Dienstag, 6. Juni 2017

Motto-Me-Made-Mittwoch:Streifen

Auf den heutigen Motto-Mittwoch habe ich mich sehr gefreut; Streifen sind ein Muster, das ich liebe.

Die klassischen blau-weißen Streifen sind in meinem Kleiderschrank mehrfach vorhanden, sowohl in Form von gekauften, als auch selbstgenähten Shirts.
An blau-weißen Streifen kann ich einfach schlecht vorbeigehen. Spätestens im Frühjahr habe ich Lust darauf.
Streifenshirts passen bei mir unkompliziert zu vielen meiner Hosen und Röcke und stimmen mich einfach positiv, wenn ich sie überstreife.
Muß ich ein Streifenshirt ausmustern, weil es abgenutzt ist, wird es umgehend ersetzt.

Auch bei meiner Ringelkombi vom letzten Jahr bin ich beim blau-weißen Farbschema geblieben.

Ringelshirt und -rock aus 2016, vorgestellt hier

Kürzlich bin ich meiner Streifenfarbvorliebe aber untreu geworden.
Beim Durchstreifen des Stoffladens in der nächstgrößeren Stadt entdeckte ich einen mehrfarbigen Streifenstoff, der mir sofort gefiel und sich auch noch wunderbar weich, aber nicht labberig anfühlte. Die Stoffqualität ist ein leichter Romanit. Perfekt für ein Sommerkleid.

Schon im Stoffladen war mir klar, dass ich daraus ein Polokleid nach Burdastyle 4/2010-113C nähen werde.
Seit ich mein letztes Polokleid (-vorgestellt hier -), das übrigens auch blau-weiß gestreift ist, zum Nachthemd umfunktionieren musste, weil der Kragen abfärbte und auf dem Kleid unschöne Verfärbungen hinterließ, die nicht mehr herauswaschbar waren, wollte ich ein straßentaugliches Neues.

Der Schnitt ist mir mittlerweile richtig vertraut, da ich danach ja schon das ein oder andere Poloshirt genäht habe.
Diesmal musste ich aber auf ein passgenaues Aufeinandertreffen der Streifen achten.
Seitlich ist mir das gelungen, an den Ärmeln dagegen nicht.


Burda hat im Schnittmuster extra eine Hilfslinie im Ärmel und Vorderteil für die Streifenverarbeitung angezeichnet,  das hat aber, wahrscheinlich wegen der unregelmäßigen Streifen meines Stoffes, bei mir nicht funktioniert.
Ich habe überlegt, ob ich versuchen soll, die Ärmel passgenauer zuzuschneiden oder ein wenig zu zerren, aber ich hatte keine Lust, mich zu stressen bzw den Ärmel zu verformen und außerdem finde ich die Lage der Streifen so durchaus ok.


Auch mit dem Kragen hatte ich diesmal Probleme; er war zu kurz.
Das war bei meinen Poloshirts bisher noch nie der Fall. Vielleicht lag es an der Stoffqualität und unterschiedlichen Dehnbarkeit... Jedenfalls habe ich den Kragen neu zugeschnitten, wobei ich ihn ein gutes Stück verlängert habe und so hat es gepasst.
Die Ausschnittblende hat keine Knopflöcher; ich habe die Knöpfe nur der Optik wegen aufgenäht, wobei die beiden untersten die Funktion haben, den Ausschnitt "im Rahmen zu halten" ,
: ).





Jetzt bin ich gespannt, was die anderen MMM-Teilnehmerinnen an gestreifter Kleidung zu zeigen haben.

LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos:Der Ehemann

Sandalen:Geox



Samstag, 27. Mai 2017

12 Colours Of Handmade Fashion:Weiß im Mai

Im Mai hat Selmin für ihre Aktion die Farbe Weiß vorgegeben.

Sofort habe ich an ein weißes Shirt gedacht; ich liebe weiße Shirts im Sommer; sie sind so kombifreundlich.

Aber ein simples, weißes Shirt zu nähen ist auch ein bißchen langweilig.

Und dann fiel mir das kleine Stückchen Blumensatin ein, das ich neulich bei Stoff und Stil bestellt hatte, um zu sehen, wie mir die Stoffqualität gefällt; ist zwar ein Musterstoff, aber auf weißem Grund.

Für ein ganzes Top war das Stoffstück zu klein.

Also habe ich ein wenig Stoffmix bei meinem neuen Blusentop betrieben.

Das Vorderteil und der kleine Kragen sind aus Blumensatin, die Ärmel und das Rückteil sind aus schwarzem Viskosejersey aus meinem Vorrat.


Den Schnitt, Burda 7/2011-121, habe ich schon einmal hier verwendet und für gut befunden und wollte ihn immer mal wiederholen.
Habe ich hiermit getan, : ).

Bei diesem Schnitt mag ich sehr die Details, die kleinen Flügelärmel, die vorverlegte Schulternaht und den kleinen Stehkragen.
Außerdem benötigt man wenig Stoff, so dass dieser Schnitt auch ideal zur Resteverwertung ist.

Der Schnitt hat eigentlich ein längeres Rück-, als Vorderteil, sowie Seitenschlitze.
Bei meinem ersten Shirt nach diesem Schnitt habe ich dieses Detail bewußt verändert, aber diesmal hätte ich eigentlich gern nach Vorgabe genäht.
Eigentlich, denn bei der damaligen Schnittabnahme hatte ich den Schnitt wohl dahingehend geändert, dass Voder- und Rückteil auf einer Länge sind und nicht die Mehrlänge beim Zuschnitt weggeklappt.
Also hat auch das neue Shirt jetzt kein verlängertes Rückteil; auch gut.
Und netterweise passten die Seiten nach dem Zuschnitt in der Länge genau überein; da hatte ich wohl damals exakt gemessen.
Sollte ich das Shirt noch einmal nähen wollen, weiß ich jetzt Bescheid, : ).







Ein schlichtes, weißes Shirt habe ich dann auch noch genäht; ich brauche das ja doch, : ).

Schnitt:BurdaStyle8/2015-120 aus Baumwolljersey


Meine Shirts schicke ich hinüber zu Selmin, die die Mai-Beiträge in einer Galerie sammelt.
Vielen Dank an Selmin und lG, auch an die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Fotos:Der Ehemann

Caprijogginghose:Sandwich

Dienstag, 16. Mai 2017

MMM:Outfit aus dem Bestand

Heute zeige ich nichts Neues, sondern trage Kleidung aus meinem Bestand.

Das Streifenshirt habe ich letztes Jahr (klick) genäht.
Ringel gehen bei mir eigentlich immer und daher trage ich das Shirt auch sehr häufig.
Leider sieht man dem Shirt den ständigen Gebrauch mittlerweile aber auch deutlich an; der Stoff pillt. Eigentlich gehört das Shirt aussortiert, aber der Stoff trägt sich so angenehm, dass ich mich noch nicht dazu durchringen konnte.

Mit Strickjäckchen drüber kann ich mich mit dem Ringelshirt in der Öffentlichkeit noch sehen lassen.
Die Jacke ist eine meiner ältesten; gestrickt habe ich sie 2013 ( klick) und zum Glück hält sie sich sehr gut, kein Fusseln und auch keine Knötchenbildung.

Dazu habe ich meine erste lange Hose mit weitem Bein kombiniert, die ich mir erst im Februar (klick) genäht hatte.

Ich bin immer wieder froh, wenn ich feststelle, dass sich meine genähten und gestrickten Teile gut miteinander kombinieren lassen.

Getragen habe ich das Outfit bereits letzten Sonntag, als es zwar sonnig, aber, wie man auf den Bildern sehen kann, auch sehr windig und noch kühl war.
Heute wäre die Kombination definitiv zu warm.





Bei dem strahlenden Sonnenwetter heute gibt es beim MMM bestimmt viele wunderbare, sommerliche Outfits, von denen ich mich gleich inspirieren lassen werde.
Ich könnte noch ein, zwei neue Sommerkleider gebrauchen, kann mich aber immer erst dann motivieren, leichte Kleidung zu nähen, wenn die Temperaturen es auch erfordern.

Gastgeberin ist diesmal Katharina von sewing addicted, die ein sehr schönes Sommerkleid mit interessantem Knotendetail präsentiert. Gleich die erste Inspiration für mich, : ).

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Bilder:Der Gatte

Strickjacke:selbstgestrickt, Modell 111-18 von Drops-Design, inspiriert von einer Debbie Bliss Jacke
Ringelshirt:selbstgenäht, Schnitt:BurdaStyle 120-8/2015 
Hose:selbstgenäht, Schnitt:BurdaStyle 103-12/2013
Tasche:Fossil

Mittwoch, 3. Mai 2017

Motto-Me-Made-Mittwoch:Blumen

Von den farbenprächtigen, oft fantastischen Blumenprints im Stoffladen werde ich immer unweigerlich angezogen, aber ich kaufe sie meist nicht.

Ich kann sie mir an mir oft nicht vorstellen und bewundere florale Dessins lieber an anderen.

Daher gibt es nur wenig blumiges in meinem Schrank, wie etwa
das Tunikakleid, das erst kürzlich entstanden ist,

Tunikakleid, vorgestellt hier

Oder den Scuba-Sweater.
Dieser wird aber heiß und innig von mir geliebt und oft getragen.

Scuba-Sweater, vorgestellt hier und hier


Für den heutigen Motto-Mittwoch "Blumen" habe ich aber mein neues Poloshirt angezogen, ein Unishirt mit einer Prise Blümchenmuster an Kragen und Blende.
An der Puppe habe ich es schon im vorherigen Post gezeigt.




Jetzt werde ich mich bei den anderen Teilnehmerinnen des MMM umsehen.
LG an das MMM-Team sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos:Der Sohn,
          dem ich heute ganz feste die Daumen drücke für seine Abi-LK-Matheklausur
         

Strickjacke:selbstgestrickt
Hose:Esprit




Dienstag, 2. Mai 2017

Zwillingsshirts oder doppelt gemoppelt

Neulich kaufte ich einen Viskosejersey in einer meiner Lieblingsfarben, Khaki.

Vorgesehen war er für ein Sommerkleid, aber irgendwie konnte ich mich nicht für einen Schnitt entscheiden und das kühle Wetter machte mir auch keine Lust auf das Nähen eines leichten Kleides.

Kurzerhand schnitt ich daher ein Poloshirt nach dem bewährten Schnitt aus der Burdastyle 4/2010-113 zu; ein neues Oberteil kann man ja immer gebrauchen.
Schon einmal hatte ich diesen Schnitt mit Viskosejersey genäht, hier nachzulesen, was für mich gut funktionierte; ich mag den weichen Fall.

Entstanden ist ein ganz und gar schlichtes Poloshirt.



Da ich aus dem Stoff aber ein Kleid geplant hatte, war noch ein großes Stück Stoff übrig, so dass ich einfach noch ein weiteres Poloshirt zugeschnitten habe.
Doppelt gemoppelt soll ja besser halten, : ).

Zumindest habe ich beim Zwillingsshirt ein bißchen variiert und für den Kragen und die Knopfleiste einen Rest Batist mit Blümchenmuster genommen.



Der Viskosejersey ist jetzt jedenfalls verbraucht.

LG von Susanne

Sonntag, 30. April 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank:2.3, Finale

Die zweite Runde der Aktion "vom Lausteg in den Kleiderschrank" endet heute mit der Präsentation der genähten Modelle.

Diesmal habe ich mich von der Chanel-Laufstegmode inspirieren lassen, wobei ich mich letztlich auf ein kleines Top beschränkt habe.
Hier kann die Planung und dort der Fortschritt nachgelesen werden

Kurz gesagt, ich bin zufrieden, denn obwohl mir bei der Realisation des Shirts Fehler unterlaufen sind, mag ich es trotzdem sehr gern und habe es bereits mehrmals, wie auf den Fotos, mit Jeans kombiniert getragen.

 




Nun bin ich sehr gespannt auf die Ergebnisse der anderen Teilnehmerinnen, allen voran Monika, die als Gastgeberin in dieser Runde die Ergebnisse sammelt und nicht nur ein, sondern gleich zwei fantastische Modelle realisiert hat.

Vielen Dank fürs Hosten dieser Runde und lG, auch an die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne




Bilder:Der Ehemann

Jeans:one green elefant
Stiefeletten:Bellissima

Dienstag, 11. April 2017

MMM mit vom Laufsteg inspirierter Hose

Meine Familie ist ausgeflogen und der Hund und ich sind heute ganz für uns.
Ist auch mal nett, : ).
Allerdings ist jetzt auch keiner da, der mal eben ein paar Fotos von mir machen kann.
Daher gibt es heute nur Spiegelfotos.

Ich trage meine vom Laufsteg inspirierte Hose, die ich im Februar anlässlich der Aktion von Yvonne und Monika genäht und hier vorgestellt hatte.

Ich war gespannt, ob ich die Hose, die durch die Faltenpartie einen speziellen Look hat, im täglichen Leben auch tragen werde.
Erstaunlicherweise lässt sie sich aber, wie heute mit Shirt und Kapuzenjacke, unkompliziert kombinieren und ist durch ihren lockeren Sitz und den Gummizugbund praktisch, bewegungsfreundlich und bequem; passt also definitiv in meinen Alltag.





Mein Alltagsoutfit schicke ich hinüber auf den MMM-Blog, auf dem mittwochs selbstgenähte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann.
Sehr schön finde ich, dass nicht nur brandneu Genähtes gezeigt werden kann, sondern auch Selbstgenähtes, das schon länger fester Bestandteil der Garderobe ist.
Gastgeberin ist heute Dodo von Dodosbeads, die ein handgefertigtes Outfit trägt plus selbstgenähtem Mantel plus selbstgestricktem Tuch; ich glaube, mehr geht nicht.

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Shirt:Zeitlos by Luana
Kapuzenjacke:Ecko Function
Stiefeletten:H&M

Donnerstag, 30. März 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank:2.2, Fortschritt

Mein Shirt al la Chanel ist fertig

Im Prinzip war mein Profekt ja auch nur ein einfaches Shirt, ... eigentlich.

Ich bin froh, dass ich aus dem leichten Boucle nur ein Top und nicht etwa ein Jäckchen nähen musste, denn sobald er angeschnitten war, franste der weiche Stoff ganz fürchterlich.
Daher habe ich alle Teile nach dem Zuschnitt sofort mit der Overlock versäubert.

Als Schnitt für das Shirt habe ich, mal wieder, Burda 8/2015-120 verwendet; ist momentan einfach mein Lieblingsshirtschnitt.

Da der Boucle unelastisch ist, habe ich diesmal eine Nummer größer gewählt, als für meine bisherigen Shirts nach diesem Schnitt aus Jersey.

Und eigentlich hätte ich das Rückenteil in zwei Teilen zuschneiden sollen, um einen kleinen Schlitz im Rücken arbeiten zu können.
Eigentlich, ....denn das hatte ich beim Zuschnitt, warum auch immer, wohl vergessen und das Rückenteil im Bruch zugeschnitten.
Um trotzdem problemlos in das Shirt hinein und hinaus zu kommen, habe ich daher die Ausschnittblende aus schwarzem, festen Jersey genäht.

Auch das unregelmäßige Sreifenmuster hätte an den Seiten eigentlich zusammentreffen sollen.
Eigentlich, ...wenn ich nicht vergessen hätte, den Brustabnäher beim Zuschnitt zu berücksichtigen.

Die angesetzte Fransenborte zumindest hat reibungslos funktioniert, : ).

So ist es jetzt halt; trotzdem mag ich mein Shirt und werde es tragen.







Ich bin gespannt, welche Fortschritte die anderen Teilnehmerinnen mit ihren Projekten gemacht haben.
Monika sammelt die Beiträge; merci für die Organisation und

lG von Susanne

Dienstag, 28. März 2017

MMM mit Tunikakleid

Letztes Wochenende hat das Wetter gepasst; es war zwar sehr windig, aber auch schön sonnig, so dass ich mein neues Tunikakleid anziehen konnte.

Den Fertigungsbericht zum Schnitt und das Kleid an der Puppe gab es schon hier

Vor dem Anziehen musste das Kleid noch gesäumt werden.
Die Ärmel habe ich mit dem Rollsaumfuß und der Nähmaschine, den Saum von Kleid und Futter mit der Overlock gerollsaumt. Fragt nicht warum; das hat sich einfach so ergeben, : ).

Ein "Hängerchen" zu tragen ist neu für mich. Aber ich mag es, wenn das leichte Material des Kleides in Bewegung den Körper umfließt.
Das Kleid habe ich den ganzen Samstag getragen und es hat mich auch bestens durch die halbe Nacht bgeleitet; der Gatte war mit mir auf der Nacht der Museen in Düsseldorf  unterwegs.
Mit wärmendem Mantel drüber ging das wunderbar und ich fühlte mich in dem Kleid sowohl tagsüber, als auch in den langen Nachtstunden bequem und doch schick angezogen.

Bei der Vorstellung des Kleides an der Puppe, kam die Frage auf, wie weit der Schnitt denn am Körper sitzt. Daher gibt es diesmal ein paar Bilder mehr, als sonst, die den Eindruck der Passform am Körper hoffentlich vermitteln können.
Mein Gefühl beim Tragen des Kleides ist, dass die Tunika zwar locker sitzt, aber ich nicht darin versinke.











Mit meinem Kleid gehe ich hinüber auf den MMM-Blog, auf dem heute selbstgenähte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann.
Diesmal eröffnet Ina von Fitzladen als Gastbloggerin den Tag in einem wunderbaren, langen Flatterrock.

Ich bin heute erst mal mit der Tochter, die noch Semesterferien hat, unterwegs, aber später werde ich mir die Beiträge auf dem MMM-Blog ansehen.

LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos vom Ehemann

Strümpfe von Wolford
Stiefeletten von Bellissima

Montag, 20. März 2017

Tunikakleid

Während ich die Märzburda nur beim Zeitschriftenhändler durchgeblättert und wieder zurückgelegt habe, haben mir in der neuen Aprilburda gleich mehrere Schnitte gefallen, so dass ich diese Ausgabe gekauft habe.

Zu Hause, beim gemütlichen Durchblättern auf dem Sofa, war ich dann besonders angetan von dem großgemusterten Tunikakleid.

Quelle:Burda Style 4/2017
Vielleicht lag es daran, dass draußen wunderbar sonniges Frühlingswetter war, oder weil ich in letzter Zeit vorwiegend Hosen genäht hatte, jedenfalls bekam ich richtig Lust, mir dieses Kleid zu nähen.

Nach ein bißchen Herumwühlen in meinem Stoffschrank stellte ich fest, dass ich sogar den passenden Stoff, eine leichte Viskose mit Blumenmuster, sowie dunkelgrünes Futter im Vorrat hatte.

Während der Stoff von der Maschine vorgewaschen wurde, habe ich das Schnittmuster abgenommen.

Da das Tunikakleid scheinbar ein recht lockeres Modell sein soll und meiner Erfahrung nach die Weite der locker fallenden Burdaschnitte seitens der Designer recht großzügig bemessen wird, habe ich eine Größe kleiner, als üblicherweise, abgepaust.
Zur Kontrolle habe ich am Schnittmuster die Oberweite ausgemessen und die Schnittteile um die  Schneiderpuppe gepinnt; die Größenwahl schien richtig.

Kopfzerbrechen hat mir der spitze V-Einsatz des Kleides bereitet, da er zum einen nicht ganz einfach zu nähen sein würde und ich zum anderen nicht wußte, wie genau ich die Ausschnittblende zuschneiden sollte, damit das florale Muster meines Stoffes nach dem Nähen wieder zusammenpasst.
Kurz habe ich überlegt, den Einsatz einfach anzuschneiden, aber da ich mir nicht sicher war, ob sich in der Ausschnittblende Brustabnäher verstecken, habe ich mich dagegen entschieden.
Auch das Stoffmusterproblem hat sich mit einem weiteren intensiven Blick in meinen Stoffschrank erledigt; ich fand einen schwarzen Baumwollsatin, aus dem ich den Einsatz zugeschnitten habe.

Bis auf den V-Einsatz, den ich nur zweimal getrennt habe, bis er so wollte, wie ich, ließ sich das Kleid problemlos nähen.
Das Modell kommt ohne Reißverschluß aus und wird einfach über den Kopf gestreift; klappte bei meiner kopflosen Puppe wunderbar, funktioniert aber auch bei mir.
Das Futter ist mit dem Kleid am Hals und an den Armausschnitten verbunden, die leicht ausgestellten Ärmel sind ungefüttert.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, weil ich das bei den Burdamodellen mittlerweile standardmäßig ändere; die Schulterbreite habe ich schon am Schnitt um 1cm reduziert.
Außerdem habe ich das Kleid ein paar cm verlängert, da ich es nicht ganz so kurz haben möchte, wie das Model in der Zeitschrift.







Es fehlen noch die Säume an Kleid und Futter, da mir das Garn ausgegangen ist.
Aber da das Wetter sowieso wieder umgeschlagen ist zu Kälte und Regen, eilt die Fertigstellung gerade nicht.

LG von Susanne

Stoffe und Futter von Alfatex

Donnerstag, 16. März 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank:2.1, der Plan

Die Aktion " vom Laufsteg in den Kleiderschrank" geht in die 2.Runde und da mir die erste Runde so viel Spass gemacht hat, bin ich gerne wieder dabei.

Diesmal möchte ich einen Stoff vernähen, der bestimmt schon zwei Jahre in meinem Schrank schlummert.


Es handelt sich um einen Boucle im Chanel-Stil, so dass es naheliegt,  mich von den Chanel-Runway-Looks inspirieren zu lassen.

Leider kann ich aus dem Boucle kein Jäckchen oder einen Mantel a la Chanel nähen, denn dafür ist der Stoff einfach zu dünn.
Aus diesem Grund liegt der Boucle auch schon so lange in meinem Vorrat; ich hatte keine Idee, was ich statt Jacke oder Mantel daraus nähen soll.

Ich habe mich also ein bißchen durch die Chanel-Laufstegshows  geklickt und bin bei diesem lässigen Look hängen geblieben.

Quelle:Vogue Germany; Chanel, Cruise Collektion 2017

Ein lockeres Kleid nach einem schlichten Schnitt wäre eine Option für meinen Stoff.

Aber dann habe ich noch ein bißchen nachgedacht. Ich war mir nicht sicher, ob ein Kleid wirklich das Richtige für mich wäre, denn irgendwie hänge ich an der Idee, den schicken Bouclestoff mit Jeans kombinieren zu können.
Bei der Betrachtung meiner Inspirationsquelle hatte ich dann den Einfall, das Kleid zum Shirt zu kürzen.

Es soll also ein Shirt a la Chanel werden, das ich gut zu Jeans kombinieren kann; ich denke, das entspricht mir besser.

Meinen Plan verlinke ich bei Monika, die diesmal das Projekt betreut und die Beiträge sammelt; vielen Dank dafür.
Ich habe schon ein wenig bei den anderen Teilnehmerinnen geschaut und viele schöne und spannende Ideen gesehen.

LG von Susanne