Der Januar war bei uns sehr winterlich; richtig kalt mit viel Schnee, so dass mein tägliches Outfit stets aus Hose mit Shirt oder Bluse und Strickpullover drüber bestand.
Versteht mich nicht falsch; ich mag dieses Styling und ich habe genügend ( selbstgenähte und-gestrickte) Hosen und Pullover für unterschiedliche Kombinationen zur Auswahl.
Trotzdem war mir nach etlichen Hosen-Pullover-Wochen nach Abwechslung.
Ich hatte das dringende Verlangen nach einem Kleid.
Blöd nur, dass ich kein Winterkleid im Schrank hatte, ......., jedenfalls kein alltagstaugliches.
Also musste ich mir wohl eines nähen.
Allerdings war die Schnittauswahl schwierig, denn alltagstauglich heißt für mich zur Zeit vor allem, dass meine Kleidung gut unter meine Outdoormontur passen muss.
Ich gehe zweimal am Tag mit dem Hund eine große Runde und bei der derzeitigen Wetterlage komme ich nicht drumherum, eine Regenhose und eine Winterjacke über meine Kleidung zu ziehen.
Der Hund und ich gehen querfeldein und ohne Schutzkleidung würde ich mich genauso einferkeln, wie es der Hund zwangsläufig macht.
Mir fiel nur ein Kleiderschnitt ein, der diese Anforderung erfüllen konnte-das Helmi-Tunic-Dress von Named Clothing; im Prinzip ein Hemd in Kleidlänge, das sich sicher unbeschadet unter meine Schutzkleidung ziehen ließe.
Genäht hatte ich Helmi schon einmal für die Tochter -(hier)-und im Zuge dessen hatte ich das Kleid auch selbst anprobiert, so dass ich wusste, dass der Schnitt mir passt.
Für den Schnitt habe ich mir einen Karostoff in blau-grau-Tönen mit etwas Ocker aus je 50% Baumwolle und recycelter Mikrofaser ausgesucht, das heißt, natürlich online bestellt.
Das mache ich sowieso meistens, aber im derzeitigen Lockdown geht es ja auch gar nicht anders.
Der Beschreibung nach hat der Stoff "eine feine Wolloptik " , worunter ich mir nichts vorstellen konnte und ich war gespannt.
Ich finde den Stoff sehr schön; er ist glatt, aber nicht so kühl, wie Baumwolle und fühlt sich tatsächlich ein wenig wollig an, aber nicht so rauh, wie Flanell und er fällt schön.
Die Musterpassgenauigkeit ist mir beim Kleid nicht einwandfrei gelungen, an einigen Stellen passt es haargenau, an anderen nicht so gut.
Natürlich habe ich versucht, die Schnittteile so auf dem Stoff zu arrangieren, dass beim Zusammennähen das Muster aufeinandertrifft, war aber wohl doch nicht penibel genug. Möglicherweise passt aber auch einfach das Karomuster nicht mit den Schnittdetails zusammen. Wie auch immer, ich bin deswegen jetzt nicht unglücklich.
( Bei MalePatternBoldness, einem Blog, den ich sehr gerne lese, gibt es übrigens einen Post-Mismatched Plaid-Yea or Nay?- über bewußte Karopassungenauigkeit mit interessantem Bildmaterial )
Bei meinem Helmi-Dress habe ich, statt dem kleinen Stehkragen, den Kragen der Blusenoption, die im Schnitt enthalten ist, hinzugefügt.
Da ich einen langen Hals habe, kann ich Krägen gut tragen und außerdem bilde ich mir ein, dass es mit Kragen gleich ein bisschen wärmer ist; zumindest, wenn der Kragen hochgeschlossen ist.
Und ich kann den Kragen bei meinem Kleid ganz schließen. Meine Nähmaschine hat sich doch tatsächlich dazu überreden lassen, ein Knopfloch in den Kragensteg zu nähen.
Ansonsten habe ich am Schnitt nichts ändern müssen; die Passform ist locker, aber nicht zu weit und die Länge stimmt auch.
Unterm Kleid trage ich ein (gekauftes) Unterkleid.
Und glücklicherweise fand sich im Schrank auch noch ein passendes Kombi-Strickjäckchen.
Mein Outfit zeige ich heute auf dem MMM-Blog, auf dem am ersten Mittwoch des Monats selbstgefertigte Kleiung gezeigt werden kann.
Gastgeberin ist diesmal Elke vom Blog grueneblume in einem komplett selbstgenähten und gestrickten Hose-Bluse-Pullunder-Outfit, das ganz meinen Geschmack trifft.
LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne
Bilder vom Mann
Karostoff von stoffe-autfizz
Rehbraune Raglanstrickjacke:selbstgestrickt
Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Schnitt und Material habe ich selbst gekauft










