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Mittwoch, 3. Februar 2021

MMM im Februar:Outfitkrise

Der Januar war bei uns sehr winterlich; richtig kalt mit viel Schnee, so dass mein tägliches Outfit stets aus Hose mit Shirt oder Bluse und Strickpullover drüber bestand.


Versteht mich nicht falsch; ich mag dieses Styling und ich habe genügend ( selbstgenähte und-gestrickte) Hosen und Pullover für unterschiedliche Kombinationen zur Auswahl.

Trotzdem war mir nach etlichen Hosen-Pullover-Wochen nach Abwechslung.


Ich hatte das dringende Verlangen nach einem Kleid.

Blöd nur, dass ich kein Winterkleid im Schrank hatte, ......., jedenfalls kein alltagstaugliches.

Also musste ich mir wohl eines nähen.


Allerdings war die Schnittauswahl schwierig, denn alltagstauglich heißt für mich zur Zeit vor allem, dass meine Kleidung gut unter meine Outdoormontur passen muss.

Ich gehe zweimal am Tag mit dem Hund eine große Runde und bei der derzeitigen Wetterlage komme ich nicht drumherum, eine Regenhose und eine Winterjacke über meine Kleidung zu ziehen.

Der Hund und ich gehen querfeldein und ohne Schutzkleidung würde ich mich genauso einferkeln, wie es der Hund zwangsläufig macht.


Mir fiel nur ein Kleiderschnitt ein, der diese Anforderung erfüllen konnte-das Helmi-Tunic-Dress von Named Clothing; im Prinzip ein Hemd in Kleidlänge, das sich sicher unbeschadet unter meine Schutzkleidung ziehen ließe.

Genäht hatte ich Helmi schon einmal für die Tochter -(hier)-und im Zuge dessen hatte ich das Kleid auch selbst anprobiert, so dass ich wusste, dass der Schnitt mir passt.


Für den Schnitt habe ich mir einen Karostoff  in blau-grau-Tönen mit etwas Ocker aus je 50% Baumwolle und recycelter Mikrofaser ausgesucht, das heißt, natürlich online bestellt.

Das mache ich sowieso meistens, aber im derzeitigen Lockdown geht es ja auch gar nicht anders.

Der Beschreibung nach hat der Stoff  "eine feine Wolloptik " , worunter ich mir nichts vorstellen konnte und ich war gespannt.

Ich finde den Stoff sehr schön; er ist glatt, aber nicht so kühl, wie Baumwolle und fühlt sich tatsächlich ein wenig wollig an, aber nicht so rauh, wie Flanell und er fällt schön.


Die Musterpassgenauigkeit ist mir beim Kleid nicht einwandfrei gelungen, an einigen Stellen passt es haargenau, an anderen nicht so gut.

Natürlich habe ich versucht, die Schnittteile so auf dem Stoff zu arrangieren, dass beim Zusammennähen das Muster aufeinandertrifft, war aber wohl doch nicht penibel genug. Möglicherweise passt aber auch einfach das Karomuster nicht mit den Schnittdetails zusammen. Wie auch immer, ich bin deswegen jetzt nicht unglücklich.

(  Bei MalePatternBoldness, einem Blog, den ich sehr gerne lese, gibt es übrigens einen Post-Mismatched Plaid-Yea or Nay?- über bewußte Karopassungenauigkeit mit interessantem Bildmaterial )

 

Bei meinem Helmi-Dress habe ich, statt dem kleinen Stehkragen, den Kragen der Blusenoption, die im Schnitt enthalten ist, hinzugefügt.

Da ich einen langen Hals habe, kann ich Krägen gut tragen und außerdem bilde ich mir ein, dass es mit Kragen gleich ein bisschen wärmer ist; zumindest, wenn der Kragen hochgeschlossen ist.

Und ich kann den Kragen bei meinem Kleid ganz schließen. Meine Nähmaschine hat sich doch tatsächlich dazu überreden lassen, ein Knopfloch in den Kragensteg zu nähen.

Ansonsten habe ich am Schnitt nichts ändern müssen; die Passform ist locker, aber nicht zu weit und die Länge stimmt auch.

Unterm Kleid trage ich ein (gekauftes) Unterkleid.

 





Und glücklicherweise fand sich im Schrank auch noch ein passendes Kombi-Strickjäckchen.





Mein Outfit zeige ich heute auf dem MMM-Blog, auf dem am ersten Mittwoch des Monats selbstgefertigte Kleiung gezeigt werden kann.

Gastgeberin ist diesmal Elke vom Blog grueneblume in einem komplett selbstgenähten und gestrickten Hose-Bluse-Pullunder-Outfit, das ganz meinen Geschmack trifft.


LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen,

von Susanne




Bilder vom Mann


Karostoff von stoffe-autfizz

Rehbraune Raglanstrickjacke:selbstgestrickt


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnitt und Material habe ich selbst gekauft

Montag, 11. Januar 2021

Weihnachtskleid oder Slip-Dress in Midilänge

 Für mich selbst habe ich für das Weihnachtsfest kein Kleid genäht, denn wir haben, ganz regelkonform, im allerengsten Familienkreis gefeiert; nur wir Eltern und unsere zwei Kinder.

Zwar haben wir uns an den Weihnachtstagen schick gemacht, aber dafür brauchte ich nicht extra ein neues Kleidungsstück; ich konnte mich bequem aus meinem Bestand bedienen.


Dafür hatte die Tochter einen Kleiderwunsch.

Anfang November zeigte sie mir via Whats App ein schlichtes, camelfarbenens Slipdress in Midilänge aus feinem Wollstoff von Prada, das sie auf Instagram entdeckt und in das sie sich sofort verliebt hatte und fragte mich, ob ich ihr so ein Kleid nähen könnte.


Passenderweise gab es gerade im Online-Shop von Juni-Design einen Merino-Jersey in verschiedenen Farben und ich bestellte für die Tochter, da ein Camelton im Sortiment nicht vorhanden war, 1,5 m in Off-White.

Die Qualität des Jerseys ist sehr schön; ganz fein und leicht, aber deswegen auch durchscheinend.

Also bestellte ich noch Stretchfutter in Natur nach.


Bei der Schnittsuche verließen wir und auf die Burdas in meinem Bestand; ich wußte, dass wir dort eine Vorlage für ein Slipdress finden würden.

Wir entschieden uns als Grundlage für den Schnitt aus 11/2016 #113 und ich nahm am Schnitt einige Änderungen vor, um ihn an den Wunschkleidschnitt anzugleichen.


Den Oberstoff schnitt ich ohne Teilungsnaht an der Büste zu.

Der Burdaschnitt ist für Webware gedacht, aber ich wollte Jersey verwenden, so dass diese Änderung problemlos ging; wegen des dehnbaren Stoffes waren die versteckten Brustabnäher in den separaten Büstenteilen gut verzichtbar.

Für den Futterschnitt habe ich die Teilungsnähte in Vorder- und Rückteil jedoch beibehalten, da der Stoff weniger dehnbar ist, als der Jersey.

Den Volant im Rückteil habe ich weggelassen und den Schnitt um 15 cm verlängert.

Beim fertigen Kleid liegt die rechte Seite des Futterkleides auf der linken Seite des Jerseys, um zu vermeiden, dass die Versäuberungsnaht durch den zarten Oberstoff durchscheint.

Noch besser wäre es gewesen, Oberstoff und Futter als eine Lage zu verarbeiten, aber das war mir wegen der unterschiedlichen Dehnbarkeit der Stoffe zu riskant. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass die ganze Pracht sich beim Zusammennähen verzieht.

Juni-Design gab bei der Stoffbeschreibung die Empfehlung, bei der Verarbeitung des Stoffes ein Nahtband mitlaufen zu lassen, um ein Verziehen und Wellen des feinen Stoffes zu vermeiden.

Diese Empfehlung habe ich beherzigt und es nicht bereut.


Genäht habe ich die Größe 36 und das war richtig gewählt; das Kleid sitzt zwar figurnah, aber trotzdem noch so locker, dass der Stoff die Figur schön umfließt.


Fertig war das Kleid schon im November und die Tochter meinte nach der Anprobe, dass das Dress perfekt für Weihnachten wäre.

Und obwohl sie es Weihnachten getragen hat, ergänzt mit langer Strickjacke, haben wir es verpasst, Bilder zu machen.

Wir waren an den Weihnachtstagen einfach zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt; haben aufwändig gekocht, lange gegessen, uns viel unterhalten, haben ein Exit-Game gespielt, gestrickt und neue Strickprojekte geplant, haben sogar ein wenig gemalt und lange Spaziergänge mit unserem Labi gemacht.


Dafür reiche ich die Bilder jetzt im Januar nach.

Die Tochter liebt das Kleid und stylen lässt es sich sowohl variabel, als auch winterwarm, etwa mit Strickjacke drüber oder Shirt drunter.














Ich wünsche euch eine schöne Woche und bleibt gesund und munter,

lG von Susanne


Bilder von mir


Merino Jersey über Juni-Design


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnittmuster und Stoff habe ich selbst gekauft


Montag, 30. November 2020

Ruska Knit Dress

Immer mal wieder nimmt sich die Tochter das Breaking-The-Pattern Buch von Named Clothing zur Hand und entdeckt jedesmal einen Schnitt, den sie ganz dringend gebrauchen könnte.

Dieses mal sollte es das Ruska-Knit-Dress werden.


Quelle:Ruska-Knit-Dress aus Breaking The pattern von Named



Als sie den Schnitt ins Auge gefasst hatte, gab es im Stoff-Shop von 1000stoff gerade genau den passenden Stoff für das Kleid; einen Romanit von Prada, grau mit schwarzen Einsprenkseln, so dass wir  die erforderliche Menge sofort bestellt haben.

Glücklicherweise haben wir mit der Bestellung nicht gezögert, denn der Stoff war, kaum dass er im Shop erhältlich war, blitzschnell ausverkauft.





Beim Eintreffen des Stoffes war ich sehr angetan von der Qualität; er ist schön fest und schwerfallend, aber nicht zu dick und ließ sich problemlos vernähen.

Der Schnitt an sich ist unkompliziert; im Prinzip ist es ein taillierter T-shirt-Schnitt ohne Abnäher.

Dennoch ist der Schnitt wegen der langen Seitenschlitze an beiden Rockseiten sowie dem kleinen Turtleneckkragen nicht langweilig.


Quelle:Ruska-Knit-Dress aus Breaking The Pattern von Named



Die Seitenschlitze sehen übrigens nicht nur nett aus, sondern sind auch praktisch, da sie trotz der Maxilänge des Kleides große Schritte ermöglichen.

Trotz des schmale Schnittes ist das Kleid durch den dehnbaren Romanit bequem und lässt sich, dank Elastan, auch ohne Reißverschluß problemlos über den Kopf an- und ausziehen.

Genäht habe ich für die Tochter die Größe 38, ihre übliche Named-Größe und als einzige Anpassung die Ärmel um 3 cm verlängert.
Da ich der Tochter schon ein Turtleneckshirt nach diesem Schnitt genäht hatte, wußten wir, dass ihr die im Schnitt vorgesehene Ärmellänge zu kurz ist.










Fertig und im Besitz der Tochter ist das Kleid schon eine ganze Weile; ich glaube, ich habe es bereits im Oktober genäht, aber wie das eben so ist, haben wir es jetzt erst geschafft, Bilder zu machen.


Ich wünsche euch einen guten Wochenstart,

bleibt gesund und munter,

LG von Susanne



Bilder von mir


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Stoff und Schnittmusterbuch habe ich selbst erstanden

Mittwoch, 5. August 2020

Me Made Mittwoch im August mit dem Factory Dress....

....von Merchant and Mills.





Das Schnittmuster hatte ich mir schon letztes Jahr gekauft, aber statt das Kleid zu nähen, habe ich das Schnittmuster abgewandelt und stattdessen ein Oversize-Hemd genäht und auch hier gezeigt; das passte einfach besser zu meinen Bedürfnissen.

Dieses Jahr wollte ich nun endlich das Kleid umsetzen.

Das Factory-Dress ist ein Hemdkleid mit lockerer Passform, das wegen des legeren Schnittes ohne weiteren Verschluß über den Kopf an- und ausgezogen werden kann.

Trotz des schlichten Designs hat es ein paar nette Elemente;
natürlich einen Hemdkragen,
überschnittene, weite Ärmel mit Aufschlag,
Brusttaschen, die bei meiner kleinen Oberweite immer ein günstiges Detail sind,
in das vordere Rockteil werden vor dem Ansetzen zwei kleine Falten eingelegt, ansonsten fällt der Rock gerade
und in das Rockteil sind Seitennahttaschen integriert

Ein schlichter Schnitt braucht für mich einen schönen Stoff, um zu wirken.

Gekauft habe ich einen leichten Tencel, der sich wunderbar glatt und kühl anfühlt, dezent glänzt und schön fällt.
Ich war ganz glücklich, dass ich einen olivfarbenen Tencel gefunden habe, weil ich diese Farbe einfach liebe und schon immer ein Kleid in dieser Farbe wollte.

Das englische Schnittmuster enthält eine illustrierte Anleitung, die knapp, aber ausreichend ist.
Eine Nahtzugabe von 1,5 cm ist bereits mit angezeichnet.
Durch den simplen Schnitt gelingt auch eine saubere Innenverarbeitung problemlos.

Seit ich mir Hosen nähen kann, bin ich nicht mehr so die Rock- oder Kleiderträgerin, außer im Sommer.
An heißen Tagen fühle ich mich in Kleidern doch viel luftiger und irgendwie auch befreiter und zudem wirkt ein Kleid immer feminin und gut angezogen.
Dafür braucht es für mich kein aufwändiges Design; ich mag es lieber unkompliziert und eher schlicht.

Mein neues Factory-Dress ist perfekt für die momentan superwarmen Tage, weil es die Figur lässig umspielt, nichts klebt und einfach bequem ist.
Hier mag ich auch die Taschen im Rockteil, weil sie wegen der Weite nicht auftragen können und Taschen, wenn man sie hat, doch praktisch sind.

















Genäht und auch einige Male getragen habe ich den Schnitt bereits Ende Juni und eigentlich hatte ich vor, das Kleid beim Me-Made-Mittwoch-Treffen im Juli zu zeigen.
Aber im Juli schwächelte der Sommer und ich hatte keine Lust auf Fröstelfotos.

Dafür zeigt sich der August von seiner besten Sommerseite und ich kann das Kleid heute beim monatlichen MMM-Treffen vorstellen.
Gastgeberin ist diesmal Ina von Fitzladen, die für die hochsommerlichen Temperaturen einen ähnlichen lockeren Kleiderschnitt genäht hat und sehr gut damit aussieht.

LG an das MM-Team und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Bilder von der Tochter, gechossen am Wochenende bei großer Hitze und wehendem Wüstenwind

Olivfarbener Tencel von Juni-Design



Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnittmuster und Stoff habe ich selbst gekauft

Sonntag, 2. August 2020

Schnittabwandlung zum romantischen Sommerwunschkleid

Die Tochter entdeckte beim stöbern im Netz ein Sommerkleid, das ihr wahnsinnig gut gefiel, aber ihr studentisches Budget weit überschritt.

Daher schickte sie mir ein Bild und fragte, ob ich ihr das Modell nicht nachnähen könnte.

Das Vorhaben erschien mir machbar, so dass ich zustimmte.

Zunächst suchte ich nach einem Schnitt, der dem Wunschmodell möglichst nahe kommt und fand ihn mit diesem Kleid:


Quelle: Burda Style 5/2019 #107
Quelle:Burda Style 5/2019 # 107


Der Schnitt enthielt diverse Elemente des Wunschkleides, die ich übernehmen konnte:
-Blusenkleid
-V-Ausschnitt
-durchgehende Knopfleiste
-weites Rockteil

Hinzugefügt habe ich dem Schnitt ein gedoppeltes, breites Taillenband
und
die weiten Ärmel habe ich abgeändert, indem ich sie gekürzt habe, mittig einen Schlitz eingefügt und an den Manschetten ein breites Bindeband zum knoten ergänzt habe.

Normalerweise bin ich kein Freund von Probemodellen, aber diesmal war es unabdingbar, um zu überprüfen, ob die Änderungen zum gewünschten Ergebnis führen.
Erfreulicherweise hat es gut funktioniert.

Genäht habe ich für die Tochter die Größe 36 und, wie immer bei Burdaschnitten, die Schulterbreite um 1 cm verschmälert.

Stoff für das Kleid ist ein sandfarbener Tencel, den die Tochter sich ausgesucht hat.
Der Stoff ist sehr schön; leicht, aber blickdicht, glatt und mit einem dezenten Glanz.

Entstanden ist das Kleid übrigens in Abwesenheit der Tochter, aber ich habe sie über den Nähprozess via Whats App auf dem Laufenden gehalten.

Sie hat sich schon sehr auf das Kleid gefreut und konnte es schließlich am Wochenende endlich anprobieren.
Die Passform war gut und nachdem die Restarbeiten, wie Saumlänge bestimmen und Knöpfe annähen
erledigt waren, hat sie für mich gemodelt.



















Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und seid lieb gegrüßt,
Susanne


Bilder:von mir


sandfarbener Tencel von Naturstoff
Perlmuttknöpfe:gekauft von der Tochter


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Stoff und Schnittmuster habe ich gekauft