Samstag, 30. November 2013

WKSA Teil 3

Heute gibt es schon Teil 3 des Weihnachtskleid-sew-alongs und es geht um folgendes:

Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht/Endlich habe ich angefangen/Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden/Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein 2. Weihnachtskleid

Ja, ich habe angefangen-mit Model 710.
Auf ein Probemodell habe ich verzichtet, da ich das Kleid aus Romanit quasi schon einmal probegenäht hatte.

Bei meiner Weihnachtskleidvariante gab es beim Nähen einige Schwierigkeiten.

Der Schnitt sieht Schulterpolster vor.
Schulterpolster in Kleidern fand ich schon in den 80ern fürchterlich, außerdem habe ich recht breite Schultern; gepolstere Schultern wollte ich für mein Kleid also nicht.
Ich mußte daher am Schnitt die Schulter abschrägen. Da der Armausschnitt dadurch kleiner wird, mußte dieser um den gleichen Betrag vertieft werden.

Zusätzlich mußte ich auch die Schulterbreite gut 1,5cm kürzen.

So ganz korrekt scheinen mir diese Schnittänderungen nicht gelungen zu sein, denn ich kann die Arme im Kleid nicht mehr über den Kopf hochstrecken, ohne dass sich das Kleid ebenfalls in die Höhe zieht.
Allerdings schränkt mich das in meiner Bewegungsfreiheit nicht störend ein und Weihnachten liegen die Geschenke schließlich unterm Baum und nicht auf dem Schrank, also lass ich das jetzt so.

Weiter beinhaltet der Schnitt lange Ärmel, mir gefallen aber 3/4 Ärmel besser. Bei langen Ärmel neige ich dazu, sie ständig hochzuschieben.
Also habe ich beim Zuschnitt die Ärmel gekürzt, allerdings ein bißchen zu großzügig, so dass ich letzlich eher kurze Ärmel hatte.
Diese Länge gefiel mir gar nicht, so dass ich an die Ärmel wieder ein Stück angesetzt habe. Die Ansatznaht habe ich zusätzlich mit einem Zierstich abgesteppt, das sieht nicht so gestückelt aus, sondern mehr nach "das wollte ich so".

Auch der nahtverdeckte Reißverschluß im Rückteil stürzte mich in eine Krise.
Nachdem ich ihn säuberlich eingesetzt hatte, hatte ich an einer Stelle im Rücken eine unschöne Beule.
Der Stoff hatte sich an der Stelle ordentlich verzogen. Sicher hätte ich zur Stabilisierung des Stoffes ein Formband aufbügeln können, das ein Ausdehnen des Stoffes beim Reißverschlußeinnähen verhindert, nur hatte ich ein solches nicht im Haus.
Ich habe den Reißverschluß also wieder herausgetrennt und erneut eingenäht und diesmal war das Ergebnis besser.
Nachdem ich zusätzlich noch die rückwärtigen Abnäher ein wenig verbreiterte, war die Beule verschwunden.

Der Rest ließ sich problemlos nähen.
In der Länge habe ich das Kleid ein gutes Stück gekürzt-so gefällt es mir an mir besser.
Dieses Mal habe ich auch den Riegel angebracht.

Das Kleid ist sicher kein Meisterwerk, aber es passt und ist tragbar und ich mag sowohl die Farbe, als auch den Schnitt.
Bis zu seinem Einsatz darf es auf der Puppe entspannen, denn ich bin ja ein Streber und beginne jetzt mein 2. Weihnachtskleid.



Aber vorher schaue ich auf dem MMM-Blog, wie weit die anderen gekommen sind.

Ich wünsche Euch noch einen schönen ersten Advent,
Susanne

Dienstag, 26. November 2013

MMM:Die Jeans rockt

Da ich gerne auch Jeans trage, wollte ich mir schon länger einen Jeansrock nähen.

Ich finde, zur Jeans passt farblich fast alles und man kann eine Jeans sowohl lässig, als auch schick stylen.

Ich suchte nach einem Schnitt, der Teilungsnähte hat, die von außen abgesteppt werden können. Einen Rock aus Jeansstoff ohne diese typischen Absteppungen finde ich zu langweilig.

Fündig geworden bin ich in der Burda 8 aus 2009. In dieser Ausgabe gibt es den Jeansrock Nr. 122, der genau meinen Vorstellungen entspricht.


Im Vorderteil hat der Rock interessante Teilungsnähte, Taschen, einen Hosenreißverschluß und auch das Rückteil ist geteilt, hat eine Passe und Taschen. Schön finde ich auch die schmale Form und dass sich der Schlitz zur besseren Bewegungsfreiheit im vorderen Rockteil befindet.

Im Stoffladen in der nächst größeren Stadt gab es leider nur Jeansstoff mit Elastananteil. Die Stoffempfehlung von Burda ist aber ein Stoff ohne Stretchanteil. Trotzdem habe ich einen dunkelblauen Jeans mit etwas Elastan mitgenommen.

Genäht habe ich den Rock in Größe 36.
Für die Absteppungen habe ich Knopflochgarn in Oliv verwendet, das ging sehr gut und wird schön plastisch.
Im rückwärtigen Rockteil habe ich alles doppelt abgesteppt, auch die eigentlich nicht vorhandene Mittelnaht-versehentlich habe ich das Rückteil im Stoffbruch zugeschnitten.
Im vorderen Rockteil habe ich nur einfach abgesteppt, die Seitenteile und den Saum habe ich ausgelassen-das erschien mir sonst zu viel des Guten.

Der Rock passt und trägt sich gut, ich hoffe nur, dass er sich beim Tragen, bedingt durch den Elastananteil, nicht allzusehr weitet.

Da es bei uns momentan naßkalt ist-zur großen Begeisterung der Kinder hatten wir auch schon ein wenig Schneefall-brauche ich heute unbedingt eine wärmende Jacke.
Angezogen habe ich meine Norwegerjacke, genäht schon vor zwei Jahren.
Der Strickstoff ist innen flauschig angerauht, so dass die Jacke wunderbar warm hält. Die Qualität des Stoffes läßt allerdings zu wünschen übrig, denn der Strick pillt leider unschön. Lange werde ich die Jacke daher nicht mehr tragen können.
Der Schnitt ist aus der Ottobre 4/2003, Nr.42 ; diese Ausgabe enthält neben den Kinderschnitten auch Damenmodelle.



Jetzt werde ich mir auf dem MMM-Blog ansehen, ob die anderen Selbernäherinnen sich heute auch warm eingepackt haben. 
Gastgeberin ist heute Meike von crafteln, die ein wunderbar blaues Butterickkleid trägt.
LG an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne












Fotos:Der Sohn
Shirt: petit bateau

Samstag, 23. November 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 2

Im 2. Teil des WKSA stellen sich folgende Fragen:

Jetzt nähe ich doch lieber, was die anderen nähen/Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden/Ich nähe lieber erst ein Probemodell/Taddaa, zugeschnitten/Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Also ich habe mich entschieden, ich möchte zwei Kleider nähen.

Um meine Maßlosigkeit zu rechtfertigen, kann ich anführen,
dass Weihnachten aus mehreren Tagen besteht,
Silvester gleich danach kommt,
Anfang Januar ein Familienfest ansteht
und Stoff für zwei Kleider schon länger im Vorrat liegt.

Zum Warmwerden möchte ich mit Kleid 710 von Burda anfangen.
Den Schnitt habe ich ja schon aus Romanit genäht und nun soll die Webstoffvariante aus Viscosecrepe folgen.
Ich werde das Kleid nicht füttern,-ist auch von Burda nicht vorgesehen-sondern mit einem Unterkleid tragen. Das spart auch Zeit.
Reißverschluß und Nähgarn liegen bereit.

Im Anschluß mache ich mich dann an Schnitt 112 aus Burda 11/08. Hierfür ist der Punktestoff vorgesehen.
Dieses Kleid möchte ich füttern, da der Stoff sehr dünn ist und zusätzlich soll mir das Futter als Probekleid dienen.

Ich mache mich dann mal an die Arbeit, aber vorher werde ich natürlich schauen, welche Pläne die anderen Weihnachtskleidnäherinnen haben bzw. welche Entscheidungen getroffen worden sind.

Einen schönen Sonntag und
LG von Susanne


Dienstag, 19. November 2013

MMM im Strickkleid

Bei uns ist es richtig kalt geworden und man muß morgens das Auto vom Eis freikratzen.
Zeit, mal wieder mein Strickkleid zu tragen.

Gestrickt habe ich das Kleid schon vor zwei Jahren, nach einer Anleitung der Initiative-Handarbeit, die auf ihrer Seite kostenlose Strickmuster zum Nacharbeiten zur Verfügung stellt.
Es handelt sich um ein Kleid in Wickeloptik mit weitem Rockteil.

Kürzlich ist die Seite umgestaltet worden und dabei sind die freien Anleitungen deutlich reduziert worden, was ich sehr schade finde. Auch die Anleitung für mein Strickkleid ist dort nicht mehr zu finden.
Hier zumindest ein Bild von der technischen Zeichnung:



Leider kann ich auch nicht mehr sagen, was ich für eine Wolle verwendet habe-ich habe es schlichtweg vergessen. Qualitativ gut scheint sie jedenfalls zu sein, denn ich habe das Kleid schon oft in der Waschmaschine im Wollwaschgang gewaschen und das Garn zeigt keine Abnutzungserscheinungen.

Als ich die Wolle damals gekauft habe, hat sie mir sofort gefallen. Es handelt sich um einen grün-grau-rosa-beigen Farmix, wobei grün dominiert. In einem Stück verstrickt erinnert mich der Verlauf allerdings an Sockenwolle.
Würde ich das Kleid noch einmal stricken, was eher unwahrscheinlich ist, würde ich einfarbige Wolle nehmen.

Das Kleid trägt sich gut und ist angenehm wärmend. Allerdings ist das Strickkleid jetzt auch kein Figurschmeichler, dafür ist die Wolle zu dick. Und da ich vom Wollfarbmix nicht mehr so angetan bin, gehört es nicht zu meinen Lieblingskleidern und ich trage es eher selten.

Noch mehr selbstgenähte oder gestrickte Kleidung, geliebt oder eher selten getragen, kann man sich heute wieder auf dem MMM-Blog ansehen.
Gastgeberin ist diesmal Melleni von talentfreischön in einem wunderbar schwingenden Vogue-Kleid.
Liebe Grüße an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne













Fotos:Der Sohn


Sonntag, 17. November 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along (WKSA) Teil 1

Wie schon in den vergangenen zwei Jahren gibt es auch dieses Jahr wieder einen WKSA.

Diesmal findet er auf dem MMM-Blog statt.
Hierfür schon einmal ein Dankeschön an die MMM-Crew, die den Blog als Plattform für den sew-along zur Verfügung stellt.
Gastgeberin ist Katharina von sewing addicted, die die willigen Weihnachtskleidnäherinnen freundlicherweise unter ihre Fittiche nimmt.
Auch an Katharina vorweg vielen Dank für die Organisation.

In den letzten zwei Jahren habe ich die jeweiligen WKSAs still mitverfolgt. In diesem Jahr freue ich mich, aktiv daran teilnehmen zu können.

Heute, im Teil 1 des sew-alongs, geht es zunächst um folgendes:
Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammengesucht/Ich habe noch überhaupt keinen Plan/Ich gucke mal, was die anderen so nähen/Dieser Stoff soll es sein, nur was für ein Schnitt?/Kleiner Rückblick:Mein Weihnachstskleid 2011/12

Nun, Pläne habe ich durchaus:

-Einmal hätte ich da einen beerenfarbenen Viscose-Crepe vom roten Faden im Vorrat, gekauft schon vor etwa einem Jahr.


Aus diesem Stoff könnte ich mir gut das Kleid 710 von Burda vorstellen.
Vorteil wäre hier, dass ich den Schnitt bereits genäht habe, allerdings aus Romanit-hier zu sehen. Wie sich das Kleid aus Webware nähen lässt, bliebe abzuwarten.

-Zum anderen wartet im Vorrat auch eine schwarzgrundiger Baumwollstoff mit grauen Punkten von Stoff und Stil, ebenfalls etwa ein Jahr alt.


Hieraus würde ich gern das Kleid 112 aus Burda11/2008 nähen.
Die Falten am Ausschnitt und vorderen Rockteil, sowie die schmale Form gefallen mir sehr.


Diesen Schnitt habe ich noch nicht genäht.
Da der angedachte Stoff allerdings recht dünn ist, würde ich das Kleid wohl füttern und so könnte das Futterkleid als Probekleid herhalten.

-Nicht zuletzt wäre da noch das Kleid 109 aus der Novemberburda 2013.
Der schmale Schnitt ist genau mein Geschmack und der Volant am Saum ist ein hübsches Detail und klein genug, dass ich ihn nicht als zu verspielt empfinde.
Hierfür habe ich jedoch noch keinen Stoff.

Zum Glück muß ich heute noch keine endgültige Entscheidung treffen.
Möglicherweise werde ich ja noch von den Nähplänen der anderen Mitnäherinnen beeinflußt.
Ich werde mir gleich mal ansehen, welche Schnitte und Stoffe die anderen für ihr Weihnachtskleid angedacht haben.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen noch einen vergnüglichen Sonntag bei der Schnitt- und Stoffsuche für DAS Weihnachtskleid 2013.

LG Susanne


Dienstag, 5. November 2013

MMM-Outfit

Das Kleid, zu dem ich heute gegriffen habe, ist nicht neu, obwohl es mir fast so vorkommt, denn es hing lange Zeit im Schrank, weil es ein Winterkleid ist.
Jetzt freue ich mich, es mal wieder anzuziehen, denn nach wie vor sitzt es gut und ist durch das leicht elastische Wollgemisch bequem.
Vorgestellt habe ich es bereits hier.

Als zusätzliche wärmende Schicht im nass-kalten November habe ich mein Alpakajäckchen übergestreift.
Das Jäckchen hat sich zu einem absoluten Lieblingsstück gemausert.
Es ist schön leicht, aber trotzdem wärmend, lässt sich gut kombinieren und für mich finde ich die figurnahe Form und die 3/4 Ärmel des Schnittes ideal.
Da meiner Tochter, die sich sonst gern meine Strickjäckchen ausleiht, die Blümchen auf der Jacke zu verspielt sind, kann ich diese Jacke auch immer tragen, wenn ich möchte.

Ein weiteres Alpakajäckchen ist gerade in Arbeit, diesmal ohne Blümchen, dafür aber mit kleiner Jaquardbordüre.

Mit dieser Kombination reihe ich mich beim me-made-Mittwoch ein, an dem selbstgemachte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann, unabhängig davon, ob brandneu oder schon älter.
Gastgeberin ist heute Julia von eben Julia in einem sehr schönen Novemberkleid in gedeckten Farben.
LG an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne










Fotos:Der Ehemann