Dienstag, 30. September 2014

MMM im frisch genähten Pullunder

Heute trage ich meinen neuen Jacqardpullunder, den ich im vorherigen Post bereits an der Puppe gezeigt habe. Dort habe ich auch beschrieben, welchen Schnitt ich genommen habe.

Viel gibt es gar nicht mehr zu sagen. Der Pullunder trägt sich angenehm und hält die Leibesmitte schön warm. Ich mag die kunterbunten Farben und die Muster, die meine unifarbenen Klamotten nett auffrischen  und kann mir den Pullunder sowohl zu Röcken, als auch Hosen gut vorstellen.

Als ich meinem Ehemann den Pullunder an mir gezeigt habe, meinte er:" Hübsch; ich überlege gerade, wie lange du wohl dafür gebraucht hättest, wenn du den gestrickt hättest."
Vermutlich ewig lang. Jacquardmuster stricken macht sicher Spaß, ist aber zweifellos zeitaufwendig, ganz zu schweigen von den vielen zu vernähenden Fäden, die bei den häufigen Farbwechseln entstünden. Da ging das bloße Vernähen des fertigen Strickstoffes um einiges flotter.





Frau Sachenmacherin hat sich aus dem gleichen Strickstoff einen coolen Kurzpullover mit passendem Loop genäht. Ich bin gespannt, ob ich sie, damit angetan, in der heutigen Mittwochsrunde auf dem MMM-Blog antreffe.
Gastgeberin ist diesmal Dodo, von Dodosbeads, die den Me-Made Mittwoch in aller Frühe in einem wunderschönen Afrikamusterrock eröffnet hat.

LG an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos:Der Ehemann
Leinenhose:Mexx
Poloshirt:H&M
Hausschlappen von Deichmann

 


Montag, 29. September 2014

Kunterbunter Leibwärmer

Gestern habe ich den Jacquardstrickstoff  zu einem Pullunder vernäht.

In meiner Nähzeitschriftensammlung habe ich genau einen Pullunderschnitt gefunden, nämlich diesen Kurzpullunder-zumindest fällt so die Entscheidung nicht schwer, : ).
48cm in der Länge waren mir allerdings zu kurz; ich habe gerne warme Nierchen, so dass ich den Pullunder mit Hilfe eines Shirtschnittes um knapp 10 cm verlängert habe.

Ob diese Länge dann sowohl zu Röcken, als auch zu Hosen passend sein wird, werde ich testen-kürzen geht ja schnell.

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, auch Arm- und Halsausschnittblenden aus dem Jacquardstrick zu nähen, so, wie im Beispiel von Burda. Einfacher wäre es sicher mit einfarbigem Strick oder Bündchenstoff gewesen, aber das hatte ich beides sowieso nicht im Haus.
Die Ärmelblenden mußte ich zweimal nähen, da sie beim ersten Versuch zu locker geraten sind und unschön beulten.
Auch den V-Ausschnitt habe ich nicht ganz so sauber hinbekommen, wie Burda es vorgemacht hat, dafür war der Strickstoff einfach zu weich. Das Muster an den Seiten stimmt aber schön überein.

Die restlichen Nähte waren dafür schnell genäht.
Hier schon mal Bilder an der Puppe, Tragebilder werden folgen.






LG von Susanne

Fotos von mir

Donnerstag, 25. September 2014

Stoffnachschub

Gestern klickte ich mich gemütlich durch den MMM und bestellte zwischendurch ein wenig Stoff bei Alfatex.
Und heute wurde der bestellte Stoff schon geliefert-wie schnell ist das denn!


 
 Stoff von oben nach unten:
-ein Jacquardstrickstoff, dessen Muster und Farben ich richtig hübsch finde. Daraus möchte ich mir einen Pullunder nähen, der die dunkleren Kleidungsstücke, zu denen ich in der kälteren Jahreszeit neige, mit seinen Farben aufhellt.

-leichtes Wolleinen in dunklerem Grau. Wird auf jeden Fall ein Kleid, wahrscheinlich mit Futter.

-ein dunkelgrauer, leichter Punta de Roma in traumhafter Qualität ( 65%Viskose, 30%Nylon, 5%Elasthan).  Wird auch ein Kleid-für eine Entscheidung muß ich aber noch einmal meine Jerseyschnitte sichten.

-bordeauxfarbener, leicher Punta de Roma, in gleicher Qualiät, wie der graue. Daraus nähe ich mir ein Langarm-Shirt, vielleicht mit Polokragen.

Mit den bestellten Stoffen bin ich sehr zufrieden. Und wenn ich die nächste Hose für den HosenHerbst genäht habe, könnte ich ja den Pullunder einschieben, so zur Erholung. Ja, ich werde den Strickstoff gleich mal vorwaschen.

LG von Susanne
 



Sonntag, 21. September 2014

Sonntagskuchen:Muffins

Eigentlich hatte ich dieses Wochenende gar nicht vor, zu backen.

Denn für die Kinder hat die Badminton-Spielsaison wieder begonnen, das heißt, an den Wochenenden wird gespielt und wenn Auswärtsspiele sind, sind auch die Eltern zum Fahrdienst eingeteilt. Gestern war ein Auswärtsspiel und wir waren dran. Los sollte es am frühen Nachmittag gehen.

1 1/2 Stunden vor der Abfahrt überlegte ich mir dann, dass es nett wäre, in den Spielpausen einen kleinen Snack zu haben und habe dabei sofort an Muffins gedacht.
Eigentlich bin ich kein Muffin-Fan, aber die kleinen Küchlein lassen sich schnell zusammenrühren und backen und sind bestens transportierbar.

Entschieden habe ich mich für Apfel-Streusel-Muffins aus dem Buch "Noch mehr Muffins!" von Jutta Renz, GU-Verlag.
Das Rezept mußte ich leicht abwandeln, da nicht alle Zutaten im Haus waren. Statt Walnüssen habe ich Haselnüsse gerieben, statt Buttermilch normale Milch dazugegeben und die Äpfel habe ich nicht gestückelt, sondern grob gerieben.






Abgewandeltes Rezept für 12 Muffins:

1 Ei, 1Prise Salz, 150g brauner Zucker, 1Päckchen Vanillezucker, 1Prise frisch geriebene Muskatnuss und 80ml neutrales Öl verquirlen. 2 gewaschene, säuerliche Äpfel bis aufs Kerngehäuse grob herunterreiben und untermischen-ich habe die Schale drangelassen.
260g Mehl und 90g gemahlene Haselnüsse, sowie 2 Tl Backpulver und 1/2 Tl Natron zusammen mit 200-300ml Milch dazugeben, so dass ein zähflüssiger Teig entsteht.
Den Teig in ein mit Papierbackförmchen ausgelegtes Muffinblech füllen.

50g Mehl, 60g gehackte Haselnüsse, 45g Zucker und 50g Butter zu Streuseln verarbeiten und auf den Teigportionen verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° in der Mitte ca.20-25 Minuten backen.
Schmeckt sicher auch gut, wenn  Teig und Streusel noch mit Zimt verfeinert werden, aber bei uns gibt es ein Familienmitglied, das keinen Zimt mag, so dass ich darauf verzichtet habe.

Die Muffins sind weggegangen, wie warme Semmeln und einen habe ich auch abbekommen.

Weitere leckere Sonntagskuchen gibt es bei Monika.

LG und einen schönen Sonntag
von Susanne

Fotos:von mir

Dienstag, 16. September 2014

MMM mit Chino

Nach der Sommerpause beginnt heute wieder der me-made-Mittwoch.

Dafür bin ich in meine neue Chino geschlüpft, die ich im Rahmen des HosenHerbstes bei Meike frisch genäht habe.
Bei der ersten Vorstellung der Hose wurde deutlich, dass sie im hinteren Bereich noch verbessert werden sollte.
Nach der kompetenten Beratung von Julia und Immi-vielen Dank nochmal !-habe ich die hintere Schrittnaht um knapp 0,5 cm vertieft.
Ich finde, man kann eine Verbesserung sehen, vor allen Dingen kann ich sie fühlen. Es sitzt "hintenherum" deutlich besser, als vorher. Faltenfrei wird diese Hose sowieso nie werden; das liegt einfach am etwas steifen, leicht knitternden Stoff. Egal, ich bin soweit zufrieden und habe direkt die nächste Chino zugeschnitten, aus einem deutlich gefälligeren Stoff.

Dazu trage ich, gegen die morgendliche Frische,  mein endlich beendetes Alpakajäckchen, das ich hier schon einmal in Stücken gezeigt habe.
Vielleicht ein bißchen viel Blau auf einmal, aber das Jäckchen ist zwar fertig, es fehlen jedoch noch passende Knöpfe. Heute Nachmittag möchte ich daher in die Stadt fahren und endlich welche besorgen. Und da ich dazu neige, extra bereitgelegte Garnproben, die zum Farbvergleich bei der Knopfsuche unerlässlich sind, letztlich doch zu Hause zu vergessen, dachte ich mir, ich ziehe die Jacke am besten gleich an.









Und jetzt freue ich mich zu sehen, wer nach der Sommerpause beim MMM dabei ist.
Gastgeberin ist heute Juli von Kirschenkind in einem noch sommerlichen, hübschen Hemdblusenkleid.
Liebe Grüße an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne

Fotos:Der Sohn
Volant-Shirt:Jackpot
Slipper:Xarah

Sonntag, 14. September 2014

Sonntagskuchen im September

Zum sonntäglichen Kaffetrinken gab es bei uns heute lauwarme Brownies mit weichem Kern und dazu eine dicke Scheibe Blaubeersahneparfait.

Die Brownies mit weichem Kern, nach einem Rezept aus dem Buch Brownies-verführerische Rezeptideen für köstliche Schokoladenkuchen/Parragon Books, habe ich schon oft gebacken.
Sie werden besonders von der Tochter mit ihrem Faible für Schokolade geliebt, aber wir anderen mögen sie auch gern.

Zusätzlich gab es zu den Brownies ein Blaubeersahne-Parfait nach dem Rezept von hier.
Keine Frage, eine absolute Kalorienbombe.
Selbst der Sohn, mittlerweile 15 Jahre und 1,84m groß, der zur Zeit eigentlich ständig Hunger hat und unglaubliche Mengen an Essen verdrücken kann, meinte nach der zweiten Scheibe Parfait:"Echt lecker Mama, aber schon ganz schön mächtig, oder?".
Jaha, aber man kann sich ja auch mit einer kleineren Portion begnügen, wie hier auf meinem Teller, für mich unbedingt noch mit einem Cappuccino.



Meinen Kuchenteller stelle ich jetzt auf Monikas virtuellen Kuchentisch und schaue mal, welche Köstlichkeiten noch auf der Kaffeetafel stehen.

LG und einen schönen Sonntag von

Susanne

Foto von mir


Donnerstag, 4. September 2014

HosenHerbst:Das zweite Treffen

Im September geht es im Rahmen des HosenHerbstes rund um die Passform/-Ansprüche.

Welche Passformmängel kenne ich von Kauf- oder selbstgenähten Hosen?/Welche Anpassungen habe ich schon mal versucht, die Passformmängel zu beheben?/Wie erkenne ich überhaupt Passformmängel und wie heißt mein Problem?/Wo gibt es Informationen über Anpassungen?/Wovor habe ich den meisten Respekt?

Beim Kauf von Hosen hatte ich hinsichtlich der Passform bisher wenig Probleme. Ich passe gut in meine übliche Größe und da ich kein Hohlkreuz habe, steht auch der Bund nicht ab.
Trotzdem mußte ich eine eigentlich passende Kaufhose des öfteren im Laden lassen, weil sie mir einfach zu kurz war. Ich bin 1,74m groß, so dass mir Kaufhosen, wenn sie nicht in verschiedenen Längen angeboten werden, oft schlicht zu kurz sind.

Die Hosenlänge war vorerst auch die einzige Anpassung, die ich bei den von mir genähten Hosen vorgenommen habe.
Ich sage vorerst, denn mit fortschreitendem Alter wird die Figur ja nicht straffer und bleibt wohlgeformt, sondern wird weicher und vormalige Rundungen-zumindest bei mir-werden flacher.
Das Passformproblem "flacherPo", das Sandra in ihrem Gastpost bei sich diagnostiziert hat, sehe ich in naher Zukunft auch schon auf mich zukommen.

Passformängel zu erkennen und zu benennen, wenn es nicht gerade zwickt und kneift, finde ich gar nicht so einfach. Mir hilft es da, bei anderen Nähbloggern mitzulesen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Selbst wenn diese Probleme bearbeiten, die ich nicht habe, öffnet es mir den Blick. Unter anderem haben sich Immi (immi-meyer-naeblog) und Mema (von-mema)  ausführlich mit der Passform beim Hosennähen beschäftigt. Und sicher kann man im Laufe dieses Sew-Alongs durch die Erfahrung der anderen Teilnehmerinnen neue Erkenntnisse gewinnen und davon profitieren.

Mein Anspruch an eine Hose ist nach wie vor, dass sie bequem ist, ich mich gut darin bewegen kann und dass ich mir in der Hose gefalle.
Und sollte da am Ende die ein oder andere kleine Falte sein, die eventeuell nicht dort hingehört, dann ist das eben so. Ich möchte da nicht überkritisch sein, wenn ansonsten der Gesamteindruck stimmt und ich mich in und mit der Hose wohlfühle.

Respekt vor dem Hosennähen bzw. mit etwas, was mit dem Hosennähen zu tun hat, möchte ich gar nicht erst aufbauen. Das würde mich nur hemmen. Ich probiere es einfach.

Apropos Ausprobieren:Die erste Hose nach dem Kaufschnit V 7250 ist fertig.

Den Schnitt habe ich auf Risiko genäht, zugeschnitten habe ich die größe 36.
Diese Entscheidung ist dem Stoff geschuldet.
Ich hatte einen leichten Baumwollstoff mit geringem Stretchanteil bei Alfatex bestellt. Nach dem Vorwaschen konnte ich auch nach ausgiebigem Ziehen und Zerren in alle Richtungen einen Stretchanteil nicht feststellen. Auch war der Stoff seltsam steif, ganz glatt und fühlte sich an, als wäre er beschichtet.
Stecken ließ der Stoff sich nur sehr schwer. Ich konnte die Nadeln nur mit erheblichem Kraftaufwand durch den Stoff bohren und-viel schlimmer-die Einstiche blieben nach dem Entfernen der Nadeln sichtbar.
Ich war sehr skeptisch, ob dieser Stoff die richtige Wahl war, aber mangels Alternative habe ich einfach losgenäht und die Hose erst vor dem Ansetzen des Bundes anprobiert-sie hat gepasst, na ja, schon eher knapp.
Beim Anprobieren nach der Fertigstellung saß die Hose-ich sag es mal freundlich-sehr fest und ich war nicht wirklich begeistert. Allerdings hat der Stoff nach kurzer Eintragezeit doch nachgegeben-hallo Stretchanteil-ohne dass die Hose jedoch die Form verloren hätte und war damit bequemer.
Der richtige Stoff für den Schnitt ist es aber noch nicht, dafür knittert er mir zu sehr. Vorn geht es, aber die Rückseite ist nach längerer Tragezeit insbesondere durch Aufstehen und Hinsetzen schon sehr knitterig.
Je nach Stoff muß ich beim nächsten Mal wohl auch nochmal die Größe überdenken.

Am Schnitt habe ich zwei Dinge geändert.
Zum einen habe ich in der Länge 7cm zugegeben-praktischerweise ist die Verlängerungslinie im Schnitt eingezeichnet. Der Schnitt hat eine 7/8 Länge, ich wollte jedoch lieber eine knapp normallange Chino. Beim nächsten Mal dürften es auch noch 2cm mehr sein. Ich mußte beim Aufschlag zusätzlich noch ein wenig knausern.
Zum anderen habe ich den Bund vorn und hinten 1 cm tiefer gesetzt. Im Schnitt sitzt die Hose im Schritt tiefer. Mir gefällt das nicht. Ich finde, durch einen tieferen Schritt werden die Beine optisch verkürzt und außerdem beult es sich vorn unschön, wenn man sich hinsetzt.
Auch nicht optimal finde ich die Seitennahttaschen des Schnittes. Diese Form neigt gern mal zum Aufsperren. Das ist jedenfalls bei meiner Chino so. Insbesondere in Bewegung sperren die Taschen mehr oder weniger weit auf und dieser Effekt läßt Hüfte und Po breiter erscheinen, als sie sind. Das liegt bei mir sicher auch am steifen Stoff. Mir gefallen die Taschen der Ottobrechino (Nr.10) da besser. Vielleicht ändere ich das bei der nächsten Hose.

Hier nun also die schonungslosen Bilder mit sämtlichen (Knitter-)falten. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind willkommen.
Julia von Sewionista findet übrigens, dass Hosen auch im Rückteil Taschen brauchen, da ohne Taschen der Po breiter wirkt. Wie seht ihr das?











LG von Susanne


Fotos:Der Sohn