...so heißt das Modell, das ich gerade nähe und noch beenden möchte, bevor ich mit meinem kleinen Schwarzen beginne.
Der Schnitt stammt aus der Sommerkleider-Beilage zum Nachnähen der Zeitschrift Brigitte, Heft Nr.9 aus 2015.
Die Brigitte kaufe ich ganz selten, meist die Ausgabe mit den Weihnachtsplätzchen, oder, wenn Strickanleitungen enthalten sind, die mir gefallen.
Diesmal habe ich das Heft wegen des Extras mitgenommen, denn der Entwurf zum Nachnähen für das Businesskleid hat mir sofort gefallen; schlicht und eher schmal, im Vorder- und Rückteil reichlich figurformende Abnäher und auch den Ausschnitt mit Schlitz finde ich nett.
Für das Kleid wird Baumwollstoff mit 4% Elastan vorgeschlagen. Den Originalstoff kann man auch bestellen.
Helles Grau ist aber nichts für mich. Dafür habe ich im Stoffladen der nächst größeren Stadt einen leichten Baumollstoff mit entsprechendem Elatananteil in grau-braun gefunden.
Bei der Frage, in welcher Größe ich das Kleid nähen soll, stand ich erst vor einem Rätsel.
In der Zeitschrift und auf dem Schnittbogen war lediglich die Rede von den verschiedenen Konfektionsgrößen, aber eine Maßtabelle fehlte. Ich habe mir einen Wolf gesucht, aber die Tabelle war nicht enthalten.
Ich habe mich dann an den Leserservice gewandt und eine Mitarbeiterin hat mir, auf meine Anfrage hin, umgehend eine Maßtabelle zugemailt.
Die Nähanleitung an sich ist äußerst knapp gehalten. Wer noch nie ein Kleid mit Belegen, Nahtreißverschluß und Ausschnittschlitz genäht hat, dürfte seine Schwierigkeiten damit haben.
Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen.
Den Ausschnittschlitz habe ich verkürzt. Ich mag weder einen großen Ausschnitt, noch lange Schlitze, die tief blicken lassen.
Die Ärmel habe ich im Bruch zugeschnitten und gedoppelt.
Diesen Trick habe ich neulich bei Julia von Sewionista gelesen. Es gefällt mir, dass man sich damit einen sichtbaren Saum erspart.
Das Kleid ist komplett gefüttert, so rutscht es besser und sieht auch innen sauberer aus.
Außerdem konnte ich so die Charmeuse schon mal ausprobieren, die ich auch als Stretchfutter für mein kleines Schwarzes vorgesehen habe.
Ich finde diese Futterqualität sehr glatt und damit auch sehr "rutschig" . Aufpassen mußte ich beim Anfang und Ende des Nähstückes, dass die Maschine den Stoff nicht "frisst", sondern weitertransportiert, aber ansonsten ließ er sich gut nähen.
Bleibt noch der Saum am Oberstoff.
Da werde ich vor dem Spiegel herumprobieren müssen, wie lang das Kleid sein soll, denn die vorgegebene Länge ein ganzes Stück über dem Knie finde ich für mich zu kurz.
Hier schon mal ein Bild auf der Puppe. Der Puppe ist mein Kleid wie üblich einen Tick zu eng, aber dank Stretchanteil geht auch bei ihr der Reißverschluß zu, : ).
LG von
Susanne
Bilder von mir