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Samstag, 31. Januar 2015

HosenHerbst:Defilee und Resume

Im Dezember 2014 endete der HosenHerbst und ich habe es verpasst ein Resumee zu ziehen und mich bei Meike zu verlinken.
Um den Sew-Along für mich abzuschließen, schiebe ich Defilee und Resume nun noch nach.

Meike stellte zum Abschluß folgende Fragen:
Zeigt her eure Hosen-seid ihr zufrieden? Tragt ihr eure Hosen? Mit was kombiniert ihr eure Hosen (Oberteile,Schuhe,Jacke)? Näht ihr weitere Hosen? Warum? Oder warum nicht?

Der HosenHerbst hat mir insgesamt vier Hosen beschert, zwei schnittgleiche Chinos:







und zwei schmale Musterhosen:






Mit meinen Hosen bin ich, mittlerweile, sehr zufrieden und trage sie gern.

Am häufigsten greife ich zu meiner khakifarbenen Chino, wohl, weil diese sich am umkompliziertesten kombinieren lässt. Da kann ich eigentlich blind in meinen Kleiderschrank greifen und habe ein farblich passendes Oberteil, :).
Zu den Chinos passen sowohl viele meiner Shirts, mit oder ohne Jäckchen drüber, als auch Bluse oder Pulli und da die Hosen einfarbig sind, gehen Uni- oder Musteroberteile gleichermaßen gut.

Zu den schmalen, gemusterten Hosen trage ich nur einfarbige Oberteile in längerer Form und gerne Schuhe mit Absatz.

Es werden sicher noch mehr Hosen folgen, na ja, so nach und nach, eben nach Bedarf  bzw Lust und Laune, denn ich trage Hosen genauso gern, wie Kleider und Röcke.
In der Vorbereitung auf den HosenHerbst habe ich bei der Durchsicht meiner Nähzeitschriften unzählige Hosenschnitte gefunden und mit Klebezettelchen markiert, die ich mir vorstellen könnte, für mich zu nähen.
Mache ich sicher nicht, also alle markierten Schnitte nähen, denn so viele Hosen brauche ich dann doch nicht. Aber es macht schon Spaß, eine kleine Auswahl zu haben.

Der HosenHerbst war eine Aktion, die mir gerade recht kam. Hierfür noch einmal vielen Dank an Meike für die Organisation.
Persönlich habe ich von dieser Aktion profitiert, denn bei Anpassungsproblemen gab es für mich kompetenten Rat und Hilfe.
Und ich habe bei der Abhandlung der Monatsthemen sowie durch die Posts der anderen Teilnehmerinnen viel Neues dazulernen können.

LG von Susanne


Donnerstag, 2. Oktober 2014

HosenHerbst-Monatsthema Oktober

In diesem Monat geht es beim HosenHerbst um die Tücken, die im Detail liegen.

Meike stellt hierzu folgende Fragen:
Geknöpfte Hose, Reißverschluß mit allem Drum und Dran oder ein Gummibund? Wie verschließt ihr eure Hose? Wie säume ich meine Hose? Wie verstärke ich den Bund? Futter? Hat eure Hose Taschen und wenn ja welche und wie macht man solche Taschen?

Die Hosen, die ich bis jetzt genäht habe, haben alle einen Reißverschluß vorn und seit ich dieses Video kenne, funktioniert das Einnähen ganz wunderbar.


Mit Gummibund werden bei mir nur Jogging- oder Schlafanzughosen versehen.

Zusätzlich zum Reißverschluß benötigt man meist noch einen Knopfverschluß, wofür ich entweder, wenn ein passender Knopf vorhanden ist, ein Knopfloch nähe oder aber einen Druckknopf durchschlage.

Die Säume meiner Hosen steppe ich mit der Nähmaschine-bei meinen bisherigen Hosen passte das gut zum Stil. Sollte ich mir einmal eine feine Wollhose nähen, würde ich die eventuell mit dem Blindstich oder von Hand säumen.

Damit der Bund sich nicht ausdehnt, verstärke ich ihn mit fester Einlage. In den Nähzeitschriften wird meist angegeben, welche Einlage benötigt wird.

Taschen sind für mich bei Hosen eigentlich unverzichtbar. Ich sage eigentlich, denn ich habe sehr wohl schon eine taschenlose, schmale Hose genäht, dieser dann aber nachträglich wenigstens Potaschen hinzugefügt.

Lieber sind mir Hosen mit Taschen, nicht weil ich die Taschen gerne mit Kleinigkeiten vollstopfe, ich benötige sie nicht wirklich, aber Taschen sind für mich Details, die das Aussehen einer Hose mitgestalten. Auch Gürtelschlaufen und Absteppungen bestimmen neben dem Schnitt und der Stoffauswahl den Look einer Hose mit.

Bei meiner zweiten Chino -fertig, aber noch nicht gezeigt- habe ich statt der ursprünglichen Seitennahttaschen, die bei mir zum Aufsperren neigen, Hüftpassentaschen mit schrägem Eingriff genäht.
Diese Taschen habe ich dem Ottobreschnitt entnommen und angepasst-gefällt mir persönlich besser.
Für die Innentaschen benutze ich meist einen vorhandenen Futterrest.




 Reicht mir die Erklärung in der Schnittbeschreibung nicht aus, um Taschen oder andere Details zu nähen, suche ich meist online nach einer besseren Beschreibung.
Jetzt kann ich im Zweifel auf die hilfreichen Tutorials, die Lucy für die Details beim Hosennähen  hier zusammengestellt hat, zurückgreifen-vielen Dank.

Wie die anderenTeilnehmerinnen des HosenHerbstes im Oktober den Tücken begegnen,werde ich mir jetzt ansehen.

LG von Susanne

Donnerstag, 4. September 2014

HosenHerbst:Das zweite Treffen

Im September geht es im Rahmen des HosenHerbstes rund um die Passform/-Ansprüche.

Welche Passformmängel kenne ich von Kauf- oder selbstgenähten Hosen?/Welche Anpassungen habe ich schon mal versucht, die Passformmängel zu beheben?/Wie erkenne ich überhaupt Passformmängel und wie heißt mein Problem?/Wo gibt es Informationen über Anpassungen?/Wovor habe ich den meisten Respekt?

Beim Kauf von Hosen hatte ich hinsichtlich der Passform bisher wenig Probleme. Ich passe gut in meine übliche Größe und da ich kein Hohlkreuz habe, steht auch der Bund nicht ab.
Trotzdem mußte ich eine eigentlich passende Kaufhose des öfteren im Laden lassen, weil sie mir einfach zu kurz war. Ich bin 1,74m groß, so dass mir Kaufhosen, wenn sie nicht in verschiedenen Längen angeboten werden, oft schlicht zu kurz sind.

Die Hosenlänge war vorerst auch die einzige Anpassung, die ich bei den von mir genähten Hosen vorgenommen habe.
Ich sage vorerst, denn mit fortschreitendem Alter wird die Figur ja nicht straffer und bleibt wohlgeformt, sondern wird weicher und vormalige Rundungen-zumindest bei mir-werden flacher.
Das Passformproblem "flacherPo", das Sandra in ihrem Gastpost bei sich diagnostiziert hat, sehe ich in naher Zukunft auch schon auf mich zukommen.

Passformängel zu erkennen und zu benennen, wenn es nicht gerade zwickt und kneift, finde ich gar nicht so einfach. Mir hilft es da, bei anderen Nähbloggern mitzulesen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Selbst wenn diese Probleme bearbeiten, die ich nicht habe, öffnet es mir den Blick. Unter anderem haben sich Immi (immi-meyer-naeblog) und Mema (von-mema)  ausführlich mit der Passform beim Hosennähen beschäftigt. Und sicher kann man im Laufe dieses Sew-Alongs durch die Erfahrung der anderen Teilnehmerinnen neue Erkenntnisse gewinnen und davon profitieren.

Mein Anspruch an eine Hose ist nach wie vor, dass sie bequem ist, ich mich gut darin bewegen kann und dass ich mir in der Hose gefalle.
Und sollte da am Ende die ein oder andere kleine Falte sein, die eventeuell nicht dort hingehört, dann ist das eben so. Ich möchte da nicht überkritisch sein, wenn ansonsten der Gesamteindruck stimmt und ich mich in und mit der Hose wohlfühle.

Respekt vor dem Hosennähen bzw. mit etwas, was mit dem Hosennähen zu tun hat, möchte ich gar nicht erst aufbauen. Das würde mich nur hemmen. Ich probiere es einfach.

Apropos Ausprobieren:Die erste Hose nach dem Kaufschnit V 7250 ist fertig.

Den Schnitt habe ich auf Risiko genäht, zugeschnitten habe ich die größe 36.
Diese Entscheidung ist dem Stoff geschuldet.
Ich hatte einen leichten Baumwollstoff mit geringem Stretchanteil bei Alfatex bestellt. Nach dem Vorwaschen konnte ich auch nach ausgiebigem Ziehen und Zerren in alle Richtungen einen Stretchanteil nicht feststellen. Auch war der Stoff seltsam steif, ganz glatt und fühlte sich an, als wäre er beschichtet.
Stecken ließ der Stoff sich nur sehr schwer. Ich konnte die Nadeln nur mit erheblichem Kraftaufwand durch den Stoff bohren und-viel schlimmer-die Einstiche blieben nach dem Entfernen der Nadeln sichtbar.
Ich war sehr skeptisch, ob dieser Stoff die richtige Wahl war, aber mangels Alternative habe ich einfach losgenäht und die Hose erst vor dem Ansetzen des Bundes anprobiert-sie hat gepasst, na ja, schon eher knapp.
Beim Anprobieren nach der Fertigstellung saß die Hose-ich sag es mal freundlich-sehr fest und ich war nicht wirklich begeistert. Allerdings hat der Stoff nach kurzer Eintragezeit doch nachgegeben-hallo Stretchanteil-ohne dass die Hose jedoch die Form verloren hätte und war damit bequemer.
Der richtige Stoff für den Schnitt ist es aber noch nicht, dafür knittert er mir zu sehr. Vorn geht es, aber die Rückseite ist nach längerer Tragezeit insbesondere durch Aufstehen und Hinsetzen schon sehr knitterig.
Je nach Stoff muß ich beim nächsten Mal wohl auch nochmal die Größe überdenken.

Am Schnitt habe ich zwei Dinge geändert.
Zum einen habe ich in der Länge 7cm zugegeben-praktischerweise ist die Verlängerungslinie im Schnitt eingezeichnet. Der Schnitt hat eine 7/8 Länge, ich wollte jedoch lieber eine knapp normallange Chino. Beim nächsten Mal dürften es auch noch 2cm mehr sein. Ich mußte beim Aufschlag zusätzlich noch ein wenig knausern.
Zum anderen habe ich den Bund vorn und hinten 1 cm tiefer gesetzt. Im Schnitt sitzt die Hose im Schritt tiefer. Mir gefällt das nicht. Ich finde, durch einen tieferen Schritt werden die Beine optisch verkürzt und außerdem beult es sich vorn unschön, wenn man sich hinsetzt.
Auch nicht optimal finde ich die Seitennahttaschen des Schnittes. Diese Form neigt gern mal zum Aufsperren. Das ist jedenfalls bei meiner Chino so. Insbesondere in Bewegung sperren die Taschen mehr oder weniger weit auf und dieser Effekt läßt Hüfte und Po breiter erscheinen, als sie sind. Das liegt bei mir sicher auch am steifen Stoff. Mir gefallen die Taschen der Ottobrechino (Nr.10) da besser. Vielleicht ändere ich das bei der nächsten Hose.

Hier nun also die schonungslosen Bilder mit sämtlichen (Knitter-)falten. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind willkommen.
Julia von Sewionista findet übrigens, dass Hosen auch im Rückteil Taschen brauchen, da ohne Taschen der Po breiter wirkt. Wie seht ihr das?











LG von Susanne


Fotos:Der Sohn




Freitag, 15. August 2014

HosenHerbst 2014-Monatsthema August

Meike von crafteln hat zum HosenHerbst aufgerufen.

Kein Sew-Along im klassischen Sinne, sondern die Möglichkeit für jeden, der mitnähen möchte, im Zeitraum von August bis Dezember im eigenen Tempo ein, oder mehrere Hosen für sich zu nähen und sich zwischenzeitlich mit den anderen Teilnehmerinnen jeweils zum Monatsanfang darüber auszutauschen.

Los geht es mit dem Monatsthema August:
Hosenformen-Hosenmoden-Hosenschnitte
Was für eine Hose möchte ich nähen?/Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungern getragen?/Was sind meine Ansprüche an eine Hose?/Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper, meinem Leben?/Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen?/Welches Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht?

Meikes Aufruf kommt mir gerade recht, denn ich trage Röcke und Kleider genauso gern, wie Hosen.
Neben etlichen Kleidern und Röcken habe ich mir im letzten Jahr aber nur vier Hosen genäht.
Zwei Chinos, Charlie Nr.1 und 2 nach demselben Schnitt, aber in unterschiedlicher Größe.
Eine Jeans nach dem Schnitt von einer abgelegten Kaufhose.
Eine schmale 7/8 Hose.
Außer den genähten Hosen besitze ich noch zwei uralte Kaufjeans, eine im Boyfriend Style und eine mit schmaler Form und zwei leichte Leinenhosen für den Sommer, an der Hüfte schmal sitzend, aber mit weitem Bein.

Diese Bestandsaufnahme ergibt, dass ich auf einen bestimmten Hosentyp nicht festgelegt bin.
Generell muss ich mich in einer Hose wohlfühlen, das heißt, sie muss bequem sein und ich muß mich gut darin bewegen können und ich muß mir in der Hose gefallen. Natürlich soll das Material pflegeleicht sein und bestenfalls sollte die Hose sich gut mit vorhandenen Kleidungsstücken kombinieren lassen. Und die Hose sollte Taschen haben.

Was für eine Hose möchte ich also nun nähen und welches Schnittmuster nehme ich dafür?
Ein Hosenschnitt mit weitem Bein scheidet für mich im Herbst/Winter aus. Weite, flatternde Hosenbeine finde ich im Sommer angenehm luftig, sind mir für die kalte Jahreszeit aber zu zugig, zumal ich ungern Strumpfhosen unter Hosen trage.

Dringend benötige ich eine neue Jeans, da die Kaufjeans langsam aber sicher den Geist aufgeben und meine genähte Punktejeans nicht so unkompliziert zu kombinieren ist.
Dafür muß ich aber erst geeigneten, dunkelblauen Jeansstoff finden und welchen Schnitt ich dafür nehmen möchte, weiß ich auch noch nicht so recht. Da sich der HosenHerbst aber zum Glück über einen recht langen Zeitraum erstreckt, wird sich das hoffentlich noch finden.

Starten möchte ich mit einer neuen Chino.
Meine Charlie Nr.2 ist eine meiner Lieblingshosen, wird gern und häufig getragen, auch, weil sie sehr kombifreundlich ist. Durch das häufige Tragen sieht sie leider mittlerweile ziemlich abgenutzt aus.
Daher muß Ersatz her.
Ich möchte allerdings den Ottobreschnitt nicht mehr nutzen, sondern einen sehr ähnlichen Burdaschnitt (7250) testen.


Grund ist, dass ich bei dem Ottobreschnitt zwischen zwei Größen liege. Ich habe die Hose ja zweimal in Gr.38 und 36 genäht. Gr.38 ist insgesamt zu weit und bei Gr.36 sind mir die Beine für meinen Geschmack einen Tick zu schmal. Bevor ich jetzt bei der nächsten Hose herumprobieren muß, nehme ich lieber gleich einen anderen Schnitt. Burdaschnitte passen mir generell gut und ich weiß verläßlich, welche Größe ich nehmen muß.
 Außerdem haben mir die Beispielhosen hier sehr gut gefallen.

Stoff für die  Chino liegt bereit, schon gewaschen, aber noch nicht gebügelt.  Ich habe einen dunkelblauen Baumwollstretchstoff bei Alfatex bestellt.
Der Stretchanteil ist allerdings sehr gering, wie ich feststellen mußte, aber der Schnitt setzt auch keinen Stretchstoff voraus.



Jetzt schaue ich mir bei Frau Crafteln an, welche Hosenschnitte die anderen Mitnäherinnen sich ausgesucht haben.

Vielen Dank an Meike, für die Organisation und LG an die Gastgeberin und die anderen Teilnehmerinnen

von Susanne

Fotos von mir