Freitag, 23. Oktober 2015

Blogstöckchen

Friedalene hat den "Liebster Award" an mich weitergereicht und mich gebeten, ein paar Fragen zu beantworten;  letztlich eine Kettenbriefaktion.

Bei Kettenbriefaktionen habe ich noch nie mitgemacht und werde dies auch zukünftig nicht tun.

Andererseits möchte ich Friedalenes Anfrage auch nicht unbeachtet lassen, denn es ist nett, dass sie an mich gedacht hat.
Ihre Fragen möchte ich daher gerne beantworten. Allerdings werde ich selbst keine Blogs nominieren.

1.Wie bekam dein Blog seinen Namen?

Mein Blogname ist die Aneinanderreihung der ersten beiden Buchstaben meines Vornamens und der meiner beiden Kinder.
Als ich der Familie den Blognamen präsentierte, bemängelte die Tochter allerdings, dass in diesem Namen der Papa nicht vorkäme. Daher wurde noch ein "Rosa" davorgesetzt.

2.Was musstest du lernen, als du mit dem Bloggen begonnen hast und was ist das Schönste für dich beim Bloggen?

Kurz gesagt: Alles; ich hatte keine Ahnung, wie man bloggt.
Die Tochter hat mir den Blog eingerichtet und der Sohn hat mir gezeigt, wie alles funktioniert. Anfangs musste ich den Sohn häufig um Hilfe bitten und er war dann auch schon mal genervt; mittlerweile komme ich aber gut allein zurecht.

Das Schönste beim Bloggen ist der Austausch mit Gleichgesinnten über das gemeinsame Hobby.

3.Bloggen über das Hobby:Was hat sich verändert, seit du dein Hobby im Blog mit anderen teilst?

 Für mich "lebt" ein Nähblog durch die Bilder von den gefertigten Kleidungsstücken und ich kann mit Gleichgesinnten nur über die Passform eines Kleidungsstückes diskutieren, wenn das Kleidungsstück auch an der Trägerin gezeigt wird.
Für meinen Blog mußte ich daher lernen, mich auf Fotos zu zeigen und mich auch selbst auf Bildern sehen zu können. Anfangs hat mich das Überwindung gekostet, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.

4.Ein Tag nur für dich-du kannst machen, was du willst-wie würdest du den Tag verbringen?

Am liebsten würde ich den Tag zusammen mit meinem Mann verbringen. Mein Mann und ich führen, aus beruflichen Gründen, seit Jahren eine Wochenendehe; insofern ist gemeinsame Zeit knapp und gemeinsame Zeit zu zweit sowieso.

5.Drei Dinge, auf die du nicht verzichten könntest

-eine große, große Tasse Cappuccino, direkt nach dem Aufstehen
-meine Brille bzw meine Kontaktlinsen, ansonsten sehe ich einfach so gut wie nichts
-der tägliche Anruf des Liebsten

6.Sehnsuchtsorte-Wohin würdest du gerne mal vereisen?

Nochmal nach Australien.
Ich war schon einmal dort, vor ewigen Zeiten; ich konnte während meiner Referendarzeit eine knapp drei monatige Auslandsstation in Melbourne machen und während dieser Zeit auch ein bißchen im Land herumreisen. Das würde ich gerne wiederholen, zusammen mit dem Ehemann, am liebsten mit einem Wohnmobil.

7.Gibt es etwas, was du unbedingt noch lernen möchtest?

Unbeding und brandaktuell? Nein. Wenn mir etwas in den Sinn kommt, gehe ich es an

8.Ich finde gutes Essen-besonders wenn man es mit seinen Lieben teilt-kann auch glücklich machen.
Was müsste ich dir servieren und wer müsste am Tisch sitzen, um dich glücklich zu machen.

Sich an einen gedeckten Tisch zu setzen und ein selbstgekochtes Essen -ich gehe davon aus, dass keine Pülverchen angerührt, oder Dosen geöffnet worden sind-serviert zu bekommen, macht mich schon glücklich, denn meist stehe ich selbst am Herd.
Und ein gemeinsames Essen, ob mit Familie, Freunden oder Bekannten mit netten Gesprächen schmeckt mir immer gut; nichts ist schlimmer, als wenn jeder sein Essen stillschweigend in sich hineinschaufelt. Ach ja, empfindlich bin ich auch bei schlechten Tischmanieren.

9.Was war dein Lieblingsprojekt im letzten Jahr?

Das Lieblingsprojekt für dieses Jahr ist noch gar nicht fertig; es ist der Mantel, den ich während des Winterjacken-Sew-Alongs nähe und der, hoffentlich so wird, wie ich mir das vorstelle.

10.Liegt ein Buch auf deinem Nachttisch? Welches Buch würdest du unbedingt empfehlen?

Auf meinem Nachttisch liegt immer ein Buch, schon seit meiner Kindheit. Damals habe ich, nach dem Gute-Nacht-sagen oft heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weitergelesen.
Das muß ich heute zum Glück nicht mehr, : ) , aber vor dem Einschlafen im Bett lesen gehört einfach zu meinem Tagesablauf und wenn es nur ein paar Seiten sind.
In unserer Familie werden Bücher gern weitergereicht. Eine gute Bücherquelle ist zB meine Mutter und ich lese eigentlich alles, querbeet, allerdings keine Krimis mehr; die habe ich irgendwie "über". Krimis reiche ich gleich an den Ehemann durch.

Meine Buchempfehlung ist sehr persönlich; seit letztem Jahr liegt ein Buch mit Kurzgeschichten ständig auf meinem Nachttisch. Es versammelt die Texte der Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses, dem auch die Tochter angehört hat und das vom Lehrer der Schüler, der übrigens auch selbst Autor ist, letztes Jahr, kurz vor Weihnachten, herausgegeben worden ist.
Sehr berührt hat mich bei diesem Buch u.a. auch das Nachwort des Herausgebers, da darin so viel Liebe und Wertschätzung zum Ausdruck kommt
Zum Erscheinen des Buches hat auch eine Lesung stattgefunden, die mir sehr gefallen hat.





11.Dein Lieblingsfilm?

Einer?  Schwierig; ich liebe die Filme der 60er Jahre, allen voran Frühstück bei Tiffany mit der wunderbaren Audrey Hepburn, die Hitchcock-Filme, die leider nicht mehr so oft gezeigt werden.
Ansonsten schaue ich sehr gerne Serien; früher Ally Mc Beal, Boston Legal und zuletzt Gray``s Anatomy.


LG von Susanne

Montag, 19. Oktober 2015

Minikleid für die Tochter

Als die Tochter mich neulich ins Stoffgeschäft begleitete, um nach einem Mantelstoff für mich zu schauen, haben wir, neben einem Mantelstoff für mich, auch einen leichten Strickstoff für die Tochter gefunden, aus dem sie gern ein schmales Kleid genäht haben wollte.

Als passenden Schnitt hatte ich sofort ein Minikleid aus der aktuellen Burda-Easy, Herbst/Winter 2015 vor Augen; ein figurnaher Schnitt, wie ihn die Tochter gerne trägt, aber mit dem gerafften Rock in Wickeloptik auch  mit einem hübschen Extra.
Die Tochter war mit meinem Schnittvorschlag einverstanden.




Genäht habe ich die Größe 36 und ich habe, nach einer Anprobe des Oberteils, seitlich noch je knapp 1 cm weggenommen.
Das Kleid sitzt nun zwar schmal, aber nicht zu eng. Die Tochter und ich fanden die Passform so in Ordnung.
Insgesamt finde ich, dass der Schnitt eher groß ausfällt; die Schultern hätten keinesfalls breiter sein dürfen.

Der Ausschnitt, der mit einem Besatz verstürzt wird, soll, laut Anleitung, nach dem Wenden an der Innenkante per Hand locker fixiert werden.
Ich habe den Besatz dagegen mit der Maschine festgesteppt; sieht zwar nicht so fein aus, wie die unsichtbare Naht per Hand, aber so bleibt nach dem Anziehen alles sicher an Ort und Stelle.

Für die Fotos hat die Tochter sich kurzerhand meine Leoboots ausgeliehen, da sie ihre eigenen Stiefeletten in ihrer neu bezogenen Studentenbude in der Stadt vergessen hatte, : ).

















LG von Susanne


Bilder von mir


Stiefeletten: H&M
Strümpfe:American Apparel

Sonntag, 18. Oktober 2015

Winterjacken-Sew-Along:Drittes Treffen

Heute gibt es einen ersten Zwischenstand.

Mit meinem Mantel bin ich ganz gut vorangekommen; der Außenmantel hängt fix und fertig an der Puppe.
Zur Erinnerung: Dieser Mantel soll es werden

Vor dem Anschneiden des teuren Wollvelours habe ich ein Probeoberteil aus Nessel gefertigt.
Der Mantel soll ja einen lockeren Sitz haben und ich wollte überprüfen, wie groß die Bequemlichkeitszugabe ausfällt und ob die Größe, die ich mir ausgesucht habe, die passende Größe ist.
Zugeschnitten habe ich die Größe 38 und, wie auch Karin, die den gleichen Schnitt näht, schon angemerkt hat, ist die "normale" Größe für den Schnitt richtig.
Wie ich schon vermutet hatte, waren aber die Schultern für mich zu breit und ich habe die Schulterbreite um 1cm reduziert.
Auch die Ärmel fand ich für mich einen Tick zu schmal und habe sie daher seitlich um je 0,5cm verbreitert.

Dann habe ich den Wollvelour zugeschnitten und, wie in der Anleitung beschrieben, mit Einlage bebügelt.
Da ich bei Kälte sehr schnell fröstele, habe ich außerdem als Zwischenfutter eine dünne Klimamembran von Fun Fabrics verarbeitet. Die Membran soll wasser- und windicht sein, aber dennoch atmungsaktiv.
Karin hat beim letzten Treffen verschiedene Membranen vorgestellt.
Es war mir wichtig, nur eine dünne, leichte Membran zu verarbeiten, denn ich wollte, dass der Außenstoff weich fallend bleibt und kein zusätzliches Volumen entsteht.
Die Membran habe ich auf dem Mantelaußenstoff fixiert und beide Materialien als eine Lage verarbeitet.

Meine Nähmaschine hat beide Lagen ordentlich transportiert und anstandslos genäht, was mich sehr erleichtert hat.





Taschenfutter aus Karostoff


den Rückenschlitz habe ich gekürzt; mir hat der im Schnitt vorgesehene Schlitz, der das untere Rückenteil komplett teilt, nicht gefallen


Das vorgesehene Futter-dunkelgraues Navaviskon-liegt zugeschnitten bereit


Der Schnitt sieht keine Schulterpolster vor, aber ich möchte gerne kleine Schulterpolster einnähen, denn meiner Ansicht nach sitzt ein Mantel mit Polstern einfach besser.

Bevor ich meinen Futtermantel nähe, schaue ich mir auf dem MMM-Blog an, wie weit die anderen Teilnehmerinnen mit ihren Mänteln bzw Jacken gekommen sind.
Als Extra zeigt die heutige Gastgeberin Lucy ihre Methode, einen Reverskragen zu nähen.Selten habe ich so ein anschauliches und gut nachzuvollziehendes Tutorial gefunden-super!.

LG an die Gastgeberinnen und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos:

Dienstag, 13. Oktober 2015

MMM mit Alltagskleidung

Heute trage ich nichts frisch genähtes, sondern Selbstgenähtes aus dem Bestand.

Die Blümchenhose ziehe ich zur Zeit richtig gern an;  sie ist schmal, aber durch den Elastananteil im Stoff trotzdem bequem und bei den jetzt doch schon frischen Temperaturen gerade richtig.
Genäht und vorgestellt habe ich sie im Dezember letzten Jahres hier.

Zu dieser Hose trage ich am liebsten dunkle Oberteile, denn das bunte Muster ist für mich schon Farbe genug.
Heute habe ich mein Kapuzenshirt dazu kombiniert, welches ich letztes Jahr im Oktober genäht und hier vorgestellt habe.

Über das dünne Viskoseshirt habe ich, als zusätzlich wärmende Schicht, eine ärmellose Kauftunika gezogen. Jedesmal, wenn ich diese Tunika anziehe, denke ich, dass ich mir dieses Stück einmal nachnähen sollte,... irgendwann, ...demnächst, ....wenn mir geeigneter Stoff über den Weg läuft, ganz bestimmt, : ).
















Mit diesem Outfit geselle ich mich zu den anderen Teilnehmerinnen auf dem MMM-Blog.
Gastgeberin ist heute Lucy von Nahtzugabe, in einem sehr hübschen, neu gestrickten Jäckchen,  kombiniert mit einem tollen, selbsgenähten Rock nach Designerschnitt.

LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Fotos:Die Tochter

Stricktunika:Broadway
Kapuzenshirt:selbstgenäht, Schnitt:Burda12/2009-120
Blümchenhose:selbstgenäht, Schnitt:Burda03/2013-104
Stiefeletten:Bellissima

Sonntag, 4. Oktober 2015

Winterjacken-Sew-Along 2015: Zweites Treffen

Beim heutigen Treffen der Winterjackennäherinnen geht es um die Schnitt und Stoffvorstellung.

Da mir die  Entscheidung für einen Mantelschnitt sehr schwer fiel, beschloß ich, mir erst einen schönen Mantelstoff zu besorgen, in der Hoffnung, dass mir ein vorhandener Stoff die  Schnittauswahl erleichtert.

Die Stofffarbe war klar, mein Mantel sollte rot werden.

Zunächst sah ich mich ein wenig im Netz um. Ich hätte gern ein klares Rot gehabt, tomaten- oder kirschrot.
Die roten Mantelstoffe, die ich im Netz gefunden habe, waren aber eher orange- oder pinkstichig, wobei eine Farbe am Computer sowieso schwer einzuschätzen ist und zudem die Fühlprobe entfällt.

Da die Tochter aber in die Stadt fahren wollte, um ihre neue Brille abzuholen, schloß ich mich an, um nach Mantelstoffen zu schauen.

Im Stoffladen war es dann ähnlich, wie bei meiner Suche im Netz; rote Mantelstoffe gab es einige, aber nicht im richtigen Ton und zudem meist aus Walk. Walkstoff wollte ich aber nicht.

Und dann entdeckte ich doch noch einen weiteren roten Mantelstoff, halb verdeckt von anderen Stoffen, einen dunkelroten Mantelvelour in feinster Qualität, Wolle mit Kaschmir.
Die Tochter fand die Farbe sehr schön, und meinte, dunkelrot wäre gerade in.
Mir gefiel die Farbe auch und außerdem war der teure Velour um die Hälfte reduziert; da mußte ich zuschlagen.


Die Farbe kommt leider nicht exat heraus

Gekauft habe ich auch noch tonnenweise Einlage und einen dunkelgrauen Futterstoff. Leider gab es kein gemustertes Futter, das hätte mir auch gut gefallen.



Eventuell besorge ich mir noch ein schönes Baumwollfutter; das eilt aber noch nicht.
Außerdem hätte ich gern noch ein wärmendes Zwischenfutter, aber bitte nichts "volumiges". Da muß ich mich noch schlau machen, denn verwendet habe ich solche zusätzlich wärmenden Einlagen noch nicht.

Zuhause habe ich dann nachgeschaut, welche Mäntel bzw Jacken ich habe, um zu entscheiden, welcher Schnitt die vorhandenen Modelle gut ergänzen könnte.

Mein Bestand:
-ein mit Pelzimitat gefütterter, schmaler, dunkelbrauner Ledermantel
-ein weiterer, schmaler, kragenloser Mantel, kariert und selbstgenäht
-eine Barborjacke
-ein Oversize-Kurzmantel, dunkelgrau, gekauft vor ca 25 Jahren, jetzt wieder im Trend und noch gut in Schuß

Das heißt: Mir fehlt ein klassischer Wollmantel
Mit Blick auf meine Schnittauswahl beim ersten Termin habe ich mich schließlich für den Mantel in Blazeroptik ( Burda 12/2010-120) entschieden. Ein klassischer Schnitt, aber etwas moderner durch die lockere Weite. Und zwei figurnahe Schnitte habe ich ja auch schon.
An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für eure Entscheidungshilfe bei der Schnittauswahl beim letzten Treffen. Ich fand das sehr hilfreich. Für den Mantel in Blazeroptik hatten sich sehr viele ausgesprochen und er ist auch der Favorit der Tochter.

Daraufhin habe ich im Netz nach genähten Versionen des Schnittes gesucht und zuerst  nur eine, wie ich finde, wenig überzeugende Umsetzung gefunden.
Aber dann bin ich auf der russischen Burdaseite doch noch fündig geworden; dort gibt es ein paar sehr schöne Umsetzungen.
Es sieht allerdings so aus, als hätten die Russinnen den Schnitt ein wenig verändert, schmaler genäht und sicher die Schulterbreite reduziert.

Nun, ich habe im Stoffladen auch Nessel gekauft und werde jetzt erst mal ein Probemodell anfertigen.

Aber vorher schaue ich mir auf dem MMM-Blog an, für welchen Schnitt und Stoff sich die anderen Teilnehmerinnen entschieden haben.
Gastgeberin ist heute Karin, von Dreikah, die sich, prima, prima, für den gleichen Mantelschnitt entschieden hat, wie ich.
Als Bonus gibt es außerdem bei Katharina von Sewing Addicted ein Schulterpolster-Tutorial; ein toller Service, vielen Dank dafür.

LG an die Gastgeberinnen und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos von mir
Anm: Leider ist es mir nicht gelungen, die Farben exakt widerzugeben