Dienstag, 22. Dezember 2015

Beim letzten MMM im alten Jahr...

...bin ich dabei mit einer neuen Jeans und einem neuen Shirt.

Die Jeans ist, quelle surprise, : ), eine Boyfriend-Jeans nach Burda 6798 V.
Ja, schon wieder, aber wenn ich diesen Schnitt nähe, weiß ich, dass ich eine Hose bekomme, die mir passt und die ich gerne trage. Ich muß mich nur an die Nähmaschine setzen und kann die Hose ganz gemütlich nähen.

Den Stoff, einen dunkelblauen Denim ohne Elastan, hat mir Sandra von Rehgeschwister in die Hand gedrückt, als ich beim Nähbloggerinnen Treffen in Köln bei Stoff &Stil am Regal für Jeansstoffe vorbeigeschlendert bin. Genau richtig für eine Boyfriend-Jeans.

Genäht habe ich, wie bei der letzten Boyfriend, die Größe 34 und diesmal als einzige Änderung den Bund um
1cm vertieft.
Die Ziernähte sind diesmal gelb.
Ja, ich weiß, dass ich behauptet habe, mir gefielen die gelben Absteppungen nicht so gut.
Aber in letzter Zeit gab es so viele schicke Jeanshosen, die alle gelbe Ziernähte hatten, zB bei Sybille vom Büro für schöne Dinge, bei Katharina von Fröbelina, oder auch bei Sandra von Rehgeschwister.
Jedenfalls habe ich zielstrebig nach dem gelben Absteppgarn gegriffen, als ich mir welches für die Jeanshose ausgesucht habe.

Das Shirt ist ein Ringel-Reste-Shirt.
Mir war nach einem neuen, lockeren Streifenshirt und ich hatte im Schrank noch einen Rest Ringelstoff von diesem Shirt.
Ganz gereicht hat der Streifenstoff nicht, so dass ich ihn mit einem Rest Sweat von dieser Jogginghose kombiniert habe.
Normalerweise bewahre ich Reststücke eines Nähprojektes nicht auf, da ich meist nicht weiß, wofür ich die kleinen Stücke noch verwenden soll. Aber bei beiden Reststoffen fand ich die Stoffqualität so schön, dass ich sie nicht einfach entsorgen konnte.
Den Schnitt des Shirts habe ich von einem Kaufshirt abgenommen, das seine Zeit hinter sich hat.

Die Bilder sind von gestern Nachmittag, draußen, im Sonnenschein. Und ich habe noch nicht einmal gefroren, als ich die Strickjacke für die freie Sicht auf Shirt und Jeans abgelegt hatte.

Bei diesen Temperaturen könnte man fast ein weihnachtliches Barbecue veranstalten.
Ich sollte das besser nicht laut sagen; ich glaube, meine Männer wären sofort Feuer und Flamme. Wobei, ich hätte ja zumindest meinen warmen, roten Wintermantel zum Überziehen und würde bestimmt nicht frieren. Schließlich habe ich ja mühevoll eine Thermozwischenlage eingenäht.












Ach ja, die Applikation auf dem Rückteil des Shirts mußte drauf, wegen eines kleinen Nähunfalls.
Irgendwie habe ich es geschafft, beim Zurückschneiden der Nahtzugabe in das Rückteil zu schneiden. Himmel, war ich sauer...


...aber jetzt geht es wieder; :).

Und nun schaue ich auf dem MMM-Blog vorbei; dort kann mittwochs selbstgenähte Kleidung an der Frau gezeigt werden.
Gastgeberin ist heute Lucy von Nahtzugabe, die ihre frischgestrickte und sehrsehr hübsche Musterstrickjacke vorstellt.
Mal sehen, wer einen Tag vor Weihnachten sonst noch Zeit und Lust hat, sich auf dem virtuellen Laufsteg einzureihen.

Ich wünsche allen ein schönes Fest, hüpft gut ins Neue Jahr, wir lesen uns,

lG von Susanne


Fotos:Der Sohn

Strickjacke:Cyrillus
Shirt:selbstgenäht, Schnitt:abgelegtes Kaufshirt
Boyfriend-Jeans:selbstgenäht, Burda 6798 V
Stiefelletten:Bellissima

Sonntag, 20. Dezember 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along 2015:Finale

Heute, am 4.Advent, treffen sich die Sew-Along-Teilnehmerinnen auf dem MMM-Blog und zeigen ihre Festagskleidung an der Frau.
Eröffnet wird das Finale von unseren Gastgeberinnen.
Herzlichen Dank nochmal für die Organisation und Leitung des Sew-Alongs; es war mir ein Vergnügen, gemeinsam das diesjährige Weihnachtsoutfit zu nähen.

Meine Bilder sind von Freitag, denn da habe ich mein Outfit bereits zum vorweihnachtlichen Familientreffen mit Abendessen und Geschenkeaustausch getragen.

Der Lurexanteil auf dem Shirt kommt auf den Fotos leider nicht heraus, aber in echt glitzert das Shirt sehr schön, aber recht dezent, was mir gut gefällt.
Der Schnitt ist etwas lockerer und das Shirt, wegen Stoffknappheit, recht kurz. Aber auch das gefällt mir und passt gut zum Rock.

Den Rock habe ich vor dem ersten Tragen nochmal gewaschen; jetzt beulen die Tascheneingriffe auch nicht mehr, die ich wahrscheinlich während des Nähens zu energisch gebügelt habe.
Mit dem Bügeln muss man bei diesem Stoff sowieso zurückhaltend sein, da sich sonst die Nahtzugaben durchdrücken. 
Ich habe den Rock nach dem Waschen zum Trocknen auf einen Bügel gehängt und dann nur noch kurz von links das Futter ein wenig glattgebügelt.
Auch mit dem Rock bin ich sehr zufrieden;  der Stoff hat das längere Sitzen im Auto auf dem Weg zur Verwandtschaft nicht übel genommen und knitterfrei überstanden und dank des Futters mußte ich nichts zurechtziehen, sondern der Rock rutschte von selbst  an Ort und Stelle.

Ich habe mich an dem Abend in meinem Set sehr wohlgefühlt; ich konnte mich ungehindert bewegen, die Verwandtschaft umarmen und mit den Nichten herumzappeln, ohne mein Ensemble zurechtzupfen zu müssen und schick angezogen fühlte ich mich auch.











Nun bin ich aber gespannt, auf die Weihnachtsoutfits der anderen.

LG an die Gastgeberinnen und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos:Der Ehemann

Shirt:selbstgenäht, Schnitt:Ottobre-Kids 1/2007
Rock:selbstgenäht, Schnitt Burda 10/2015-107
Strumpfhose:Wolford
Schuhe:Gabor



Dienstag, 15. Dezember 2015

MMM mit Sternenrock

Spätestens im Advent erinnere ich mich wieder an meinen Tweedrock mit den aufgenähten Sternen, da er so gut in die Weihnachtszeit passt.

Bereits im letzten und vorletzten Jahr -hier und hier-habe ich ihn zum me-made-Mittwoch getragen und gezeigt und auch in diesem Jahr habe ich ihn wieder angezogen.

Im letzten Jahr hatte ich bemängelt, dass er ein wenig spack an mir sitzt; in diesem Jahr ist davon zum Glück nichts zu spüren-sehr gut.
 ( Da ich keine Waage besitze, bemerke ich zusätzliche Kilos lediglich, wenn die Kleidung plötzlich enger sitzt, : ) ).

Der Tweedrock mit den aufgenähten Sternen ist das einzige Kleidungsstück mit weihnachtlichem Motiv, das ich besitze.
Selbst der gute, alte Norwegerpulli fehlt in meinem Bestand.
Dieses Jahr sind ja hierzulande die Christmas Sweater, wie man sie aus Amerika oder Großbritannien kennt, ein Trend. Meins wäre das jetzt nicht, aber wenn andere das tragen mögen, bitte gern.

Meinen Rock habe ich recht konservativ kombiniert, mit schwarzem Rolli, der diesen Winter ein come-back hat und Jacquardstrickjäckchen; beide Teile sind gekauft.

Aber ich habe Wolle bestellt, um in den Weihnachtsferien neue Jäckchen zu stricken; dann sind die Hände mit den Nadeln beschäftigt und nicht nur mit dem Aussuchen des nächsten Plätzchens, : ).







Mit meinem Outfit geselle ich mich heute zu den anderen Teilnehmerinnen auf dem MMM-Blog; dort kann man mittwochs seine selbstgemachte Kleidung an der Frau zeigen.
Ich bin gespannt, ob sich dort der ein oder andere Stern, oder gar ein Rentier auf der me-made-Kleidung finden läßt.

Heute begrüßt uns Gastbloggerin Stefanie von Sea of Teal in einem hinreißenden Printkleid.

LG an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos:Der Sohn

Rock:selbstgenäht, Schnitt:Zaffiro aus der Ottobre-Woman 2/2010
Jacquardstrickjacke:IVKO
Rolli:Broadway
Strümpfe:Nur die
Stiefeletten:Bellissima


Sonntag, 13. Dezember 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along 2015:Endspurt

Heute geht es weiter mit dem zweiten Zwischenstand.

Zur Erinnerung: Bei mir wird es kein Kleid, sondern eine Rock-Shirt Kombination.

Das Shirt, das ich beim letzten Treffen gezeigt habe, wartet auf der Puppe auf seinen Kombipartner.

Der Rock, nach diesem Schnitt, ist nahezu fertig. Ich muß mich auch beeilen, da ich das Set nächsten Freitag zum vorweihnachtlichen Familientreffen tragen möchte.

Genäht habe ich die Größe 36 und die passt gut.

Bund und Tascheneingriffe habe ich mit leichter Einlage verstärkt; wobei die Tascheneingriffe jetzt doch ein bißchen beulen. Ich hoffe, das gibt sich noch nach der ersten Wäsche.
Statt einem geraden Bundstreifen, den man laut Anleitung zuschneiden sollte, habe ich einen Formbund genäht.

Rock von vorn...

...und von hinten


Den Saum habe ich von Hand genäht, so dass er von außen unsichtbar ist. ( Ich scheine mich ans von Hand nähen zu gewöhnen, : ) ).


Entgegen der Anleitung, die kein Futter vorsieht, ist mein Rock gefüttert.
Für den Futterschnitt habe ich einfach voderes und rückwärtiges Rockteil aus Futterstoff zugeschnitten.

Rock und Futterrock sind schon miteinander verbunden, ich muß nur noch das Futter am Reißverschluß sowie am vorderen Schlitz anstaffieren und einen Knopf am Bund anbringen. Wahrscheinlich werde ich einen Druckknopf annähen; ich habe noch welche vorrätig und mir gefällt es, wenn der Verschluß unsichtbar bleibt.



Da es bei uns heute regnet und scheußlich uzzelig ist, bleibt bestimmt Zeit, die restlichen Arbeiten am Rock zu erledigen.
Aber erst schaue ich mir auf dem MMM-Blog an, wie weit meine Festkleidmitnäherinnen gekommen sind.
Katharina von sewing addicted, die den Endspurt betreut, zeigt heute die ersten Schritte an ihrem angepassten Schnitt.

LG an die Gastgeberinnen und die übrigen Teilnehmerinnen
von Susanne 

 Fotos von mir

Dienstag, 8. Dezember 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along 2015:Zwischenstand

Besser spät, als gar nicht, reihe ich mich mit meinem Zwischenstand ein.
Ich hätte gerne schon zum Termin am Sonntag geschrieben, aber sowohl unser Internet-, als auch der Telefonanschluß waren seit letzten Donnerstag bis eben außer Betrieb. Nun ja...

Zum dritten Treffen im Rahmen des Weihnachtskleid-Sew-Alongs kann ich das erste fertige Stück meiner zweiteiligen Kombination zeigen, die ich mir nähen möchte.

Fertig ist das Shirt zum Rock.

Für das Shirt habe ich einen Glitzersweat verwendet, den ich beim Nähbloggerinnentreffen bei  Stoff&Stil gekauft hatte.

Für ein Shirt mit 3/4 Ärmeln hatte ich allerdings ein bißchen wenig Stoff.
Zwar hatte ich 1m gekauft, aber der Stoff liegt nur 1,35m breit.
Frau Knopf bemerkte während des Stoffeinkaufs schon, dass der Sweat wohl nicht sonderlich breit sei, aber als ich mit Abschneiden an der Reihe war, hatte ich das wohl vergessen.

Im Onlineshop gibt es den Stoff leider nicht; nachbestellen konnte ich also nicht und extra nach Köln fahren wollte ich auch nicht.

Aber das Shirt aus Glitzersweat wollte ich unbedingt.

Was soll ich sagen; ich habe die Shirtteile irgendwie aus dem Stoff herausgequetscht bekommen.





Den Shirtausschnitt habe ich heraufgesetzt, da ich kein Bündchen anbringen wollte.
An Ausschnitt und Saum habe ich einen grauen Jerseystreifen genäht, diesen dann nach innen umgelegt und mit der Hand angenäht, so dass die Versäuberung von außen unsichtbar ist.

Die Ärmel mußte ich, um die gewünschte Länge zu erhalten, in zwei Teilen zuschneiden; jetzt haben die Ärmel eben einen extra breiten Saumabschluß. Hatte ich so nicht geplant, aber mit einem Kurzarmsweater wäre ich im Winter nicht glücklich gewesen.

Jetzt mache ich mich dann an den Rock; Stoff und Futter sind vorgewaschen und in ausreichender Menge vorhanden, : ).

Aber vorher schaue ich mir auf dem MMM-Blog an, wie weit meine Festagskleidmitnäherinnen gekommen sind.

Liebe Grüße an die Gastgeberinnen sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos von mir

Shirtschnitt aus der Ottobre-kidsfashion 1/2007-35




Sonntag, 29. November 2015

Lederleggings "Roxie"...

...nicht für mich, sondern für die Tochter.

Trotz meines Schnittdesasters bei diesem Kleid ,  habe ich mich nochmal an einem La Maison Viktor Schnitt versucht:Lederleggings "Roxie".

Quelle:LMV; Lederleggings "Roxie"

Quelle:LMV; Schnittteile Lederleggings "Roxie"

Zugeschnitten und genäht habe ich die Größe 36.
Diesmal hält die Maßtabelle, was sie verspricht:Die Hose passt und sitzt, wie ich finde, sehr gut.

Vor dem Zuschnitt habe ich den "Roxie"-Schnitt zur Sicherheit mit einem Leggingsschnitt von Burda für Jersey verglichen.
Der Leggingsschnitt von Burda hat ein schmaleres Bein, als der Schnitt aus der La Maison Viktor.
Aber der Burdaschnitt ist auch für Jersey konzipiert und Kunstleder ist, wenn auch dehnbar, längst nicht so stark nachgiebig, wie Jerseystoff.
Gut finde ich bei dem LMV-Schnitt auch die Schrägung im oberen Schnittteil; so hat der Popo gut Platz.

Insgesamt war es ein schnell und unkompliziert umzusetzender Schnitt, oben mit einem Gummibund.
Ich habe noch Taschen auf die Rückseite gesetzt, damit die Tochter weiß, wie sie in die Hose steigen muß.

Verwendet habe ich ein schwarzes, dehnbares Lederimitat, das auf der Rückseite mit schwarzem Jersey kaschiert ist. Durch die Jerseyrückseite trägt das Material sich angenehm auf der Haut.

Vor dem Zuschnitt habe ich das Kunstleder im Feinwaschgang meiner Waschmaschine, bei 0 Grad vorgewaschen, was das Imitat gut überstanden hat. Wie gut das Material dann regelmäßige Waschgänge verkraftet, bleibt abzuwarten.

Gekauft hatte ich das Kunstleder während des Nähbloggerinnentreffens in Köln bei Stoff&Stil.




LG von Susanne

Bilder von mir

Bluse:Hilfiger
Schuhe:Doc Martens

Winterjacken-Sew-Along 2015:Finale

Das Finale eröffnen heute die Gastgeberinnen gemeinsam; was für eine schöne Idee!
Beide Mäntel sehen klasse aus und passen auch farblich gut zusammen.
Lucys Modell hatte ich selbst überlegt zu nähen, auch wenn es nachher nicht mehr in meiner engeren Auswahl war, aber ich habe denselben Mantelschnitt, wie Karin genäht.

Zur Erinnerung: genäht habe ich einen Mantel in Blazeroptik, nach diesem Schnitt

Den offenen Schlitz an meinem Mantel habe ich zustaffiert und ich kann meinen Mantel tragen, aber immer noch nicht zuknöpfen.

Was nicht meine Schuld ist. Die bestellten Knöpfe sind leider immer noch nicht geliefert worden.

Ich will aber nicht schimpfen, denn ich wurde telefonisch darüber informiert, dass die Lieferung sich noch bis Mitte Dezember verzögert und mir wurde auch die Wahl gelassen, ob ich die Lieferung abwarte, oder storniere.

Ich warte ab, denn ich möchte die roten Druckknöpfe, die ich sonst nirgendwo gefunden habe, gerne haben. So lange trage ich den Mantel eben offen. Richtig eisig wird es ja erst im Januar, nicht?

Ich bin froh, mich für den Mantel in Blazeroptik entschieden zu haben, denn er sitzt leger, aber nicht zu weit, der Stoff ist angenehm schwer und durch die Thermozwischenlage ist der Mantel schön warm; alles in allem eine gute Winterhülle.









Und jetzt schaue ich mir die Wintermäntel und -jacken meiner Mitnäherinnen auf dem MMM-Blog an.

Liebe Grüße und vielen Dank an die Gastgeberinnen für die Organisation des Sew-Alongs und die Unterstützung mit Rat und Tat, sowie den hilfreichen Tutorials.
Das gemeinsame Nähen in Etappen war für die umfangreiche Arbeit an einem Wintermantel gerade richtig und hat mir viel Spaß gemacht.

Auch liebe Grüße an die anderen Teilnehmerinnen,

von Susanne 


Fotos:Der Sohn

Hose: selbstgenäht, Schnitt:Burda 3/2014-115 
Shirt:selbstgenäht, Schnitt:Burda 12/09-120
Schuhe:Bellissima
Tuch:Esprit



Sonntag, 22. November 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along 2015:Stoff- und Schnittvorstellung

Beim heutigen zweiten Treffen,  zu dem uns Wiebke von Kreuzberger Nähte begrüßt, geht es um die Stoff- und Schnittvorstellung für die Festtagskleidung.

Zur Erinnerung: Ich möchte mir ein Set nähen, bestehend aus Rock und Shirt.

Für den Rock habe ich mir den Schnitt 107 aus der Burda  10/2015 ausgesucht.

Burda empfiehlt für den Schnitt Rockstoffe aus Wolle oder Mischgewebe.
Ich habe mich gegen einen Wollstoff entschieden, da ich mal einen Kaufwollrock hatte, den ich nur anziehen konnte, wenn es wirklich eisig war. Ansonsten habe ich darin immer geschwitzt; Wollrock plus Strumpfhose war einfach zu viel, obwohl ich leicht friere.
Ich möchte den neuen Rock aber gerne nicht nur im tiefsten Winter, sondern möglichst oft im Jahr tragen können.

Daher habe ich schwarzen Gabardine vom Roten Faden bestellt.
Diesen Stoff habe ich schon einmal für einen Rock verwendet und ich bin mit der Stoffqualität sehr zufrieden. Der Stoff ist schön weich fallend, aber griffig und knittert nicht, was für einen Rock ja vorteilhaft ist und läßt sich außerdem gut waschen.
Passendes Futter und einen Reißverschluß habe ich gleich mitbestellt.

Der Schnitt für das Shirt ist aus der Ottobre-kidsfashion 1/2007, ein simpler Schnitt mit 3/4 Ärmeln.

Quelle:Ottobre-kidsfashion 1/2007


Diesen Schnitt habe ich, mit leichter Abwandlung, schon für dieses Shirt verwendet, so dass ich weiß, dass mir der Schnitt gut passt und der Sitz figurumspielend ist.

Als Stoff für das Shirt möchte ich einen Glitzersweat verwenden, aus Baumwolle mit Lurex, schön dehnbar...


...und auf der Rückseite weich angerauht und daher sicher auch angenehm auf der Haut.


Gekauft habe ich den Stoff während des Nähbloggerinnentreffens in Köln bei Stoff & Stil.

Aprops Nähblogerinnentreffen; dazu möchte ich noch ein paar Worte sagen.

Ich war ganz schön aufgeregt, als ich mich letzten Samstag zum Treffen aufgemacht hatte, da ich noch nie bei einem dieser Treffen war und auch keinen persönlich kannte.
Aber nach der ersten Begrüßung habe ich mich sofort wohlgefühlt in der Runde.
Es stimmt alles, was auch schon andere festgestellt haben:Der Umgang miteinander ist unkompliziert und herzlich.
Natürlich hätte ich am liebsten alle 50 anwesenden Frauen kennengelernt und mit ihnen geplaudert, aber das war in der Zeit, die zur Verfügung stand, schlichtweg unmöglich.
Ich hoffe einfach auf ein nächstes Mal.
Übrigens finde ich, dass die genähten Kleidungsstücke live an der Frau und in Bewegung noch viel schöner aussehen, als es die Blogbilder oftmals vermitteln können.
Das Programm rund um das Treffen war vom Kölner-Team liebevoll organisiert und umrahmte das Wochenende perfekt.
Vielen, vielen Dank dafür, es hat mir großen Spaß gemacht.
Wer mag, findet die näheren Beschreibungen des Programms und weitere Berichte anderer Teilnehmerinnen bei Karin.

Aber zurück zum Sew-Along; der Glamoursweat ist vorgewaschen und getrocknet, so dass ich schon mal mit dem Shirt anfangen kann.

Aber zuvor schaue ich mir die Beiträge der anderen Festkleidnäherinnen auf dem MMM-Blog an.

LG an die Gastgeberinnen, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne




 

 

Dienstag, 17. November 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along 2015:erstes Treffen

Auch in diesem Jahr gibt es auf dem MMM-Blog einen Weihnachtskleid-Sew-Along, der diesmal von einem Teil der MMM-Crew organisiert wird.
Vielen Dank schon mal vorab.

Den Anfang macht Nina von Kleidermanie,  wobei es um Inspiration und Rückblicke auf die Weihnachtsoutfits der vergangenen Jahre geht.

Ich habe lange gezögert, ob ich dieses Jahr mitnähen möchte, denn im Dezember hat man ja meist sowieso viele Termine und außerdem habe ich auch gerade erst beim Winterjacken-Sew-Along mitgemacht.

Aber der Weihnachtskleid-Sew-Along ist, wegen der festlichen Kleidung, die genäht wird, so besonders und auch ein schöner Jahresabschlußtermin.
Außerdem habe ich letztes Jahr schon ausgelassen, da ich mir 2013 gleich zwei Weihnachtskleider genäht hatte. Hier nochmal die Bilder von der damaligen Abschlußpräsentation.

Beide Kleider aus 2013 sind sehr schicke Kleider, so dass ich sie nur einige Male getragen habe, eben, wenn es einen passenden Anlaß dafür gab.

Anlaßkleider haben auch ihre Berechtigung, aber diesmal hätte ich gerne ein Outfit, das schick genug für Weihnachten ist, sich nach den Weihnachtsfeierlichkeiten aber auch gut im Alltag tragen läßt.

Daher werde ich dieses Jahr eine Kombination nähen.

Es soll zum einen der Rock 107 aus der Burda 10/2015 werden.


Quelle:Burdastyle 10/2015

Mir gefällt die Fältelung im Vorderteil, schön finde ich, dass der Schnitt Taschen vorsieht und ich mag den kleinen Schlitz im Vorderteil.
Stoff für den Rock habe ich noch nicht, aber er soll auf alle Fälle schwarz werden.
Außerdem möchte ich den Rock füttern. Komischerweise ist das im Schnitt nicht vorgesehen, aber Winterröcke, die man ja in unseren Breiten zwingend mit Strumpfhosen trägt, brauchen für mich ein Futter, allein schon wegen der "Krabbelgefahr".

Als Oberteil möchte ich aber keinen dicken Strickpulli dazu kombinieren, sondern ein Shirt, wofür ich auch schon den passenden Stoff habe. Aber den stelle ich erst beim nächsten Treffen vor.

Klingt jetzt erst mal wenig schick und festlich, aber den festlichen Touch soll die Kombination diesmal durch die Stoffwahl sowie entsprechende Accessoires bekommen.

Jetzt reihe ich mich noch schnell bei den Festagsoutfitmitnäherinnen ein. Ich habe schon ein wenig geschaut und viele schöne Ideen gesehen.

LG an die Organisatorinnen sowie die übrigen Teilnehmerinnen

von Susanne

Sonntag, 8. November 2015

Kuscheljacke und Chill-Out-Hose für die Tochter



Mein roter Mantel, dessen Entstehung die Tochter interessiert verfolgte, weckte Begehrlichkeiten beim Kind.

Eine warme, kuschelige Jacke sollte es sein.

Wir einigten uns auf den Schnitt 4DE aus der Burda Easy, Herbst/Winter 2015 und ich versprach, mich um geeigneten Stoff zu kümmern.


Mir schwebte ein schöner, dicker Strickstoff für die Jacke vor, aber ich konnte nichts passendes finden.

Dann sah ich bei Selmin von Tweed and Greet ihren Coatigan aus gekochter Wolle, den sie nach dem Burda Easyschnitt genäht hatte und den ich richtig klasse fand.
Bingo, merci für die Inspiration.

Nach Absprache mit der Tochter bestellte ich beim roten Faden rauchperlefarbenen Walkloden; ja, ja, die Tochter hat immer noch ihre beige Phase, : ).

Als der Stoff eintraf, war ich allerdings wenig begeistert, der Walkloden fühlte sich rauh und fast kratzig an. Die Tochter ist zwar nicht empfindlich, aber kuschelig ist was anderes.
Da der Stoff nun aber einmal da war, die Farbe gefiel und er auch nicht ganz billig war, habe ich die Jacke dennoch daraus genäht. Und damit auch der Kuschelfaktor stimmt, wurde die Jacke gefüttert.
Das hat außerdem den Vorteil, dass die Jacke auch von innen vorzeigbar ist.

Genäht habe ich die Größe 38, gefüttert ist die Jacke mit Reststoffen.
Der Korpus der Jacke aus dünnem, sandfarbenen Sweat mit Elastan, ebenfalls vom roten Faden, die Ärmel aus sehr dünnem, ganz weichen Polyjersey, den ich ganz hinten in meinem Stoffschrank fand.

Der Schnitt sieht aufgesetzte Taschen vor. Die hätte ich auch gern gemacht, allerdings hatte ich zu wenig Stoff; ich hatte etwas zu sparsam bestellt.
Eine Jacke ohne Taschen ist für mich allerdings unvollständig. Taschen mußten also her und ich habe, zähneknirschend, weil es durch den dicken Walk nicht einfach war, Paspeltaschen genäht.

Die Jacke passt und gefällt der Tochter und durch das weiche Futter ist sie schön warm und kuschelig. Der Schnitt ist locker-lässig, aber nicht zu weit.

Außer an den Halsausschnittkanten und den Schulternähten, die mit Formband bebügelt sind, habe ich die Jacke nicht zusätzlich mit Einlage verstärkt; sie sollte weich fallend bleiben.
Momentan ist die Jacke verschlußlos, ich habe aber an der Kante des Vorderteils und Besatzes je 3 cm beim Zuschnitt zugegeben. So kann die Jacke, wenn sie denn noch Knöpfe bekommen hat, geschlossen werden.
Den Tipp für die Knopfleistenzugabe gibt es in der Burda Easy.



Den Besatz mußte ich leider stückeln







Außerdem hat die Tochter eine neue Jogging-Buxe bekommen, da die bisherige Kaufhose "aufgetragen" war.
Genäht habe ich die Jerseyhose nach der Nähschule aus der Burda 11/2012,  wonach ich mir selbst schon zwei Exemplare genäht habe.


Stoff ist ein weicher Sweat vom roten Faden, dessen Reste ich, wie erwähnt, für den Futtermantel der Kuscheljacke verwendet habe.
Geändert habe ich hier nur die Taschen; ich habe aufgesetzte Taschen genäht, wie sie auch die Kaufhose hatte-fand die Tochter cooler.




LG von Susanne

Fotos von mir

Kuscheljacke: selbstgenäht, Burda Easy, Herbst/Winter 2015
Jogginghose: selbstgenäht, Burda 11/2012
Top:Benetton
Schuhe:Vans

Dienstag, 3. November 2015

Me-Made-Mittwoch-Spezial:Jeans

Der MMM steht heute unter dem Motto Jeans.

Kleidung aus Jeans habe ich schon immer gern getragen, vor allem Jeanshosen; die liegen immer im Trend und kommen nie aus der Mode.

Früher bin ich, wenn ich eine neue Jeans brauchte, losgezogen, habe ein paar in Frage kommende Modelle in meiner Größe anprobiert und eine gekauft. Alles easy.

Aber vor einiger Zeit explodierten plötzlich die Preise für Jeanshosen und damit nicht genug, haben die verschiedenen Jeanshersteller offensichtlich ihre Größenmaßtabellen komplett umgeschrieben.
Bei der einen Marke passte ich weiter in meine normale Kaufgröße hinein, bei einer anderen war mir eine Hose in derselben Größe zu klein oder zu groß.
Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Qualität, trotz gestiegener Preise, merklich nachgelassen hat. Ich habe aber keine Lust, die aufgeplatzten Nähte von Kaufhosen nachzunähen oder Flickwerk an aufgescheuerten Stellen zu verichten.
Ich hatte immer weniger Lust, 20 verschiedene, teure Modelle fragwürdiger Qualität in unterschiedlichen Größen anzuprobieren und doch nicht die richtige Jeans zu finden.

Im September 2013 habe ich dann erstmals eine Kaufjeans, die ihre besten Zeiten hinter sich hatte, auseinandergeschnitten und nachgenäht. Das Ergebnis hat mir gefallen.

Und in diesem Jahr hat Burda einen Kaufschnitt, für eine Boyfriend-Jeans herausgebracht, den ich sofort bestellt habe. Endlich einen Schnitt für mein bevorzugtes Jeansmodell.
Nachdem ich beim ersten Versuch noch die falsche Größe gewählt hatte und reichlich engernähen mußte,


Boyfriend-Jeans Nr.1

war der nächste Versuch ein Volltreffer. Ich hatte einen Schnitt gefunden, der mir passt, gefällt und mit dem ich in Serie gehen kann.


Boyfriend Jeans Nr.2

Natürlich braucht es für ein gutes Ergebnis auch den Stoff in der richtigen Dicke und Farbe.
Ich bevorzuge ein sehr dunkles Jeansblau und einen festen, schweren Stoff.
Einen Stoff mit diesen Merkmalen habe ich für mich noch nicht gefunden. Bei meiner hellen Boyfriendjeans entspricht zwar die Stoffqualität meiner Vorstellung, aber die Farbe ist mir eigentlich zu hell. Trotzdem liebe ich diese Hose sehr, bin aber weiter auf der Suche nach dem ultimativen Jeansstoff.

Weil mir letztens ein Jeansstoff, den ich mal wieder online bestellt hatte, für eine "normale" Jeanshose zu dünn war, habe ich mir eine Jeans-Chino genäht.



Für diesen Schnitt passt der recht dünne Jeansstoff  meiner Ansicht nach gut und ich trage diese Hose momentan auch recht häufig.

Bei selbstgenähten Jeans wird gerne eingewendet, man sehe, dass die Hose selbstgenäht ist.
Ich sehe das nicht so.
Es gibt bei den Kaufjeansmodellen in der Verarbeitung auch viele Unterschiede; mit und ohne farbige Ziernähte und/oder Verzierungen auf den rückwärtigen Taschen, geknöpft oder mit Reißverschluß, mit und ohne Nieten und und und. Mein Eindruck ist, dass alles geht.
Und was die verschiedenen Waschungen betrifft, die man als Selbermacher sicher nur, wenn überhaupt, begrenzt erreichen könnte, stehe ich sowieso auf Raw-Denim. Und das liegt zur Zeit auch im Trend.

Ich für meinen Teil nähe mir daher eine Jeans, wenn ich eine brauche, gern auch mal selbst.
Und gerade eine Jeans kann ich weitaus günstiger selber nähen, als kaufen.

Heute trage ich übrigens meine 2.Boyfriendjeans, die ich neulich noch mit ein paar Schmucknieten verziert habe.






Und jetzt schaue ich gespannt auf dem MMM-Blog, wie die anderen Teilnehmerinnen zum Nähen mit Jeansstoff stehen.
Gastgeberin ist heute Sybille vom Büro für schöne Dinge, die eine beeindruckende Anzahl selbstgenähter Jeanshosen vorzuweisen hat.

LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos:Der Ehemann

Bluse: Broadway
Jeans:selbstgenäht, Schnitt Burda 6798-V
Stiefeletten:H&M

Sonntag, 1. November 2015

Winterjacken-Sew-Along 2015: 4.Treffen.

Zum heutigen 2. Zwischenstand begrüßt uns Lucy von Nahtzugabe, die ihren Mantel fast fertig hat.

Auch mein Mantel hängt fast fertig an der Puppe.

Zur Erinnerung: Dieses Modell habe ich mir ausgesucht.

Den Futtermantel habe ich genäht und eingefüttert, wobei ich mich an die Tutorials von Mia Führer, einen Blazer nähen, gehalten habe.
Ich fand diese Videos sehr hilfreich und habe von den vielen Tipps und Tricks profitiert; beispielsweise habe ich endlich verstanden, was es mit der Rollweite des Kragens auf sich hat, : ).

Obwohl  die Anleitung für meinen Schnitt keine Schulterpolster vorsieht, habe ich in meinen Mantel Schulterpolster eingenäht.
Verwendet habe ich hierfür weiche, dünne Polster, die ich beim Roten Faden bestellt hatte.


Ich finde, sie kommen den selbstgefertigten Schulterpolstern, deren Herstellung Katharina neulich gezeigt hat, sehr nahe. Ich habe sie noch ein wenig zurechtgeschnitten und bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Eingefüttert habe ich komplett mit der Maschine und durch den noch offenen Rückenschlitz gewendet. Diesen muß ich nun noch von Hand zustaffieren.




Außerdem fehlen noch die Knöpfe für meinen Mantel.
Die Anleitung sieht Druckknöpfe vor, was mir gut gefällt; so erspare ich mir die Knopflöcher. Ich habe große, rote Druckknöpfe bestellt, die aber noch nicht geliefert worden sind.

Bevor ich die Restarbeiten an meinem Mantel erledige, schaue ich aber erst einmal bei den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen auf dem MMM-Blog vorbei.
Außerdem gibt es von Meike (Crafteln) als Extra ein Paspelknopflochtutorial; vielen Dank dafür; ich liebe Schritt für Schritt Anleitungen und irgendwann brauche ich bestimmt auch einmal solche Knopflöcher und freue mich dann, eine gute Anleitung dafür zu haben.


LG an die Gastgeberinnen und die anderen Teilnehmerinnen von
Susanne


Fotos von mir