Sonntag, 24. Februar 2019

Oversize Mantel für die Tochter

Die Tochter wünschte sich einen neuen Wintermantel in dunkler Farbe, am liebsten lang und oversized geschnitten, so richtig schön zum Einhüllen und lässig über allen Outfits.

Ich suchte ein paar entsprechende Mantelschnitte heraus und der Favorit war schnell gefunden; es sollte der wadenlange Oversized Coat aus der  Oktober Burda 2015 werden.

Quelle:Burda Style 10/2015#103


Der an sich simple Raglanschnitt hat hübsche Details;
weite, lange Ärmel,
einen riesigen Schalkragen
und, was ich besonders raffiniert finde, breite Gürtelriegel, die über den Eingriffstaschen im Vorderteil angesetzt werden und wie Klappentaschen wirken.
Über der Rückenmitte werden sie übereinandergelegt und mit einem Knopf fixiert, wodurch der Mantel gerafft wird,
und natürlich auch ein tiefer Rückenschlitz.



Quelle:Burda Style 10/2015#103

Beim Stoff musste ich umdisponieren, da der von der Tochter ursprünglich gewünschte Velour schlicht nicht in ausreichender Menge verfügbar war.
Der Schnitt verschlingt wegen seiner Länge und lockeren Passform eine große Menge Stoff.
In der Zeitschrift ist die Menge, da ein Karostoff verwndet wird, mit 4,7 m angegeben.
Ich bin, da ich einen Unistoff verarbeitet habe, mit 4 m ausgekommen, aber 4 m Wollstoff guter Qualität hat dennoch seinen Preis. Allein für die Materialkosten ( Stoff, Futter, Einlage, Knöpfe) kommt damit allerhand zusammen.
Trotzdem finde ich, dass sich gerade bei Mänteln das Selbernähen absolut lohnt. Ich möchte gar nicht wissen, was dieser Mantel kosten würde, wenn ich ihn in einem Geschäft hätte kaufen wollen.

Da der von mir verwendete Mantelvelour zwar schön weich und gut fallend ist, aber dafür nicht sonderlich dick, entschied ich mich, noch eine dünne atmungsaktive ( nicht raschelnde) Zwischenlage einzunähen, damit der Mantel auch wirklich warm hält.
Die Zwischenlage habe ich vor dem Zusammennähen der Einzelteile auf den Oberstoff geheftet.

Genäht habe ich die Größe 38 und dank des simplen Schnittes war der Mantel unkompliziert zu nähen.
Ich mußte nichts ändern, außer der Länge des Rückenschlitzes, der für meinen Geschmack zu hoch angesetzt war. Ich habe ihn ein gutes Stück gekürzt.

Das Futter in, von der Tochter ausgesuchtem, mädchenhaften Rosa, habe ich mit der Maschine eingenäht und den Schlitz von Hand anstaffiert.
















Die Tochter ist sehr glücklich mit ihrem neuen Mantel und freut sich schon, ihn demnächst in Paris auszuführen, wo sie sich nach einem anstrengenden Semester über Karneval eine Auszeit mit dem Freund gönnen wird.
Bei dem warmen Frühlingswetter, das hier plötzlich ausgebrochen ist, ist allerdings fraglich, ob sie den warmen Mantel in nächter Zeit noch brauchen wird....

LG von Susanne


Bilder von mir


Mantelvelour, Einlage und Futter vom Roten Faden
Klimamembran von Fun Fabrics


Hinweis in Sachen Werbung:
Unbeauftragte Werbung durch Markennennung;
es besteht keine Kooperation; sowohl Nähzutaten, als auch das Schnittmuster habe ich selbst gekauft

Dienstag, 5. Februar 2019

MMM im Februar:Kleinkariert

Der Februar zeigt sich hier im Westen mit winterlichem Schneewetter und verlangt daher nach passender, warmer Kleidung.

Sehr schön wärmend sind Wolltextilien und als winterliches Stoffmuster werden Karomuster jedes Jahr zuverlässig wiederentdeckt.

Bisher habe ich dann gerne mal ein Karohemd genäht und getragen, aber jetzt sind die Karos bei mir eine Etage tiefer gerutscht-ich habe eine Hose genäht.

Der Glencheck-Musterstoff  in dezenter Farbgebung lag hier schon ein bißchen länger und wollte eine Hose werden, aber gerade bei Karostoffen scheue ich den Zuschnitt.
Damit hinterher alles passt, muss man die Schnittteile wohlüberlegt auf dem Stoff plazieren und dennoch ist das bei mir keine Garantie dafür, dass das Muster beim Zusammennähen tatsächlich so aufeinandertrifft, wie es soll.

Diesmal hatte ich aber Glück; das Karo fügte sich an allen relevanten Stellen wunderbar zusammen, so dass ich richtig Spaß beim Nähen hatte.






Beim Schnitt selbst bin ich kein Risiko eingegangen und habe zum Burdastyle-Kaufschnitt 6658 (out of print ) gegriffen, den ich schon einige Male mit gutem Ergebnis genäht hatte.

Wegen des Karomusters habe ich aber auf die vordere Teilungsnaht verzichtet.

Obwohl der Stoff sehr stretchig ist, sitzt die fertige Hose doch sehr körpernah.
Eigentlich hatte ich mir erhofft, dass die Hose mindestens genauso locker sitzt, wie meine beiden anderen Modelle nach diesem Schnitt aus Stoff mit Elastananteil.
Aber das zeigt wieder einmal, dass jeder Stoff sich anders verhält.
Vielleicht "tut" sich mit der Zeit noch etwas hinsichtlich der Weite.
Immerhin kann ich mich über mangelnde Bewegungsfreiheit nicht beklagen und neulich habe ich in einer Modezeitschrift gelesen, dass nach dem Trend für eher weit geschnittene Karohosen jetzt die Skinny-Karopants der letzte Schrei sind-also dann..

Zur Hose trage ich meinen neu gestrickten roten Raglanpullover, den ich hier schon an der Puppe gezeigt und beschrieben habe.

Mit Pulli und Hose bin ich zwar schön warm angezogen, dennoch konnte ich mich bei dem uzzeligen Winterwetter nicht zu Outdoorfotos aufraffen.










Mein Outfit schicke ich hinüber auf den MMM-Blog, auf dem heute selbstgefertigte Kleidung an der Frau präsentiert werden kann.
Gastgeberinnen im Februar sind Sylvia und Carola im Doppelpack; die jede eine gut zu ihr passende Kreation vorstellen.


LG an das MMM-Team, sowie die Teilnehmerinnen
von Susanne


Bilder vom Ehemann

Karostoff von 1000stoff

Hinweis in Sachen Werbung;
Unbeauftragte Werbung durch Markennennung; es besteht keine Kooperation; Stoffe und Schnittmuster habe ich selbst gekauft