Mittwoch, 29. Oktober 2014

MMM mit zweiter Chino

Heute trage ich meine zweite Chino in meiner absoluten Lieblingskombifarbe Khaki.

Ich finde ja, zu Khaki lässt sich fast alles kombinieren und war daher sehr erfreut, als ich einen Baumwollstoff mit ganz wenig Elasthan in dieser Farbe im Stoffladen um die Ecke vorfand.

Genäht habe ich, wie bei der ersten Chino, den Kaufschnitt V 7250 von Burda.

Diesmal habe ich den Bund vorn und hinten nur 0,5cm vertieft und da die Hose dadurch etwas tiefer sitzt, mußte ich die hintere Schrittnaht nicht noch extra vertiefen.

In der Länge habe ich 9cm zugegeben, trotzdem ist die Länge immer noch etwas knapp; gut, ich kann den Saumaufschlag auch heruntergeklappt lassen.

Statt der Seitennahttaschen, die im Schnitt vorgegeben sind, habe ich schräge Eingriffstaschen gearbeitet. Diese gefallen mir besser, weil sie zum einen typischer für eine Chino sind und zum anderen nicht aufsperren. Als Vorlage dienten mir die Eingriffstaschen des Chinoschnittes aus der Ottobre 2/2013 Nr. 10.

Die Hose ist schon eine Zeit lang fertig und ich habe sie schon oft und gerne getragen.
Insgesamt sitzt diese Chino lockerer, als das erste Exemplar, was mir aber gut gefällt.

Die Bilder sind bereits gestern Abend entstanden und man sieht der Hose, insbesondere von hinten, an, dass sie den ganzen Tag getragen worden ist. Aber so ist das halt-aufstehen, setzen, Beine übereinanderschlagen, herumspringen, wieder setzen... ergibt dann eben die typischen Knitterfalten.














Und nun schaue ich mir an, welche selbstgenähten Modelle an der Frau heute auf dem MMM-Blog vorgestellt werden.

Diesmal begrüßt uns Sanni von sannimade als Gastbloggerin.
LG an das MMM-Team und die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne


Fotos:Der Sohn

Srickshirt:Sandwich
Sneaker:Viventy

Montag, 27. Oktober 2014

Nähergebnis Romanitkleid

Am Wochenende habe ich mein erstes Herbstkleid aus Romanit genäht.
Nicht dass hier noch der Eindruck entsteht, ich würde nur noch Hosen nähen und tragen,
 : ).

Den Stoff hatte ich hier schon länger liegen, aber irgendwie erschienen mir die Jerseykleiderschnitte, die mir zur Verfügung standen, für den dunkelgrauen Romanit zu langweilig.

Beim Durchblättern meiner Nähzeitschriften blieb ich schließlich beim Schnitt 121 aus der Burda 8/2012 hängen.


Yvonne hat aus diesem Schnitt ein Traumkleid aus Webstoff genäht und auch die Version von Andrea gefällt mir sehr, sehr gut.

Der Schnitt ist zwar für Webware gedacht, aber der Romanit bringt ja eine gewisse Festtigkeit mit und außerdem gefiel mir, dass durch das Material der doch sehr schicke Schnitt ein wenig legerer und damit für mich alltagstauglicher wird.
Aufgrund der Dehnbahrkeit des Materials habe ich eine Nummer kleiner zugeschnitten.

Normalerweise nähe ich in Jerseykleider keinen Reißverschluß, aber bei diesem Kleid kam ich nicht drumherum. Da der Ausschnitt sehr halsnah ist, hätte ich nicht gewußt, wie ich mich ohne Reißverschluß ins Kleid hätte schlängeln sollen.

Der Schnitt sieht zudem ein Futter vor.
Zunächst habe ich überlegt, Aussschnittbelege anzufertigen und ein Unterkleid zu tragen. Andererseits habe ich bereits einmal ein Jerseykleid gefüttert und finde das Tragegefühl schon sehr toll. Und als ich neulich im Stoffgeschäft in der nächst größeren Stadt vorbeischaute und fragte, ob sie Stretchfutter hätten und dies bejaht wurde, nahm ich welches mit und so ist das Kleid jetzt gefüttert.

Da es sich bei dem Schnitt um eine Langgröße handelt, mußte ich auch ein wenig kürzen.
Und ja, den Saum habe ich zum ersten Mal per Hand gesäumt,  da mir der Blindstichsaum mit der Maschine an den Ärmelabschlüßen nicht gefiel-die muß ich wohl auch noch mal neu nähen.

Hier schon mal Bilder an der Puppe:









Tragebilder gibt es dann demnächst.

LG von Susanne


Fotos von mir

Dienstag, 14. Oktober 2014

MMM mit Pants und Shirt

Heute trage ich meine brandneue Slimfit Pants, die ich hier schon gezeigt und näher beschrieben habe.

Dazu habe ich mir ein langes Kapuzenshirt aus feinem, schwarzen Jersey genäht.

An den Schnitt aus der Burda 12/09-120 bin ich durch das schöne Exemplar, das Ellen von Seelenruhig vor einiger Zeit beim me-made-Mittwoch gezeigt hat, erinnert worden.

Vor einigen Jahren habe ich schon einmal versucht, das Shirt zu nähen und bin kläglich gescheitert. Es war zu groß und mit dem Poloausschnitt kam ich auch nicht zurecht.

Diesmal lief es besser. Die Größe 36 ist richtig, der Jersey fällt schön weich und für den Poloausschnitt habe ich dieses Tutorial genutzt.
Die Länge des Ausschnittschlitzes habe ich allerdings ein gutes Stück gekürzt, denn ich möchte das Shirt gern auch ohne Top darunter tragen können.

Die Strickjacke überm Shirt ist zwar gekauft, aber von mir umgeändert worden.
Gekauft hat sie meine Schwiegermutter, aber ihr war sie zu klein, so dass sie mir die Jacke letztes Jahr bei einem Besuch angeboten hat. Ich habe sie probiert und dann dankend abgelehnt, denn mir war sie um einiges zu weit.
Als die Kinder die Schwiegereltern in den Sommerferien besuchten, hat die Schwiegermutter der Tochter jedesmal diese Jacke angereicht, wenn die Tochter fröstelte. Und bei der Rückkehr brachte die Tochter sie mit nach Hause und meinte, die Jacke wäre ihr zwar zu groß, aber die Oma wollte sie ihr so gern mitgeben. Aha.
Eine Zeit lang hing die Jacke dann ungetragen herum, aber eigentlich fand ich die Farbe hübsch, so dass ich sie mir schließlich geschnappt habe, die Seiten aufgeschnitten und die Ärmel herausgetrennt habe. Dann habe ich mit Hilfe eines Shirtschnittes die Jacke mit der Maschine taillierter wieder zusammengenäht, die Schultern verschmälert und die Ärmel wieder eingesetzt. Und jetzt passt sie gut.
















Noch mehr selbstgenähte Kleidung an der Frau kann man sich heute wieder auf dem MMM-Blog ansehen.
Diesmal wird der MMM von Gastbloggerin Birgit von Lila und Gelb in einem schicken Rock und Shirt Ensemble eröffnet.
LG an das MMM-Team und die übrigen Teilnehmerinnen

von Susanne

Fotos:Der Sohn








Samstag, 11. Oktober 2014

Slimfit Pants

Für meine Versuche im Rahmen des HosenHerbstes hatte ich beim Stoffkauf in der nächsten Stadt u.a. einen elastischen Baumwollstoff mit Kravattenmuster erstanden.

Bei der Suche nach einem geeigneten Schnitt für diesen Stoff wurde ich bei der Burda Comunity auf das Schnittmuster 115 aus Burda 3/2014 aufmerksam.




Einige User der Comunity hatten das Schnittmuster rauf und runter genäht und sich einhellig begeistert über den Schnitt geäußert.
Einige Beispiele sind zu sehen  hier, hier und hier.

Der schmale Schnitt beinhaltet viele typische Jeansdetails und im Heft gibt es eine bebilderte Nähschule dazu. Da ich mir eine Slimfit Pants aus meinem Stoff gut vorstellen konnte, habe ich den Schnitt ausprobiert.
Zugeschnitten habe ich Gr.36 und dann die Hose in einem Rutsch, bis auf den Bund, zusammengenäht.
Die Anprobe war ernüchternd.
Die Hosenbeine passten gut, aber im oberen Vorder- und Rückteil war Luft, sehr viel Luft.
Warum an diesen Stellen zu viel Weite war, kann ich mir nicht erklären. Ich schwöre, dass ich die Nahtzugaben ordentlich angezeichnet hatte und den Stoff behandelt und genäht hatte, wie sonst auch.
Nun ja, an den Seiten konnte und wollte ich nicht zu viel wegnehmen; das wäre zu Lasten der Taschen gegangen.
Also habe ich den Reißverschluß wieder herausgetrennt, die Nähte bis zu den Beinnähten geöffnet, das Schnittmuster erneut aufgelegt, nachgeschnitten und nochmal enger neu genäht. Auch an den Seiten habe ich Weite herausgenommen. Jetzt passte die Hose.

Blieb noch der Bund.
Burda hat dafür als Schnittteil einen geraden Bundstreifen vorgesehen.
Ich war etwas irritiert, da die Hose aus elastischem Material gearbeitet wird und einige, wenn auch nicht alle Burdauserinnen, nutzten für den Schnitt einen Formbund.
Aber ich dachte, ok, Burda muß es ja wissen und ein Hohlkreuz hast du ja nicht und nutzte das vorgegebene Bundteil.
Das Ergebnis war katastrophal, der Bund stand fürchterlich ab.
Also habe ich den Bund wieder abgetrennt und einen Formbund konstruiert. Lucy Living hat dankenswerterweise hierfür einen Link bereitgestellt.

Im Ergebnis bin ich von diesem Schnittmuster nicht begeistert, dafür hat der Schnitt mich zu sehr geärgert.
Auch den leichten Katzenbart, den man übrigens bei den anderen Hosennäherinnen auf der Burdacommunity auch erkennen kann, habe ich trotz flacherem Abnähen der vorderen Schrittnaht, nicht vollständig eliminieren können.
Daher wird dies die einzige Hose nach dem genannten Schnitt bleiben.











LG von Susanne

Bilder vom Sohn

Sonntag, 5. Oktober 2014

Sonntagskuchen:Hefegebäck

Bei uns gibt es heute mit Pudding gefüllte Hefeschnecken nach einem Rezept vom Backbuben.

Ich habe das Rezept ein klein wenig abgewandelt.
Statt 800g Mehl habe ich den Hefeteig nur mit 500g geknetet und satt Mandel- Vanillepudding zubereitet, aber die volle Portion.

Frisch gebacken und mit Puderzucker überstäubt sieht der Kuchen dann so aus:



Hefekuchen schmeckt uns frisch und lauwarm am besten, deshalb gibt es auch richtig dicke Stücke.



Wir lassen es uns dann mal schmecken.

Wer sonntags einen Kuchen gebacken hat, darf ihn bei Monika auf den Kaffeetisch stellen.
Wenn ich mein Stück verspeist habe, sehe ich mir an, was noch gebacken worden ist.

LG und einen schönen Sonntag von
Susanne

Bilder von mir

Samstag, 4. Oktober 2014

Für den Mann genäht

Heute Abend war ich mit der Familie auf einem Poetry Slam-hach, das war richtig, klasse

Und was zieht der Mann aus dem Schrank, um sich für die Veranstaltung anzukleiden?  Ein Shirt, welches ich ihm genäht habe und das ich inzwischen total vergessen hatte.

Es handelt sich um ein schwarzes Sweatshirt, genäht aus leichtem, nicht gerauten schwarzem Joggingstoff vom roten Faden.
Für die Schulterpassen, sowie die Brusttasche habe ich schwarzes Kunstleder verwendet.
Das Kunstleder hatte ich im Stoffladen um die Ecke erstanden. Die Verkäuferin war damals sehr skeptisch, als ich ihr erklärte, wofür ich das Leder verwenden wollte. Sie hatte starke Bedenken, ob das Leder waschbar wäre. Ich wollte es trotzdem versuchen und sie hat mir den Lederstreifen, den ich kaufen wollte, geschenkt-herzlichen Dank nochmal.
Ich habe Stoff und Leder in der Maschine vorgewaschen und es ging gut.
Auch nach dem Zusammennähen kann das Shirt problemlos in der Maschine gewaschen werden, wobei ich es vorsichtshalber immer auf Links drehe.

Schnitt des Shirts ist Föhr von Schnittreif.

Das Shirt muß ich wohl zwischendurch einmal im Frühjahr genäht haben. Da es ein langärmeliger Sweater ist, hat es der Mann im Sommer nicht getragen und  jetzt, wo es wieder kühler wird, kam es -schwupps-zum Vorschein.








Die Bilder schicke ich jetzt zu HerrMann . Dort sammelt Monika an jedem 1. Freitag des Monats Genähtes für den Mann.

Ich freue mich, dass ich auch einmal teilnehmen kann.

LG von Susanne

Fotos von mir

Donnerstag, 2. Oktober 2014

HosenHerbst-Monatsthema Oktober

In diesem Monat geht es beim HosenHerbst um die Tücken, die im Detail liegen.

Meike stellt hierzu folgende Fragen:
Geknöpfte Hose, Reißverschluß mit allem Drum und Dran oder ein Gummibund? Wie verschließt ihr eure Hose? Wie säume ich meine Hose? Wie verstärke ich den Bund? Futter? Hat eure Hose Taschen und wenn ja welche und wie macht man solche Taschen?

Die Hosen, die ich bis jetzt genäht habe, haben alle einen Reißverschluß vorn und seit ich dieses Video kenne, funktioniert das Einnähen ganz wunderbar.


Mit Gummibund werden bei mir nur Jogging- oder Schlafanzughosen versehen.

Zusätzlich zum Reißverschluß benötigt man meist noch einen Knopfverschluß, wofür ich entweder, wenn ein passender Knopf vorhanden ist, ein Knopfloch nähe oder aber einen Druckknopf durchschlage.

Die Säume meiner Hosen steppe ich mit der Nähmaschine-bei meinen bisherigen Hosen passte das gut zum Stil. Sollte ich mir einmal eine feine Wollhose nähen, würde ich die eventuell mit dem Blindstich oder von Hand säumen.

Damit der Bund sich nicht ausdehnt, verstärke ich ihn mit fester Einlage. In den Nähzeitschriften wird meist angegeben, welche Einlage benötigt wird.

Taschen sind für mich bei Hosen eigentlich unverzichtbar. Ich sage eigentlich, denn ich habe sehr wohl schon eine taschenlose, schmale Hose genäht, dieser dann aber nachträglich wenigstens Potaschen hinzugefügt.

Lieber sind mir Hosen mit Taschen, nicht weil ich die Taschen gerne mit Kleinigkeiten vollstopfe, ich benötige sie nicht wirklich, aber Taschen sind für mich Details, die das Aussehen einer Hose mitgestalten. Auch Gürtelschlaufen und Absteppungen bestimmen neben dem Schnitt und der Stoffauswahl den Look einer Hose mit.

Bei meiner zweiten Chino -fertig, aber noch nicht gezeigt- habe ich statt der ursprünglichen Seitennahttaschen, die bei mir zum Aufsperren neigen, Hüftpassentaschen mit schrägem Eingriff genäht.
Diese Taschen habe ich dem Ottobreschnitt entnommen und angepasst-gefällt mir persönlich besser.
Für die Innentaschen benutze ich meist einen vorhandenen Futterrest.




 Reicht mir die Erklärung in der Schnittbeschreibung nicht aus, um Taschen oder andere Details zu nähen, suche ich meist online nach einer besseren Beschreibung.
Jetzt kann ich im Zweifel auf die hilfreichen Tutorials, die Lucy für die Details beim Hosennähen  hier zusammengestellt hat, zurückgreifen-vielen Dank.

Wie die anderenTeilnehmerinnen des HosenHerbstes im Oktober den Tücken begegnen,werde ich mir jetzt ansehen.

LG von Susanne