Mittwoch, 23. Juli 2014

Nähergebnisse und Strickfortschritt

Bei uns laufen die Sommerferien schon gut zwei Wochen und die Tage der Kinder und mir, frei von Verpflichtungen, fangen zwar später an, dauern aber oft bis in die Nacht, wenn ich die Tochter von dieser und den Sohn von jener Party oder Verabredung einsammeln muss.
Nicht, dass ich mich beschweren wollte, ich genieße die Ferien, den anderen Tagesrhythmus und die langen Sommertage.
Bevor wir Ende der Woche in den Frankreichurlaub starten, gibt es noch die letzten Nähergebnisse.

Zunächst wäre da ein lockeres Blusentop aus der Burda 7/2011-121.
Das Rückenteil, sowie die Ärmel und der kleine Stehkragen sind aus Jersey, das Vorderteil dagegen wird aus Webware zugeschnitten.
Diesen Stoffmix fand ich sehr reizvoll.
Verwendet habe ich schwarzen Viskosejersey und für das Vorderteil habe ich ein altes Herrenhemd meines Ehemannes geschlachtet.
Die Bluse sitzt locker, aber nicht formlos, ist luftig und bequem und gefällt mir insgesamt sehr gut.
Abgeändert habe ich lediglich die Länge des Ausschnittschlitzes, der im Schnitt burdatypisch abgründig lang ist-ich habe den Schlitz erheblich gekürzt. Durch den Jerseyanteil kann man dennoch problemlos in die Bluse hinein- und herausschlüpfen.
Auch seitlich hat die Bluse kleine Schlitze.
Das Blusentop kommt auf alle Fälle mit in den Urlaub, denn trotz der dunklen Farbe ist es hitzetauglich-das habe ich gestern überprüft.







Auch genäht habe ich den Safari-Rock aus der Burda 2/2014 mit den großen seitlichen Klappentaschen-ich mag ja den sportlichen Touch gern, der durch solche Taschen entsteht.
Verwendet habe ich einen olivfarbenen Baumwollstretch.
Durch den leicht stretchigen Stoff ist der Rock jetzt schön bequem, allerdings ist um die Taille herum doch etwas zu viel Luft, obwohl ich zwischendurch anprobiert habe.
Mag auch daran liegen, dass der Gatte den Druckknopf im Bund nicht ganz passgenau eingeschlagen hat-das werde ich noch nachbessern und ansonsten kann der Rock ja mit Gürtel engergeschnallt werden.





Und dann habe ich noch ein Polokleid aus der Burda 4/2010-113 C genäht, aus dunkelblau-weißem Jersey-Pique von Alfatex.
Im Onlineshop hat Alfatex diesen Pique als leichte Ware ausgewiesen. Dem kann ich nicht zustimmen, da der Stoff auf der Rückseite angerauht ist, wie etwa bei einem Sweatstoff. Das ist zwar ganz angenehm auf der Haut, aber hitzetauglich ist es weniger, so dass das Kleid nicht mit in den Urlaub kommt.
Bis auf den Poloverschluß,  war das Kleid unkompliziert zu nähen. (Die Arbeitsanleitung im Heft habe ich nicht verstanden und bin anders vorgegangen-fürs erste Mal ist es ganz o.k. geworden). Für den Kragen und die Blenden habe ich unifarbene Webware verwendet, das gefiel mir besser.
Der Schnitt ist ganz gerade, ohne Abnäher und ich war gespannt, wie  das fertige Kleid wohl aussehen wird.
Die Vordearansicht war gut, im Rücken hatte ich allerdings zu viel Stoff, so dass ich im Rückteil nachträglich noch zwei Abnäher genäht habe.
Mal sehen, ob das Kleid beim Tragen seine Form behält-da der Pique aus 100 %  Baumwolle besteht, kann ich mir vorstellen, dass sich das Kleid im Laufe des Tages noch weitet.






 
Und wie in vielen anderen Nähblogs auch, habe ich ebenfalls ein WM-Jäckchen gestrickt, bei dem allerdings noch der zweite Ärmel fehlt.
Gestrickt habe ich mit königsblauem Alpakagarn von Lanade, schlicht glatt rechts; lediglich am unteren Rand verläuft eine kleine Blümchenbordüre aus Alpakarestgarn. Als Muster habe ich wieder den zur Jacke umgewandelten Pulloverschnitt aus dem Frühlingsjäckchenknitalong verwendet.
Hier schon mal ein Blick auf das Rückenteil.




     Und jetzt gehe ich meine Urlaubstasche packen...

LG von Susanne


Fotos von der Tochter und mir


Dienstag, 1. Juli 2014

MMM im Sommerrock

Der Stoff, den ich für diesen Rock verwendet habe, lag schon gut ein Jahr in meinem Stoffschrank.
Ab und zu fiel er mir ins Auge, aber mir wollte einfach nicht einfallen, was ich daraus nähen könnte.

Die Bonbonfarben, zusammen mit dem Blumenmuster sind eigentlich so gar nicht meins, zu süßlich.
Aber die Stoffqualität ist sehr schön, ein ganz weicher und glatter, dünner Sweatstoff, auf der Rückseite leicht angerauht.
Viel Stoff war es nicht, nur 1m, was die Möglichkeiten zusätzlich beschränkt hat.

Da die Wettervorhersage für diese Woche schönstes Sommerwetter versprochen hat und auch der Urlaub naht, habe ich befunden, dass der Stoff jetzt endlich zu einem Rock vernäht werden soll-ein lässiger Sweatrock kann meine Sommergarderobe noch gut ergänzen.

Zum lieblichen Stoffmuster wollte ich gern einen coolen Schnitt als Kontrast.
Cool fand ich schon immer den Origamirock von Kleinformat, den ich auch schon einmal genäht habe.
 Diesmal habe ich aber nicht den Schnitt von Kleinformat genäht, sondern habe einen sehr ähnlichen aus der Burda 9/2007,  Nr.116, ausprobiert.
Diesen Schnitt habe ich beispielsweise bei Rita sehr bewundert und weil mir ihre Version so gefallen hat, habe ich mir diese Burdaausgabe besorgt.



Im Heft ist der Schnitt für nicht dehnbare Webware vorgesehen.
Um die Dehnbarkeit des Sweatstoffes zu berücksichtigen, habe ich den Rock eine Nummer kleiner zugeschnitten und genäht; auf den Reißverschluß konnte ich verzichten.
In den Bund habe ich ein breites Gummiband eingezogen-das wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, aber ich mag das Gefühl, wenn es "fest" sitzt. Zusätzlich habe ich ein Durchzugsband genäht, wobei das Band lediglich für die lässige Optik sorgen soll. Wobei, wenn ich es jetzt auf den Fotos an mir sehe, sollte ich es vielleicht doch wieder entfernen?
Die Saumzugabe habe ich nach innen umgeschlagen, mit Zickzackstich versäubert und die überschüßige Zugabe dann abgeschnitten.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Rock und dass er bequem ist, brauche ich eigentlich nicht mehr zu erwähnen.



An der Puppe sitzt der Rock zwar etwas spackig, aber man kann die Details besser erkennen, als auf den nachfolgenden Bildern an mir










Mit dem Rock reihe ich mich auf dem MMM-Blog ein und schaue mir gleich an, welche selbstgenähten Kleidungsstücke an der Frau heute präsentiert werden.
Gastgeberin ist diesmal Wiebke von Kreuberger Nähte in einem wunderschönen Blumensommerkleid.

LG an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne

Fotos:Der Sohn

Schuhe:Geox
T-shirt:selbsgenäht, nach Burda 4/2011-122, ohne Stehkragen, aus hellgrauem Viskosejersey. Schon einmal in anderer Farbe hier gezeigt.
Kapuzenjacke:Zoo York