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Mittwoch, 7. Dezember 2022

MMM im Dezember mit Noomi oder Kuschelstrick im Winter

Zum monatlichen MMM-Treffen im Dezember, bei dem selbstgefertigte Kleidung gezeigt werden kann, nehme ich mit der Strickjacke Noomi teil.


Auf die Anleitung von Noomi bin ich beim Surfen im Internet gestoßen und ich wusste augenblicklich, dass ich mir diese Jacke stricken möchte.


Quelle:Noomi Jakke aus 2111 Double Sunday/Sandnes


Noomi ist ein V-Neck-Cardigan zum Knöpfen, der leicht kastig geschnitten ist. 

Die Länge ist etwas verkürzt und durch das Arbeiten mit doppeltem Wollfaden ist der Kuschelfaktor garantiert.


Die Anleitung ist von Sandnes und seitens dieses Herstellers gibt es die Vorgabe, dass die Anleitungshefte nur zusammen mit einer bestimmten Menge Sandnes-Garn verkauft werden dürfen.

Allerdings entsprachen die entsprechenden Garnfarben von Sandnes nicht dem Farbton, den ich mir für meine Jacke vorstellte.

Daher habe ich, um das Anleitungsheft kaufen zu können, Sandnes-Garn für ein anderes Projekt in den Warenkorb gelegt; das war kein Problem.


Für meine Jacke habe ich dann Lima in Marone von Drops-Design und als Beilaufgarn Kid-Silk in Bordeaux, ebenfalls von Drops-Design, geordert.

Zusammen verstrickt ergibt diese Kombi ein gedämpftes Rotbraun, das mir sehr gut gefällt.




Die Jacke wird von oben nach unten mit Zunahmen für den Raglan und V-Ausschnitt gearbeitet.

Die Bündchen und der Saum werden mit verschränkten Maschen gestrickt, was sehr schön plastisch wirkt und der Rest einfach glatt-rechts.


Ganz kommt man um Handnähte jedoch nicht herum, denn die Knopfleiste wird als doppeltes Bündchen separat gestrickt und ganz zum Schluss leicht gedehnt an die Jacke genäht.


Bei meinem Cardigan habe ich in der Länge ein paar Zentimeter zugegeben, denn die Cropped-Version mag zwar modisch sein und sich gut zu taillenhoch geschnittenen Hosen oder Röcken kombinieren lassen, ist für mich aber nicht praktisch, da ich vorwiegend Hosen trage, die etwas unterhalb der Taille sitzen.

Gestrickt habe ich die Größe M und ich bin mit der Passform sehr zufrieden.


Angestrickt hatte ich die Jacke Noomi bereits im Juni und im Verlauf des Sommers gemütlich fertiggestellt.

Eine ganze Zeit hing sie dann ungetragen auf der Puppe, aber seit es hier bei uns winterlich kalt ist und sogar seit letztem Wochenende immer mal wieder Schnee fällt, avanciert Noomi zur treuen Dauerbegleiterin; der doppelte Strick wärmt gut, ist wunderbar weich und der lässige Schnitt ist schön bequem.




Jetzt koche ich erst mal Kaffee und schaue mir dann in Ruhe die Beiträge der anderen MMM-Teilnehmer/-innen an.

Gastgeberin ist heute Elke von elkma.de, die heute ihren schönen Wintermantel mit leuchtend gelbem Steppfutter vorstellt.


LG an das MM-Team, sowie die anderen Teilnehmer/innen

von Susanne



Bilder von mir


Weite Hose aus Wollgabardine in Anthrazit:Selbstgenäht nach Schnitt 103 aus der BurdaStyle 12/2013, bereits vorgestellt hier

Schwarzes Rollkragenshirt:Gekauft und uralt


Hinweis in Sachen Werbung:Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Anleitung und Garn habe ich selbst gekauft


Mittwoch, 6. März 2019

MMM im März:Übergangslook

Bei schwankenden Temperaturen, wie jetzt im März, setze ich gerne auf ein Outfit mit Strickjacke.

Eine Strickjacke hält schön warm, wenn es nötig ist und ist schnell abgelegt, wenn es schweißtreibend wird.

Mein heutiges Jäckchen habe ich bereits im letzten Herbst gestrickt und schon öfter getragen, aber bisher noch nicht gezeigt.
Der Raglanschnitt mit kleinem Schalkragen hat eine lockere Passform und bleibt verschlußlos.
Gestrickt habe ich die Jacke mit der Originalwolle und mich für einen warmen Farbton entschieden, der sich rehbraun nennt.

Quelle:stricken.de-edle Raglanjacke für jeden Tag

Zu einem Jäckchen, das offen getragen wird, braucht es auch ein vorzeigbares "Untendrunter".
Unter meinem Jäckchen trage ich heute ein Shirt aus weichem, schwerfallendem Jersey mit wildem Muster.
Das Muster hat mir den Zuschnitt schwergemacht; ich habe meinen Shirtschnitt ewig auf dem Stückchen Stoff herumgeschoben, bis ich mit der Musterplazierung im Vorderteil zufrieden war, denn ich wollte unbedingt vermeiden, große Blumen im Brustbereich zu haben.



Danach konnte ich das Rückenteil allerdings nicht mehr im Bruch zuschneiden , so dass es folglich eine Mittelnaht hat. Das stört mich aber nicht; die Naht ist jetzt eben ein Designelement.



Auch das Shirt habe ich schon Ende letzten Jahres genäht, aber selten getragen.
Zwar ist der Stoff von wirklich schöner, schwerer Qualität und angenehm zu tragen, jedoch ist das schrille Muster letztlich doch nicht so ganz meins.
Aber zusammen mit einem Jäckchen, unter dem es hervorblitzen kann, fühle ich mich ganz wohl damit.

Den Look komplettiert meine "Laufsteghose", die, was ich beim Nähen der Hose nie gedacht hätte, ein echtes Lieblingsteil geworden ist.
Zum Glück ist der Stoff von guter Qualität und zeigt trotz häufigen Tragens und Waschens keine Abnutzungserscheinungen.















Meinen Übergangslook schicke ich hinüber auf den MMM-Blog, auf dem heute selbstgefertigte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann.
Gastgeberin ist diesmal Elke, von elkeundmatthias, in einem lila-Laune-Frühlingskleid, das sie ganz wunderbar auf sich zugeschnitten hat.

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne



Fotos vom Ehemann


Strickjacke:Kostenlose Anleitung zu finden bei stricken.de
                   verwendetes Garn:Landlust Merino von Lana Grossa

Shirt:Schnitt Burda Style 08/2015#120
         Milanojersey von stoffe-creativ

Hose:Entstanden bei der Aktion vom Laufsteg in den Kleiderschrank
         Schnitt:eine Mischung aus den Hosenschnitten 05/2015#127 und 11/2016#106 von Burda Style



Hinweis in Sachen Werbung:
Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation, die verwendeten Schnittmuster und Stoffe habe ich selbst gekauft

Montag, 25. Februar 2019

Oversize Mantel für die Tochter

Die Tochter wünschte sich einen neuen Wintermantel in dunkler Farbe, am liebsten lang und oversized geschnitten, so richtig schön zum Einhüllen und lässig über allen Outfits.

Ich suchte ein paar entsprechende Mantelschnitte heraus und der Favorit war schnell gefunden; es sollte der wadenlange Oversized Coat aus der  Oktober Burda 2015 werden.

Quelle:Burda Style 10/2015#103


Der an sich simple Raglanschnitt hat hübsche Details;
weite, lange Ärmel,
einen riesigen Schalkragen
und, was ich besonders raffiniert finde, breite Gürtelriegel, die über den Eingriffstaschen im Vorderteil angesetzt werden und wie Klappentaschen wirken.
Über der Rückenmitte werden sie übereinandergelegt und mit einem Knopf fixiert, wodurch der Mantel gerafft wird,
und natürlich auch ein tiefer Rückenschlitz.



Quelle:Burda Style 10/2015#103

Beim Stoff musste ich umdisponieren, da der von der Tochter ursprünglich gewünschte Velour schlicht nicht in ausreichender Menge verfügbar war.
Der Schnitt verschlingt wegen seiner Länge und lockeren Passform eine große Menge Stoff.
In der Zeitschrift ist die Menge, da ein Karostoff verwndet wird, mit 4,7 m angegeben.
Ich bin, da ich einen Unistoff verarbeitet habe, mit 4 m ausgekommen, aber 4 m Wollstoff guter Qualität hat dennoch seinen Preis. Allein für die Materialkosten ( Stoff, Futter, Einlage, Knöpfe) kommt damit allerhand zusammen.
Trotzdem finde ich, dass sich gerade bei Mänteln das Selbernähen absolut lohnt. Ich möchte gar nicht wissen, was dieser Mantel kosten würde, wenn ich ihn in einem Geschäft hätte kaufen wollen.

Da der von mir verwendete Mantelvelour zwar schön weich und gut fallend ist, aber dafür nicht sonderlich dick, entschied ich mich, noch eine dünne atmungsaktive ( nicht raschelnde) Zwischenlage einzunähen, damit der Mantel auch wirklich warm hält.
Die Zwischenlage habe ich vor dem Zusammennähen der Einzelteile auf den Oberstoff geheftet.

Genäht habe ich die Größe 38 und dank des simplen Schnittes war der Mantel unkompliziert zu nähen.
Ich mußte nichts ändern, außer der Länge des Rückenschlitzes, der für meinen Geschmack zu hoch angesetzt war. Ich habe ihn ein gutes Stück gekürzt.

Das Futter in, von der Tochter ausgesuchtem, mädchenhaften Rosa, habe ich mit der Maschine eingenäht und den Schlitz von Hand anstaffiert.
















Die Tochter ist sehr glücklich mit ihrem neuen Mantel und freut sich schon, ihn demnächst in Paris auszuführen, wo sie sich nach einem anstrengenden Semester über Karneval eine Auszeit mit dem Freund gönnen wird.
Bei dem warmen Frühlingswetter, das hier plötzlich ausgebrochen ist, ist allerdings fraglich, ob sie den warmen Mantel in nächter Zeit noch brauchen wird....

LG von Susanne


Bilder von mir


Mantelvelour, Einlage und Futter vom Roten Faden
Klimamembran von Fun Fabrics


Hinweis in Sachen Werbung:
Unbeauftragte Werbung durch Markennennung;
es besteht keine Kooperation; sowohl Nähzutaten, als auch das Schnittmuster habe ich selbst gekauft

Mittwoch, 20. September 2017

MMM mit Rüschenbluse oder doch noch dem Trend erlegen

Zur Zeit muss offensichtlich jedes Kleidungsstück, ob Ober- oder Unterteil, ja sogar das Schuhwerk, mindestens noch einen kleinen Volant, ein paar Rüschen oder neuerdings auch Schleifen haben.

Und ich finde diese romantisch verspielten Details auch sehr nett anzusehen, konnte mir diesen Trend an mir aber nicht vorstellen.

Aber wie das so ist, wenn man Trends ständig unter die Nase gehalten bekommt,  erwischte ich mich beim Zuschnitt meiner Hemdbluse bei dem Gedanken, ob die Bluse nicht vielleicht doch einen kleinen schmucken Volant oder irgendetwas Rüschiges vertragen könnte.

Zur Inspiration blätterte ich ein bißchen in meinen Nähzeitschriften und stieß erwartungsgemäß auf ettliche Vorschläge für Blusen mit Rüschen oder Volants.
Besonders diese Beispiele gefielen mir sehr gut, jedenfalls am Model, : )......


Quelle:Burdastyle 8/2016
Quelle:Burdastyle 8/ 2016


Quelle:Burdastyle 8/2016


.......für mich selbst fand ich die Verzierungen allerdings zu üppig.

Letztlich schnitt ich einfach zwei Streifen, einmal 4 und einmal 6 cm breit, für eine Doppelrüsche zu, versäuberte den Rand mit dem Rollsaum meiner Overlock und kürzte die gerafften und angehefteten Rüschen frei Hand nach meinem Geschmack zu einem Jabot.

Der Blusenschnitt ist Gardener aus der Ottobre Woman 5/2012, den ich schon zweimal für mich und einmal für die Tochter verwendet habe; der leicht taillierte Schnitt passt und gefällt mir bzw uns einfach gut.
Stoff ist ein dünner, leicht stretchiger Hemdenpopeline.
Aufgrund des dünnen Stoffes und auch, weil ich bei Blusen gerne mal die Ärmel hochkrempele, habe ich die Nähte  französisch versäubert; so sieht es auch von innen ordentlich aus.


Angezogen finde ich meine neue Rüschenbluse so "lala", was nicht wirklich verwunderlich ist, da die Verzierung nun mal außerhalb meines bevorzugten schlichten Stils liegt.

Aber wie sagte Frau Küstensocke letzten Mittwoch so schön, "Frau will sich ausprobieren" und das ist schließlich auch mal ganz spannend.

Kombiniert mit simpler schwarzer Hose und mit meinem trachtig angehauchten Strickjäckchen drüber fühle ich mich dann doch ganz wohl.
Ist jetzt sicherlich keine Bluse, die ich jeden Tag anziehen möchte, aber ab und zu kommt sie sicherlich zum Einsatz.









Mit diesem Outfit bin ich heute wieder einmal beim Me-Made-Mittwoch dabei.
Was die Anderen für tolle me-made-Stücke zu zeigen haben, schaue ich mir gleich in Ruhe an.
Diesmal eröffnet Gastbloggerin rothedinge den Tag mit einer schicken und glitzernden Culotttes.


LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Bilder von mir

schwarze Hose:selbstgenäht, Schnitt:Burdastyle 10/2013-127
Strickjäckchen: selbstgestrickt, Anleitung:Drops-Design
Stiefelletten:Bellissima