es besteht keinerlei Kooperation und sowohl Schnittmuster, als auch Stoff habe ich selbst gekauft

Dienstag, 3. Juli 2018

MMM:7/8 Sommerhose oder der ideale Hosenschnitt, wenn man keinen Reißverschluß im Haus hat

Denn die Hose, Modell 116 aus der Aprilburda von 2014 wird nicht per Zipper geschlossen, sondern über den Taschen an beiden Seiten des Bundes mit je einem Knopf.

Quelle:Burda Style 4/2014-116

Den Schnitt hatte ich schon länger auf meiner gedanklichen Nähliste.
Da weder ein Reißverschluß eingearbeitet werden muss, noch zeitintensive Absteppungen erforderlich sind, hoffte ich auf ein schnelles Projekt, denn meine Nähzeit ist derzeit begrenzt.

Schnell war ich dann leider nicht, denn ich habe die für mich relevanten Stellen der Anleitung, die Verarbeitung der Taschen und des Untertritts, trotz mehrmaligen Lesens einfach nicht verstanden.

Ich habe daraufhin die Anleitung beiseite gelegt und darauf vertraut, dass sich die Teile während des Nähvorgangs schon zusammenfügen lassen würden; zum Glück gibt es bei Burda ja die Nahtzahlen als Hilfe.

Ich habe mich also durchgewurstelt, probiert und auch getrennt und was ich fabriziert habe, sieht schlußendlich auch richtig aus und funktioniert.
Jetzt im nachhinein kann ich auch den Anleitungstext einigermaßen nachvollziehen, aber es hat um einiges länger gedauert, als ich erwartet hatte und insgesamt war es kein entspanntes Arbeiten




























Auch der Stoff, ein hellgraues Leinen, war nicht mein Wunschstoff.
Gerne hätte ich einen leichten Baumwollsatin gehabt, aber den gab es nicht in hellgrau und ich wollte unbedingt ein helles Grau.
Leinen ist natürlich ein schöner Sommerstoff, aber doch sehr knitteranfällig und für dieses Modell wäre mir ein glatter bleibender Stoff einfach lieber gewesen.

In die Vorderhosenbeine werden bei diesem Modell Bügelfalten eingebügelt.
Ich habe meine Bügelfalten mit Hilfe des Reißverschlußfüsschens gesteppt und so dauerhaft fixiert.

Und statt der Paspeltasche auf der Hinterhose hat meine Hose einfache Fake-Taschenklappen; ich hatte einfach keine Lust mehr, noch mehr Zeit in dieses Projekt zu stecken.

Burda gibt im Anleitungsjournal den Hinweis, dass der Schnitt am Bund etwas weiter konzipiert ist, damit die Hose beim Tragen nach unten rutschen kann.
Hüftig geschnittene Hosen mag ich ja gerne und der leichte Baggy-Style, der durch den locker sitzenden Bund entsteht, ist bei der sommerlichen Hitze angenehm zu tragen und bequem.
Da Leinen sich beim Tragen aber gerne noch weitet und ich nicht riskieren möchte, dass mir die Hose beim Tragen herunterrutscht, habe ich Gürtelschlaufen angebracht.










Der Juli-Me-Made-Mittwoch steht heute unter dem Motto "ich packe meinen Koffer".

An Urlaub denke ich derzeit noch nicht, denn ich habe keine schulpflichtigen Kinder mehr und werde mit dem Gatten frühestens im September Ferien machen.
Ob dann die neue Hose mitdarf, wird sich zeigen; jetzt wird sie erst mal ausgiebig im Alltag getestet.

Was die anderen Teilnehmerinnen an handgefertigter Kleidung in den Koffer packen bzw heute schönes Tragen, werde ich mir gleich ansehen.
Gastgeberin im Juli ist Claudia vom Blog buntekleider in einem Frida Kahlo inspirierten luftig leichten und sehrsehr hübschen Sommerkleid.

LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Bilder vom Sohn

Leinenjerseyshirt:gekauft